HirnTumor Diskussionsforum
Hirntumorarten => Meningeom / Meningiom => Hormone => Thema gestartet von: Ulrich am 08. August 2002, 08:01:39
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Mich würde interessieren, wer von den hier mitlesenden Meningeom-Betroffenen gleichzeitig Schilddrüsen-Probleme hat. Ich habe derzeit den Eindruck, dass JEDE Frau, die bisher in diesem Board über Meningeome etwas geschrieben hat, sich auch gleichzeitig mit Schilddrüsenproblemen herumschlagen muß. Für meine Frau trifft das ebenfalls zu. Ihr Meningeom wurde per Zufall entdeckt, es macht derzeit auch keine grossen Probleme, aber sie musste dann kurze Zeit später wegen massiver Schilddrüsen-Überfunktion (Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern) stationär behandelt werden.
Meine Fragen:
Haben Sie Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion?
Nehmen Sie Thyroxin (Schilddrüsenhormon), nehmen Sie Favistan?
Haben Sie sich einer Radiojodtherapie unterzogen, hatten Sie eine Schilddrüsenoperation?
Haben Sie je etwas erfahren von einem Zusammenhang zwischen Meningeom und Schilddrüsenfehlfunktion? Ist in der Literatur etwas darüber bekannt? Ich habe bisher keinen Zusammenhang beschrieben gefunden, was natürlich nicht heisst, dass es darüber nicht doch irgendwo eine Publikation gibt.
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Das mag stimmen. Bei mir ist es eine Struma, Vergrößerung der Schilddrüse.Ich nehme aber nur Jod ein. Habe aber vor Jahren Schilddrüsenhormone genommen gegen Unterfunktion.
Interessant ist aber die Verschlechterung der Symptome in der Schwangerschaft, deutet auf Abhängigkeit auch von den Frauenhormonen hin?
Nach meiner 1. OP vor 2 Jahren stand im Arztbericht für den Hausarzt: Vorhandene Struma unbedingt behandeln. Da aber das Blut normale Werte hatte und eine Szintigraphie auch nur eine Vergrößerung ohne Knoten zeigte, nehme ich auf Anraten des Radiologen 200 mikogramm Jod täglich ein.
Leider habe ich jetzt trotzdem ein Rezidiv bekommen.
Bin über erfahrungen anderer dankbar.
Gruss Kerstin
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Ich würde gerne noch eine zusätzliche Frage stellen:
- Wer von uns "meningimates" leidet auch an PCO (polyzystische Ovarien, Eierstockzysten, meist als harmlos bezeichnet)?
- Sonstige Hormonprobleme?
- Wer ist ein "hyperaktiver" Typ von Natur aus, also so richtig zappelig?
- Wer hatte einen Unfall mit Gehirnerschütterung?
- Wer hatte lange Zeiten mit Dauerstress, -angst oder ohne Schlaf?
- Müßt Ihr auch nachts oft raus aufs Klo?
- Wie stand es denn so um euere körperliche Leistungsfähigkeit, z.B. schon in der Schule? Müßt ihr euch auch für Ausdauer-Sport wie z.B. Laufen so überwinden wie ich?
- Bei mir wurde schon 1985, also mit 19, festgestellt, dass die Hormone nicht in Ordnung waren. Prolaktin, Testosteron und noch eines, das ich leider, leider nicht aufgeschrieben habe, waren nicht ok.
Auch mein Kaliumspiegel war damals schon niedrig.
Ausserdem wurde eine seltsame Diagnose (von einem Arzt in Eigenregie) gestellt, die dann wieder zurückgenommen wurde: AGS (Andrenogenitales Syndrom). Das ist eine sehr häufige Erbkrankheit in schwacher Form, die unter anderem PCO, hohes Testosteron, niedriges Cortisol (Entzündungsneigung und nach meiner vagen Theorie auch das Nicht-Mehr-Nachlassen eines Stresspegels und mangelnde körperliche Leistungsfähigkeit) bewirkt. Man kann es durch einen einfachen Test (ACTH-Test) nachweisen (oder zumindest ausschliessen). Kann auch mit Störungen des Salzhaushalts und der regulierenden Hormone (z.B. Aldosteron) einhergehen.
