HirnTumor Diskussionsforum

Sonstiges zum Thema Hirntumor => Krankengeschichten => Thema gestartet von: sascha am 29. August 2008, 12:41:06

Titel: Künstliches Koma nach Aneurysma OP
Beitrag von: sascha am 29. August 2008, 12:41:06
Hallo zusammen,

ich weiss, dass es hier wohl hauptsächlich um Hirn Tumore geht, aber leider gibt es kein adäquates Aneurysma Forum.
Bei mir ist es halt momentan die Zeit, dass ich mich Leuten, die zumindest ähnliches erlebt haben, mitteilen muss... :-(

Meine Ma hat vor 2 Monaten eröffnet bekommen, dass Sie ein Aneurysma im Kopf hat. Das ist bei einer Vorsorge Untersuchung aufgefallen (Sie hatte 2002 ein Hypophysen Adenom).
Sie wurde am 21.08 ins Krupp Krankenhaus in Essen bestellt und eine Katheter-Untersuchung durch die Leiste wurde gemacht (mit Kontrastmittel). Dabei wurde festgestellt, dass es nicht nur ein Aneurysma ist, sondern 3. Mit dem Katheter war es nicht möglich die Aneurysmen zu behandeln, aber zumindest waren alle 3 auf einer Hirnseite, sodass eine einzige op ausreichen sollte um die 3 zu klammern...

Dieser Eingriff wurde dann am 25.08.2008 direkt morgens um 8 durchgeführt.
Um 2 war alles beendet und der Operateur hat mir mitgeteilt das alles sehr gut und sehr sehr glatt gelaufen ist. Sie war auf intensiv und würde bis zum Abend schlafen und beatmet gelassen. Abends hat sie sowohl rechts als auch links bewegt...
Am nächsten morgen ist Sie immer noch nicht wach gewesen. Man hat dann ein CT gemacht und festgestellt, dass das Gehirn angeschwollen ist und zu viel Druck verursacht.
Also hat Sie Mittags am 26.08. die 2. OP bekommen, wobei eine Blutung (soll aufgetreten sein) behoben wurde und eine Sonde gelegt wurde um den Druck zu überwachen.

Der Druck war am 26.8. so zwischen 12 und 14.
Am 27.08. war er runter auf 10 bis 12.
Gestern wieder hoch auf 14-16.

Seit der OP wird Sie im künstlichen Koma (sehr sehr tief!!) gehalten, damit möglichst wenig Funktionen den Hirndruck steigern.

Ich habe wirklich Angst davor dass Schäden zurückbleiben. Anfangs haben die Ärzte das noch fast ausgeschlossen, aber mitlerweile sagen die auch, dass es sehr wahrscheinlich ist.
Desweiteren wird die Beatmung ja bald probleme verursachen (Lungenentzündung!?)

Man überlegt nun, den Druck zu mindern, indem man die beiden kleinen Schädelplatten wieder entfernt und noch ein wenig erweitert.

Anfang der Woche war ich wirklich noch beruhigt und zuversichtlich das meine Mutter in den besten Händen ist, aber wenn man beobachtet wie hilflos und ratlos sogar die Ärzte sind dann ist das doch sehr beunruhigend! :-[ :'(

Ich weiss, man kann eh nicht viel sagen und machen aber ich glaube das muß einfach mal alles raus...
 :o

war echt ne lange Woche bisher  :-\ (und noch kein Ende in Sicht!)

Die Ärzte meinen, dass es durchaus noch 1 bis 2 Wochen dauern kann...

Titel: Re:Künstliches Koma nach Aneurysma OP
Beitrag von: Ulrich am 29. August 2008, 13:18:23
Oh je. Eine traurige Situation. Um irgendwie mit der Unruhe fertig zu werden, würde ich noch heute telefonisch einen Termin mit dem Ober- oder Chefarzt ausmachen und die Situation ausführlich besprechen. Vorher einen Zettel schreiben, damit keine Frage "verlorengeht".

Ein Aneurysma-Forum gibt es hier: http://susannefedeler.foren-max.de/index.php


Titel: Re:Künstliches Koma nach Aneurysma OP
Beitrag von: sascha am 29. August 2008, 13:22:48
Danke für den Link!  :)

Mit dem Operateur (und Oberarzt) sowie den anderen bei der OP anwesenden Ärzte dürfen wir fast jeden Tag reden...

Leider können die momentan so rein gar nichts sagen und wollen natürlich auch keine Prognosen abgeben...

Titel: Re:Künstliches Koma nach Aneurysma OP
Beitrag von: Bluebird am 30. August 2008, 09:01:41
Hallo,

meine Schwester ist 2005 nach einer Hirnaneurysma-Ruptur im Alfried-Krupp-Krankenhaus notoperiert worden. Es folgten 10 Tage künstliches Koma. In der Zeit war ihr der Schädelknochen entnommen worden, der später wieder eingesetzt wurde.
Ihre Prognose war ebenso nicht kalkulierbar - sie hat alles ohne Schaden überstanden.

Das Susanne-Feddeler-Forum ist eine gute Adresse.

Gruß
Bluebird
Titel: Re:Künstliches Koma nach Aneurysma OP
Beitrag von: sascha am 30. August 2008, 11:05:08
Geplatzt waren die Aneurysmen gott-sei-dank noch nicht...

Momentan wird überlegt ob man das mit dem Entnehmen des Schädelknochens am Montag auch macht...

Schön, dass es bei euch so gut gelaufen ist!! Wir hoffen, dass wir das in ein paar Tagen oder Wochen auch sagen können...

Aber schön, dass es ermutigende Geschichten dazu gibt!
Titel: Re:Künstliches Koma nach Aneurysma OP
Beitrag von: Bluebird am 30. August 2008, 18:22:46
Hallo,

normalerweise stehen die Chancen sehr günstig, wenn man diese Gefäßmissbildungen frühzeitig entdeckt und die Zeitbomben
entschärft.
Ja, meine Schwester hatte ganz viele Schutzengel - und Deiner Mutter wünschen wir diese auch!

Gruß
Bluebird
Titel: Re:Künstliches Koma nach Aneurysma OP
Beitrag von: sascha am 01. September 2008, 12:50:51
Ich danke dir!  ;)

Heute ist ein weiteres CT angesetzt und wir werden sehen ob die Schwellung ein wenig zurück geht...
Wenn nicht wird wohl die nächste OP anstehen (Schädeldecke)

Und ein Luftröhrenschnitt wird wohl noch nötig sein...

Herzlichen Dank für die Einträge hier!!

Sascha
Titel: Re:Künstliches Koma nach Aneurysma OP
Beitrag von: Bluebird am 01. September 2008, 19:47:53

Nichts zu danken  ;)

Entfernen und Wiedereinsetzen des Schädelknochens sind unkomplizierter als es sich zunächst anhört. Jedenfalls sind es leichtere Eingriffe als das Entschärfen von Aneurysmen.

Gruss
Bluebird
Titel: Re: Künstliches Koma nach Aneurysma OP
Beitrag von: Celile am 02. Februar 2009, 21:15:24
Hi, wie geht es denn jetzt deiner Mama?
Habe das selbe Schicksal gehabt.
Ruptiertes aneurysma, hirnödem, ein druck der immer bei 25 lag, fieber, 2 mon. koma, schädelknochen raus, schwellung.