HirnTumor Diskussionsforum
Sonstiges zum Thema Hirntumor => Psychologische Betreuung => Thema gestartet von: Jason am 01. April 2009, 11:59:26
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Hi Leute.......
ich möchte euch heute folgende Geschicht erzählen und mal eure Meinung dazu wissen.
Vor etwa 8 Jahren bin ich an einem Meningeom ( lienkseitig an der Schädelkalotte) operiert wurden. Zu Nächst war alles in Ordnung, doch im Laufe der Zeit ging es Psychisch bergab.
Ich begann damit, nir die Arnme aufzuritzen und irgendwann dachte ich auch an Selbstmord. Welches ich auch sehr oft versucht habe. Diverse Klinikbehandlungen waren die Folge und nun laufe ich mit der Diagnose : F 60.31 - Emotional instabile Persönlichkeitsstörum vom Borderlinetypus- herum.
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Traurige Sache.
Wir hatten einmal eine junge Frau hier, die dasselbe beschrieb, dann aber kurzentschlossen ihren Beitrag wieder von der entsprechenden Berichterstattung "säuberte".
Ob an diesen psychischen Veränderungen die Operation vor 8 Jahren "schuld" sein kann, glaube ich eigentlich nicht. Da müßte noch mehr dazu kommen, oder dazu gekommen sein.
Die Arme aufzuritzen kann man sicher als "Alarmsignal" deuten. Da dürfte eine schnelle psychiatrische / psychotherapeutische (Krisen-) Intervention angezeigt sein. Aber ich bin kein Arzt.
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Ja da hast du ansich recht.....
Aber diese beschriebene Symptomatik begann ja etwa 4 Monate nach der eigentlichen Op.
Von daher glaube ich manchmal schon, dass sie der Ursprung allen Übels ist.
Na ja mein Therapeut ist sich da ja auch noch net so sicher.....
Das Schlimmste ist nur, dass ich selbst vom fach bin und völlig ratlos dastehe...
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hallo
weiss dir leider keine antwort zu geben
aber eine operation dieser art auch psychologisch zu verkraften, ist nicht einfach
vielleicht handelt es sich um nichts organisches, sondern um die verarbeitung dieser schweren erfahrung
mein gliom hat sich immer verschlechtert, wenn ich unter stress stand
und eine op bedeutet gewaltigen stress, auch wenn alles gut gelaufen ist
stress bringt manchmal dinge zutage von denen man nichts weiss
wie ist es denn damals gelaufen?
hast du deine aengste verborgen oder mit anderen geteilt?
es ist sehr schwer allein mit solchen gefuehlen klarzukommen
nimm meine antwort fuer das, was sie ist, ich bin weder arzt noch psychologe, mir haben immer viele freunde beigestanden(und tun es weiterhin), ich glaube, nur deshalb bin ich in kein loch gefallen
bacioni
heifen
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Hallo,
ich habe mal eine Frau mit Borderline kennengelernt, die keinen Tumor im Schädel hatte.
So wie ich es verstanden habe, fehlen dem Hirn Botenstoffe, die per Medikation zugeführt werden müssen. Es dauert manchmal, bis die richtigen Medis in der richtigen Dosierung gefunden werden. Borderline ist wohl nicht heilbar, deswegen ist eine konsequente, durchgehende Einnahme der Medis notwendig. Helfen sollen auch Aufenthalte in Tageskliniken bzw. mehrwöchige stationäre psychatrische Betreuung. Ob das entfernte Meningeom bzw. die verbliebene Vernarbung solche Störungen hervorrufen können, kann wahrscheinlich nur ein Facharzt für Neurologie/Psychatrie beurteilen.
Waren die Kontroll-MRTs in Ordnung?
Gruß
Bluebird
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Borderline-Syndrom ist eine psychische Erkrankung welche vom Patienten auf vermeindliche Nichtbeachtung seiner selbst vom Umfeld angesehen wird.
Kann durchaus daher entstehen,dass man mehrere Fehldiagnosen einer ernsthaften Erkrankung erfahren hat, bei der man nicht ernst genommen wurde.Oder man hat in der Kindheit übermäßige, oder auch keinerlei Beachtung geschenkt bekommen.Daraus kann sich eine eigenständige Erkrankung entwickeln.