Ich erwähne das alles deswegen, weil ich glaube, dass die Schilddrüsenhormone es nicht in erster Linie sind, sondern nur ein Teil der Kette.
Psychisch haben Angst und Stress, vor allem Dauer-, erhebliche Auswirkungen. Es gibt da einen interessanten Artikel in so einem Special von Spektrum der Wissenschaft über die Hypophysen-Hypothalamus-Nebennieren-Achse. Wirklich gut.
Ich bin der Meinung, dass die Hormone auch durch die einfache thermische und elektrische Belastung der Hirnhaut entstehen, also aus einem Entzündungsvorgang. Bei Gehirnerschütterungen ist das meines Wissens schon bekannt, dass manchmal nachher Meningeome auftreten. Das hiesse, Aufregung ist schlecht. Das hiesse auch, Kühlung müsste gut sein.
Dass Progesteron schlecht sein muss, wenn es auf Entzündungen trifft, denke ich mir so als Laie. (Progesteron bewirkt, dass der Foetus nicht vom Körper abgestoßen und vom Immunsystem zerstört wird.)
Speziell bei Tumoren, die irgendwie mit den Gefaessen zu tun haben, wie z.B. meines, vermute ich das Hormon Aldosteron irgendwie mit dabei.
Ach ja zur Schilddrüse:
1985 nach der OP wurde ein vorh. leichtes Struma (das in unserer Gegend einfach dazugehört) größer. Es wurde eine Punktion gemacht, alles ok.
Jetzt nach der OP 2001 auch wieder. Ein kalter Knoten, wächst nicht. Nehme nur Jod, obwohl ich laut Hormonwerten Thyroxin nehmen sollte.
Genug spekuliert. Wir bräuchten einen Neuroendokrinologen, der dazu mal Stellung nehmt.
J.T.
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Mein Name ist Helga Bauer,51 Jahre alt, vor vier Jahren an einem Kleinhirnbrückenwinkelmeningeom operiert.
Ich hatte sehr oft Probleme mit Zysten, die der Gynäkologe nie in den Griff bekam.
Seit der OP plage ich mich mit manchmal monatelangen Dauerblutungen und dem daraus resultierenden Eisenmangel bzw. niedrigen Ferretin-Spiegel.
Ich bin früher auch eher von der überaktiven Sorte gewesen, hatte viele Jahre anhaltenden Dauerstress, Ausdauersport war noch nie mein Ding, ich muß nachts sehr oft zur Toilette und habe seit der OP Probleme mein Gewicht zu halten (bin ganz dünn geworden; 57 kg bei 1,72 m); das letztere kann aber auch mit einer Schlucklähmung links zusammenhängen, die ich seit der OP habe.
Bis jetzt habe ich kein erkennbares Rezidiv, habe aber öfter Schwierigkeiten mit Oedemdruck (?) auf die lädierten Nerven ( abducens, recurrens und großer Schultermuskel.
Im Augenblick mache ich eine homöopathische Behandlung mit Carcinosinum und Plumbum iodatum, sowie eine tibetische Kräuterbehandlung.
Die Übereinstimmungen sind auffällig und ich habe in den letzten vier Jahren gelernt, meinen Lebensrhythmus zu verlangsamen ( fällt ziemlich schwer und nicht mehr alles für alle permanent zu erledigen.
Liebe Grüße
Helga
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Hallo Helga,
die Parallelen sind echt verblüffend.
Ich habe auch schon mal 22 kg mehr gewogen als jetzt. Warst du schon immer so dünn?
Ich hatte auch Stress bis zum Zusammenbruch und versuche jetzt, es ruhiger zu nehmen.
Nach OP hat man immer seltsame Symptome: Helga, du bist nicht verrückt und bildest dir nichts ein, und es ist auch nicht normal oder bei anderen Leuten genauso. Du bist auch nicht die erste Patientin, die über das eine oder andere Symptom klagt, nur haben die Neurologen ihr Feedback absichtlich stummgeschaltet, so dass du daraus nichts entnehmen kannst.
Bei mir senkt sich z.B. das eine Lid leicht ab und das Auge kriecht dadurch etwas nach innen. Nach langer Recherche habe ich eine Aussage von einer Frau gefunden, der es genauso ging bzw. schlimmer und die dann operiert werden musste.
