HirnTumor Diskussionsforum

Hirntumorarten => Neurilemmom / Neurinom / Akustikusneurinom => Thema gestartet von: joba am 18. April 2007, 23:15:42

Titel: Möchte mich vorstellen - AN-OP vor 2 Jahren
Beitrag von: joba am 18. April 2007, 23:15:42
Guten Tag alle hier

Vor ca.2 Jahren wurde ich an einem AN operiert. Wie viele hier, stand ich zunächst fassungslos davor. Wäre so froh gewesen, hätte ich dieses Forum eher gekannt. Die Hilfen und Zusprüche tuen einem gut. Man spürt, daß man nicht alleine dasteht. Allen hier im Forum liebe Grüße   Joba
Titel: Re:Möchte mich vorstellen
Beitrag von: Ciconia am 19. April 2007, 09:13:16
Hallo Joba,
herzlich willkommen hier im Forum!
Wie geht es dir heute 2 Jahre nach der OP? Hast du noch Beschwerden?

LG
Ciconia
Titel: Re:Möchte mich vorstellen
Beitrag von: joba am 19. April 2007, 13:25:19
Hallo, Ciconia

Ja, habe "ein  PAAR KLEINE mACKEN" zurückbehalten.  Was mich sehr stört ist die reduzierte Belastbarkeit.  Auch die, seit der Op wiederkehrenden ,Migräneanfälle sind nicht  schön.
Fahre kleinere Strecken mit dem Fahrrad , mache gerne Nordic Working weil die Stöcke mir Sicherheit geben. Auch meinen ersten Flug in die Sonne habe ich ohne Probleme hinter mir.
Habe nach der Op viel trainiert. Ergo, Krankengymnastik, Gleichgewichtstraining. Auch lange nach der Op habe ich immer wieder Verbesserungen bemerkt.
Höhepunkt war, als ich meinen Beruf wieder aufnahm

 und merkte, daß ich ihn bewältigen konnte. Was danach kam, ist eine andere Geschichte. Zeit ist ein großer Factor. Und die Zeit ist "für uns".  

Liebe Grüße     Joba
Titel: Re:Möchte mich vorstellen
Beitrag von: Ciconia am 20. April 2007, 10:35:32
Zitat
Was mich sehr stört ist die reduzierte Belastbarkeit.

Das berichten sehr viele Hirntumorpatienten, übrigens unabhängig von der Art des Tumors. Ich empfinde das auch als sehr störend, lerne aber damit zu leben.
Wenn du mehr über andere Betroffene erfahren willst, gib oben im Forum unter Suchen den Begriff "Posttraumatische Belastungsstörung" ein. Soll nicht heißen, daß das allein psychische Ursachen hat. Aber ist wohl die einzige greifbare Diagnose dazu. Ich denke, auch hier ist noch Forschungsbedarf!

Zitat
Auch die, seit der Op wiederkehrenden ,Migräneanfälle sind nicht  schön

Auch ich habe seit der 2. OP starke Migräne. Habe inzwischen erfahren, daß ein traumatisches Ereignis wie eine OP bei entsprechender Veranlagung Migräne auslösen kann. Ich habe eine Zeitlang Triptane genommen, bin aber dann aufgrund der NW wieder zu Ibuprofen gewechselt. Inzwischen kann ich ganz gut erkennen, wann ein Anfall beginnt und nehme dann gleich Ibu 600. Gerade bei einer OP an dieser Stelle - Kleinhirnbrückenwinkel- ist es gut denkbar, daß auch die Reizung oder Schädigung des Trigeminusnervs bei der Migräneentstehung eine Rolle spielt. Neueste Erkenntnisse bestätigen, das das Migränegeschehen in engem Zusammenhang mit den Gesichtsnerven steht.

Dazu lies auch einmal hier:
http://www.mc600.de/forum/index.php?board=21;action=display;threadid=2264 (http://www.mc600.de/forum/index.php?board=21;action=display;threadid=2264)
Zitat
Was danach kam, ist eine andere Geschichte. Zeit ist ein großer Factor. Und die Zeit ist "für uns".  
Magst du uns diese andere Geschichte erzählen?
Du hast recht, die Zeit arbeitet für uns. Wenn man aktiv ist, kann man das auch noch unterstützen.

LG
Ciconia
Titel: Re:Möchte mich vorstellen - AN-OP vor 2 Jahren
Beitrag von: joba am 21. April 2007, 12:54:51
Hallo, Ciconia

Danke für die Adressen. Kann mich da schon ein wenig wiederfinden. Diese "andere Geschichte" werde ich sicherlich einmal mitteilen, wenn ich die innere Ruhe dazu habe. Sie bestimmt und verleidet mir das Leben.  L.G. Joba