Diese Menschen fügen sich absichtlich Verletztungen zu um Beachtung vom Umfeld zu erhalten. So hat es mir ein psychologischer Krankenpfleger erklärt.
Behandlung erfolgt mittels Antidepressiva und einer konsequenten Nichtebeachtung des Patienten,wenn er sich selbst verletzt hat und intensiver therapeutischen Gesprächen.Das geht so weit,dass man dem Patienten Verbandmaterial in die Hand gibt und sagt:So du hast dich selbst verletzt,jetzt verpflaster dich auch selbst.So in dieser Art.
Man muss dem Patienten knallhart beibringen,dass er damit keinerlei Beachtung gewinnt.
Das ganze funktioniert natürlich nur in einer Klinik, in welcher der Patient laufend überwacht wird damit die Verletztungen nicht lebensbedrohlich ausarten könnten,oder ein Suizid begangen werden könnte und das natürlich nur bei ganz schweren Fällen..
Es mag für Manchen erschreckend sein wie diese Therapie dürchgeführt wird,aber es ist der einzige Weg es dem Patienten klar zu machen.
Auch das Umfeld muss entsprechen darauf vorbereitet sein.Deshalb werden die Angehörigen ebenfalls geschult.Mit der kleinsten Beachtung die über das normale Maß hinausgeht,wie bedauern und Trösten, welche der Patient erhält steigt die Gefahr des Rückfalls.
Es wäre kein Job für mich.
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Liebe(r) Jason,
den einen Menschen bringt eine Erkrankung in eine psychische Grenzsituation, mit der er nicht mehr umgehen kann, ein anderer kommt in eine Lebenskrise, lernt aber irgendwann halbwegs glücklich weiterzuleben und ein Dritter ignoriert die Krankheit und setzt seinen Alltag wie gewohnt fort....
Es gibt bestimmte Lokalisationen eines Tumors, die auch schnell die Psyche des Patienten verändern (oft im Stirnhirn), aber dazu kann dein Neurologe sicher eine Vermutung , speziell zu deinem (entfernten) Tumor ,abgeben.
Wenn du nun schon über sieben Jahre mit diesem extremen Problem umgehen musst, hast du sicher schon einige Ansprechpartner gefunden.
Der Grund, warum es bei Dir zu diesem selbstverletzenden Verhalten gekommen ist, wird in deiner ganz individuellen Lebensgeschichte und deiner ganz individuellen Krankengeschichte zu finden sein.
Was du brauchst ist sicher ein Therapeut bei dem du dich gut aufgehoben fühlst und eine Anlaufstelle für " den Notfall", wenn es dir trotz aller Bemühungen schlecht geht.
Ich begann damit, nir die Arnme aufzuritzen und irgendwann dachte ich auch an Selbstmord. Welches ich auch sehr oft versucht habe. Diverse Klinikbehandlungen waren die Folge und nun laufe ich mit der Diagnose : F 60.31 - Emotional instabile Persönlichkeitsstörum vom Borderlinetypus- herum.
Unsere Vermutungen und Statements hier im Forum können Dir wahrscheinlich nicht viel Neues sagen und Dir auch nicht wirklich helfen.
Wenn du das Gefühl hast, es geht Dir schlecht(er),
sprich mit deinem Therapeuten oder setz Dich in die Praxis eines Neurologen, Psychiaters oder Psychotherapeuten und geh nicht weg, bevor er Dich drangenommen hat!
Lieben Gruß, Jo
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Noch einmal Jason:
es ist wichtig, dass Du Dich in psychatrische Behandlung begibst, denn Borderline-Patienten stellen nicht nur für sich selbst, sondern oft auch für andere Menschen eine Bedrohung dar.
Sprich offen über Deine Selbstmordgedanken - Du brauchst Hilfe. Erkunde im Internet, welche Kliniken auf Deine Erkrankung spezialisiert sind.
Kannst Du einer Tätigkeit nachgehen?
Gruß
Bluebird