Ich glaube, die Kräutermittel wirken unter anderem auf folgende Weise: Die Pflanzen nehmen bestimmte Mineralien besonders gut auf (z.B. Kalium, Eisen, ...). Sozusagen der Vorläufer der Nahrungsergänzungspräparate.
Also, entweder es ist Veranlagung, oder es gibt sowas wie einen "hormonellen Achsbruch" durch Stress. Hat sich bei mir so geäussert, dass ich irgendwann einfach nicht mehr wollen konnte, mich nicht mehr anstrengen konnte. Ich bin seitdem z.B. meist unpuenktlich, war ich früher selten. Die Achse ist die Hypophysen-Hypothalamus-Nebennieren-Achse.
Deine Kalium- und Natriumwerte wären hier sehr interessant, das kann vielleicht mediman bestätigen?
J.T.
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Liebe Johanna,
vergangene Woche war ich in Hamburg bei einer sehr guten Endokrinologin, Dr. Schwenkhagen, die sehr nett und gründlich war und alle Werte in Auftrag gegeben hat. Sobald ich nähere Ergebnisse habe, melde ich mich.
Seit der OP habe ich ungefähr 10 kg weniger, die ich auch nicht mehr draufkriege; Anfang September habe ich eine Gebärmutter-Resektion, damit die permanenten Blutungen endlich aufhören; vielleicht wird es dann besser.
Liebe Grüße
Helga
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Hallo!
Auch wenn es sich hier um sehr alte Einträge handelt, möchte ich doch noch etwas dazu erzählen.
Ich bin 39 Jahre alt, weiblich und leide ebenfalls unter Hperaktivität. Der Dauerstreß hat bei mir ebenfalls negative Auswirkungen gezeigt, wovon die geringste ein Absenken und Zucken des rechten Augenliedes war/ist.
Meningeom, Schilddrüse und Hormone; die Gedanken sind mir sofort gekommen, als ich von meinem Neurologen erfuhr, dass ich ein kleines Meningeom habe. Leider dachte ich, als medizinischer Laie, dass sich hier wohl eine Frage erübrigt und das alles nur "Hirngespinnste" sind. Um so erstaunter war ich, als ich, als ich den Artikel "Meningeom und Schilddrüse?" entdeckte.
Bereits in jungen Jahren ist bei mir ein Struma der Schilddrüse festgestellt worden, dass mit Jod 500 behandelt wurde. Dies ist nach knapp 20 Jahren wieder aufgetreten. Eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste (heißt das da so?) in der Schilddrüse soll nunmehr punktiert werden.
Ebenfalls ist mir eine Zyste (Hühnereigroß) am Eierstock (vor ca. 7 Jahren) entfernt worden. Gleichfalls habe ich Uregelmäßigkeiten der Menstruation. Meine Frauenärztin meint, dass das bei Frauen meines Alters hormonbedingt vorkommt.
Es ist schon komisch, dass all diese Dinge immer wieder zusammen auftreten, wie ich auch von den anderen Einträgen her weiß. Hier wäre doch einmal eine genauere Untersuchung der Zusammenhänge vonnöten.
Viele Grüße
Biene ;)
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Hallo Biene,
schön, daß du dich meldest. Ist immer wieder sehr interessant,
zu lesen, wie sich die Symptome gleichen. An deiner Stelle würde ich das M. auch erst beobachten lassen, da es relativ klein ist und an gut zugänglicher Stelle liegt.
Alles Gute für dich
von Ciconia :)
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@Ulrich
Also Schildrüsen-Problem habe ich keines.
@Johanna
Ich habe weder Hormonprobleme, noch Probleme mit Zysten, bin nicht hyperaktiv, muß in der Nacht auch nicht oft auf die Toilette und hatte auch noch nie eine Gehirnerschütterung.
Was die körperliche Leistungsfähigkeit betrifft, so habe ich als Jugendliche Leistungsturnen (Geräteturnen) betrieben, fürs Laufen konnte man mich allerdings nie gewinnen, genausowenig wie fürs Radfahren. Man könnte sagen, Ausdauersport war sicher nie wirklich meins und eher eine Überwindung.
