HirnTumor Diskussionsforum
Hirntumorarten => Astrozytom => Thema gestartet von: Paolo am 18. November 2007, 20:24:35
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Hallo!
dieses Forum ist wirklich interessant aber sehr umfangreich...
Meinem an einem Hirntumor erkrankten Vater wurde in Dezember 2006 nach einer Biopsie ein anaplastisches Astrozytom III (Thalamus rechts) diagnostiziert. Der Tumor ist nach Meinung der Ärzte aufgrund der Lage, Größe und Histologie inoperabel. Vom Dez06 bis Feb 2007 hat mein Vater 30 Bestrahlungen mit gleichzeitiger Gabe von Temodal 155 mg /Tag und danach und bis jetzt Chemoterapie mit Temodal. Der Tumor hat sich ca. mittlerweile 40-50% reduziert. Zurzeit leidet mein Vater an linksseitiger Hemiparese.
Mein Vater wird in Italien behandelt und ich frage mich ob Temodal den neusten und besten Therapiemöglichkeiten entspricht und ob es die einzige Möglichkeit ist. Kann man vielleicht die Therapie "individualisieren"?
Insbesonders habe ich hier interessante Sachen bezüglich folgendes gefunden:
- Homeopathie
- Seed Implantation
- Magnetfeldtherapie
- H15 Weinrauch
Ich weiß nicht an wen ich mich wenden soll. Soll ich am besten einzelne Spezialisten kontaktieren? Kann jemand mir einen Neuroonkologen empfehlen mit dem ich alle mögliche Therapien besprechen könnte? Ich bin ich sehr unentschlossen...
Bitte verziehen sie mir mein nicht einwandfreies Deutsch (es ist nicht meine Muttersprache).
Vielen Dank für eure Hilfe
Paolo
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Hallo!
Mein Vater wurde in Dezember 2006 ein anaplastisches Astrozytom III (Thalamus rechts) diagnostiziert (inoperabel).
- Vom Dez bis Feb 2007 hat mein Vater Bestrahlungsserie + Temodal 155
- Danach und bis Ende Okt 07 Temodal an 5 Tagen im Monat, 3 x 100 mg
Leider nach letzten Magnetresonanz-Tomografie am 26.11 wurde einen Wachstum festgestellt.
Ab morgen bekommt er kein TEMODAL mehr sonst folgendes:
29.11.: CCNU 40 mg (4 compresse per os)
Vom 6.12 bis 19.12: NATULAN 50 mg
Kennt jemand CCNU und Natulan? Empfehlungen oder Kommentar?
Danke für eure Hilfe.
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Hallo!
ich möchte mich erkündigen ob. die sogenannte " Seed Implantation" eine Option bei Astro III sein könnte.
Kennt sich jemand aus?
Mein Vater wurde in Dezember 2006 ein anaplastisches Astrozytom III (Thalamus rechts) diagnostiziert (inoperabel). Vom Jan bis Feb 2007 er Bestrahlung + Temodal und danach und bis Ende Okt 07 Temodal (5 Tagen im Monat, 3 x 100 mg).
Leider nach letzten Magnetresonanz-Tomografie am 26.11 wurde einen Wachstum festgestellt.
Ab morgen bekommt er kein TEMODAL mehr sonst folgendes:
29.11.: CCNU 40 mg (4 compresse per os)
Vom 6.12 bis 19.12: NATULAN 50 mg
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Die Tumore dürfen nicht größer als ca. 3 cm sein und müssen eine umschriebene Begrenzung aufweisen. Seed-Implantation ist bei diffus infiltrierenden Astrozytomen, wie es bei Grad III häufig der Fall ist, nicht möglich. So ist mein Wissensstand.
Aber ich würde in jedem Fall da den Spezialisten selbst fragen, z. B. Prof. Sturm, Köln.
Gruß Silbany
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Die Seeds werden implantiert in die "Resektionshöhle". Es erfolgt eine "innere" Bestrahlung von der "Operationshöhle" aus. Also braucht man zuerst eine Operation. Ist doch irgendwie klar, oder? Man braucht Platz um die Dinger "reinzustopfen".