Was den übermäßigen Streß betrifft, den habe ich leider schon, seit ungefähr 5 Jahren, davor hielt er sich in Grenzen, wenn man von den immer wiederkehrenden Existenzängsten absieht.
Schlafstörungen hab ich so gut wie nie.
lg
LeFay
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Hallo, Ulrich!
Ich lese natürlich jetzt öfter hier im Forum.
Du schreibst da, dass es Zusammenhänge zwischen Meningeome und Schilddrüsen geben könnte. Das würde auch auf mich zutreffen:
1974 habe ich meine Schilddrüse herausbekommen und jetzt wächst wieder etwas nach. Ist aber auch nicht schlimm - denke ich. Ich wurde auf eine höhere Dosis Thyroxin eingestellt.
Aber es ist schon interessant, was so alles zusammen spielen könnte.
Wenn es in dieser Richtung was Neues gibt, dann lass es uns wissen.
Viele Grüße
Edith-Luise
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Hallo,
ich wollte schon länger hierzu was schreiben.
Ich hatte ja ein Meningeom, aber bisher nie Probleme mit der Schilddrüse (ist bei Männern ja auch selten). ABER: meine Mutter hat in jungen Jahren (so mit 20) Schilddrüsenwucherungen gehabt, was Ende der 50er noch mit einer fast kompletten Entfernung der Schilddrüse behandelt wurde. Jedenfalls hat sie vor und während der Schwangerschaft Schilddrüsenhormone (Thyroxin?) genommen.
Ob da ein Kenner einen Zusammenhang sehen kann? Ist mir nur aufgefallen, dass ich im weitesten Sinne auch ein Schilddrüsenbetroffener bin.
Gruß
Klaus
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Da bin ich nach langer Zeit mal wieder. Hatte ja vor einem Jahr Meningeom - OP (WHO Grad I). Und vor kurzem Nachuntersuchung resp. MRT. Gottseidank ist alles o.k.
Nun habe ich bei einer generellen Untersuchung die Diagnose "Euthyreote Strumda nodosa" (ICD10: D69.9) bekommen und stoße nun hier auf Euere Ausführungen zu Meningeom + Schilddrüse mit einer gewissen Verunsicherung. Und die Uniklinik hier in Köln ist immer ein wenig oberflächlich bei diesen Ding. Stellt die Diagnose fest, sagt aber nicht weiter, was ich jetzt machen bzw. veranlassen sollte. Kann mir jemand Ratschläge geben? Das wäre toll. Vielen Dank.
Viele Grüße
Rudi
Nachtrag zum meinem Eintrag von eben: Was ist das überhaupt konkret diese "Euthyreote Struma nodasa"? Ist das was schlimmes oder eher harmlos? Zu welchem Arzt gehe ich am besten?
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Hi Kampi,
ohne medizinisches Gewähr, aus dem med. Wörterbuch Pschyrembel:
Struma = Kropf
Euthyreose = Bezeichnung für eine normale Schilddrüsenfunktion
(keine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion)
(griechisch eu = gut)
nodosus = knotig
Struma nodosa
=
knotige Struma, anfangs meist euthyreot, im weiteren Verlauf (häufig nach Jahren) klinische und labordiagnostische Zeichen einer Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion); ... häufigste Kropfform.
Ich habe gerade bei meinen Unterlagen nachgeschaut, da ich ja auch betroffen bin. Bei mir steht: Struma uninodosa, d.h. wohl ich habe nur einen Knoten.
Das heisst: Nichts besonderes, keine Tabletten notwendig.
Es gibt keine direkten Hinweise, dass die Einnahme von Schilddrüsenhormonen Tumore fördert. Es gibt aber für bestimmte Tumore erste Hinweise, dass eine Blockade bestimmter Hormone eine Chemotherapie wirksamer macht:
http://www.clinicaltrials.gov/ct/gui/show/NCT00002608
Hier geht es um Tamoxifen, ein Anti-Östrogen, aber das könnte auch für das Schilddrüsenhormon Thyroxin gelten.
Denn Thyroxin regt ja auch andere Wachstumshormone an.
Ich gehe so ca. 1 mal im Jahr zum Facharzt für Nuklearmedizin direkt hin, der überprüft, ob sich was geändert hat. Hat es bisher nie.
lg,
Johanna
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Liebe Johanna,
danke für die Informationen.
Weißt Du vielleicht eine Webseite, wo man diese Kriterien der Einstufung ICD 10: E04.9 nachschauen kann?
Rudi
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Lieber Rudi,
ich wusste es auch nicht, aber ich habe rumgefragt. Der Diagnosenkatalog ICD 10 ist online verfügbar unter:
http://www.dimdi.de/de/klassi/diagnosen/icd10/ls-icdhtml.htm
Man kann online lesen oder herunterladen.
Leider steht da aber auch nicht mehr dazu. Die medizinischen Informationen bekommt man dann eher über eine Suche nach dem Namen.
Eine wirklich gute Seite zur Schilddrüse ist:
http://www.medizinfo.com/endokrinologie/schilddruese/schilddruese.htm
Ist es das, was du suchst?
lg,
Johanna
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Liebe Johanna,
viele Dank für Deine Antwort und Mühen. Irgendwie hat mich diese Zusammenhangdebatte Meningeom/Schilddrüse in weitere Fragen gestürzt.
Habe meinen ganzen Diagnosen rausgekramt
-> Meningeom
-> Euthyreote Struma nodosa
-> Willebrand-Erkrankung Typ 1 ICD 10 : D 68.0
Blutungsneigung unklarer Genese
-> Tinnitus
-> Bipolarae affektive Störung ICD 10 : F 31.6
und forsche zwanghaft nach Zusammenhängen. Irgendwie hatte ich solche verdrängt, als mir Prof. Dr. Schramm (Uniklinik Bonn) auf meine Frage nach des Entstehen eines Meningeoms so lapidar sagte: "Das weiß man nicht". Als wenn einen nicht interesssierte wie so ein Ding in den Kopf kommt. Abver muß es denn auch wissen? Und wenn man es wüßte, ist man dann glücklicher?
Wie auch immer, merke ich gerade das ich mich nur mit meinen Kränkeleien befasse und meine Mitmenschen aus den Augen verliere. Sorry, Johanna, ich weiß garnichts von Deine Meningeomgeschichte. Würde mich sehr interessieren.
So long für heute abend/nacht. Gruß an alle.
Rudi
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Euthyreot heißt, so viel ich weiß, daß die Schilddrüse anständig arbeitet, oder?
Tinnitus hat wahrscheinlich nichts mit dem Meningeom zu tun. Für die beschrieben Krankheitsbilder fallen mir keine Zusammenhänge ein.
Die Meningeomgeschichte von Johanna findest Du leicht, wenn Du bei "Vorstellung der 42 Meningeom-Mitglieder" nach Johanna schaust.
Auch gute Nacht.
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Habe auch Tinnitus bedingt durch das M. :-[
Mein M. bzw. Rezidiv liegt direkt am inneren Gehörgang und drückt somit auf dem Hörnerv.
Tinnitus ist also lagebedingt möglich.
Nach 4 Jahren lebe ich jetzt einigermaßen mit meinem Konzert im Ohr. Man kann sich an vieles gewöhnen. :)
Gruß von Ciconia
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Hallo,
zu dem diesem alten Thema habe ich eine neue Information: man hat bei mir bei einer Ultraschalluntersuchung drei Knoten (einer >1cm) gefunden, außerdem ist die Schilddrüse vergrößert. Weitere Untersuchungen stehen noch aus.
Bei mir sind die Schilddrüsenprobleme also nach der OP aufgetreten/gefunden worden.
Gruß
Klaus
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Hallo zusammen
ich bin hier im Moment eigentlich im Forum aktiv weil meine Tochter ein Plexuspapillom hat; sie wird nächste Woche operiert.
Aber so blöd das klingt, auch ich habe schon überlegt ob ich mich nicht mal untersuchen lassen sollte ob ich nicht auch so ein Meningeom haben könnte. Habe Migräne und die Schmerzen sind immer hinter den Augen. Ist wirklich die Hölle. Und da ich hier im Forum viel ähnliches gelesen hatte bin ich darauf gekommen aber erst mal geht natürlich meine Tochter vor.
Wenn bei ihr alles gut geht, werde ich mal schauen ob ich nicht auch ein MRT bekommen kann. Wird als Kassenpatient bestimmt nicht einfach. Und wahrscheinlich denkt die Krankenkasse nun: die ist jetzt wegen ihrer Tochter in Panik oder so.