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Hatte ich auch bisher so gedacht, aber eben noch mal nachgelesen. Demnach werden die Seeds direkt in den Tumor eingebracht!
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Hallo,
danke für die Klärung. So praktisch wenn inoperabel kommt die Seeds Option gar nicht in Frage. Habe ich richtig verstanden?
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Richtig, seeds kommen bei einem nicht operierten Tumor nicht in Frage.
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Wie ist dies hier dann zu verstehen (weiß leider nicht, wie man den Link einfügt):
http://www.medizin.uni-koeln.de/kliniken/stereotaxie/html/i-125.html
Es ist hier vom Tumor selbst, nicht der Operationshöhle die Rede.
Gruß
Silbany
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Zweiter Absatz aus obigem Link:
"Für die interstitielle Bestrahlung werden während einer stereotaktisch-neurochirurgischen Operation ein oder mehrere dünne .."
Nochmal: ohne OP keine seeds.
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Ja aber das ist doch klar! Wie sollen die Seeds denn sonst rein kommen?
Die Rede war doch von einer Resektionshöhle, also einer vorausgehenden Operation des Tumors, in der dieser ganz oder teilweise entfernt wurde.
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Na gut, dann einigen wir uns vielleicht auf dieser Ebene: Ursprünglich, am Anfang, wurden die seeds in die nach der OP übrig geblieben Höhle eingeführt, der "Saum" außen herum wurde von innen bestrahlt. So kenne ich das seit - sagen wir mal - 5 Jahren.
Heute gibt es anscheinend - zusätzlich - noch die Methode, daß man die seeds per Katheter ohne vorherige Resektion direkt an den gewünschten Ort führt.
Es gibt also vermutlich zweierlei Anwendungsweisen.
Um den "Erfolg" der zweiten Anwendung abzuschätzen bräuchte man Informationen über die Größe des Tumors und die Reichweite des Strahlers in den seeds. Es hätte ja keinen großen Sinn, wenn die seeds nur 2 mm strahlen, der Tumor hat aber eine Ausdehnung von 1 cm. Dann lieber gleich eine stereotaktische Bestrahlung überlegen.
Frag einen Arzt, der sich damit auskennt. Wir hier können die Chancen nicht richtig abschätzen.
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Sorry, so dann könnte doch auch für ein inoperabel Tumor interessant sein? Ist die Methode, daß man die seeds per Katheter ohne vorherige Resektion direkt an den gewünschten Ort führt vergliechbar mit einer OP oder viel simpler?
Vielen Dank
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Eine Seeds-Implantation ist eine Option gerade bei inoperablen Tumoren, weil das umgebende gesunde Gewebe nicht geschädigt wird, da vom Tumor nichts weggeschnitten wird, insofern "simpler", wenn Du das darunter verstehst.
Sie ist aber nur unter bestimmten Voraussetzungen, was Größe und Beschaffenheit des Tumors anbelangt, möglich, wie ich anfangs schrieb. Wie groß ist der Tumor und wächst er fest abgegrenzt?
Gruß
Silbany
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hi bin auch neu hier , habe seit 2jahren ein anaplastisches astrozytom leider auch inoperabel . Wo kann man den diese seeds inplantieren lassen,oder was kann man noch machen?
lg chris 33
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Also aktueller Stand scheint zu sein, daß man auch nicht operable Tumoren (diffus) mit Seeds behandeln kann. Bei mir wurde diese Option letzte Woche diskutiert. Ich bin gerade im 10. Zyklus Chemo. Die Bahdnlung zeigte bei der letzte PET erstmalig eine deutliche Besserung. Je nachdem, wie sich das Bild zur nächsten Untersuchung verändert steht die Seed-Implantation ebenfalls zur Debatte. Bei mir wurde keine Operation durchgeführt, weil das DIng ca 4cm groß ist.