Vielleicht ist es an den Haaren herbeigezogen aber möglich wäre es doch. Und die Migräne raubt mir sehr viel Lebensqualität.
Und ich schreibe das jetzt hier weil auch ich Schildrüsenprobleme habe.
Ich hatte immer Schilddrüsenüberfunktion mit einseitig stark vergrößerter Schilddrüse und einem kalten Knoten. War immer sehr schlank in dieser Zeit.
Dann war ich schwanger und nach der Schwangerschaft hatte ich Unterfunktion. Angeblich sei meine Schilddrüse sauch wieder normal groß und kein Knoten zu sehen. Das kann angeblich passieren weil mein Körper sozusagen meine Schilddrüse aufgefressen hat (auto-immun-erkrankung)
Trotzdem habe ich jetzt plötzlich wieder Überfunktion. Leider verliere ich aber mein Übergewicht nicht. Habe seit Ende der Schwangerschaft und somit Beginn der Unterfunktion 30 kg mehr drauf. 10 kg hab ich weggekriegt aber mehr geht ums verrecken nicht egal ob ich hungere.
Sollte ich mich untersuchen lassen (hoffe nächstes Jahr Februar) melde ich mich mit dem Ergebnis hier.
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Hallo,
die meisten Migräniker habe keinen Hirntumor als Ursache.
Umgekehrt gibt es aber etliche Hirntumorpatienten, die migräneähnliche Schmerzattacken haben. Ich gehöre leider zu diesen. Hast du schon mal Triptane verschreiben bekommen? Kann eine Hilfe sein. Wenn ich einen Anfall am Anfang erwische, nehme ich 600 mg Ibuprofen mit gutem Erfolg. Macht leider müde und schwemmt etwas auf. Aber du kennst ja die fürchterlichen Schmerzen, die eine Migräne machen kann. Da ist man zu Vielem bereit.
Auch ich habe 25 kg zugenommen - nach meiner 2. Meningeom-OP. Dabei spielen wohl die zahlreichen Medis eine große Rolle. Meine Schilddrüse ist in Ordnung (Hormonstatus) aber Trotzdem eine Vergrößerung. Ich nehme nur Jodid 200 ein, Hormone gegen Unterfunktion hatte ich als Jugendliche genommen.
LG
Ciconia
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Hallo Ulrich,
habe ja schon Einträge hier im Forum= 6 cm großes Meningiom Frontalhirn, operiert am 2.10.06.
Kaum Symptome zunächst für Hirntumor: sondern Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Antriebsschwäche, unerklärliche Gewichtszunahme (obwohl gewünscht). Auffällig im Blut: TSH basal u n d
Alk. Phosphatase (heute weiß ich mehr zu AP und Meningiom) =Schilddrüsen-Unterfunktion. Sollte kurzzeitig mit Euthyrox 1x50Mikrogramm täglich behandelt werden. - Kurze Zeit später Meningiom-Diagnose beim Augenarzt bzw. MRT.
Da das Meningiom bis zum Chiasma opticum reichte, also wohl auch die Hypophyse tangiert hat, versuch ich z.Zt. grad einen Zusammenhang herzustellen bzw. werde das Medikament bei meinem nächsten Kontrolltermin versuchen, abzusetzen, um zu schauen, ob sich das Thema "Schilddrüse" dann erledigt hat.
Liebe Grüße
Bri
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Hallo,
hatte zu dem Thema "Schilddrüse" bereits einmal einen Eintrag. Vor Meningiom-OP im Oktober 2006 hatte ich eine Schilddrüsenunterfunktion, die mit entsprechender Therapie behandelt wurde. Diese Medikation habe ich noch bis Anfang Januar fortgesetzt - dann die Tabletten abgesetzt und 4 Wochen gewartet. Jetziges Blutergebnis: meine Schilddrüsenwerte sind wieder in Ordnung!!!! Für mich bedeutet das einen ziemlich eindeutigen Hinweis auf Zusammenhang mit dem Meningiom, da dieses bis an die Hypophyse und die anderen Strukturen heranreichte.
Liebe Grüße
Bri