HirnTumor Diskussionsforum
Hirntumorarten => Meningeom / Meningiom => Nach der OP => Thema gestartet von: mmolina am 13. November 2009, 07:48:23
-
Hallo zusammen,
meine OP liegt schon 1 Jahr zurück, es gab natürlich immer mal schlechte Tage, aber die meisten waren gut.
Jetzt jedoch seit einigen Tagen habe ich unheimliche Wut im Bauch bin sehr agressiv und versuche natürlich vor
meinen Kindern das zu unterdrücken. Mein Mann versteht mich eigentlich vollkommen, er sagt ja auch immer,
dass nur ich weiss was in meinem Kopf nach dieser OP vorgeht, ausserdem möchte ich auch nicht noch damit
belasten. Ich habe jetzt auch ständig Schlafstörungen, schlafe max. 4 Std. durch. Am liebsten wäre ich alleine,
aber ich weiss ja doch ganz genau das ist nicht der richtige Weg.
Leider kann ich von meiner Familie nicht viel erwarten, die wollen sich nur immer bei mir aussprechen.
So stolz wie ich war ohne Reha und ohne Psychologische Betreuung auszukommen, da es ja hier in Spanien
ganz anders läuft, und was ist jetzt? Wie komme ich weiter?
Hoffentlich kann mir jemand ein bisschen weiterhelfen
Liebe Grüsse
mmolina
-
Liebe Mmolina,
ich würde dir raten, dir psychologischen Rat einzuholen, auch ich habe lange gedacht ich bin stark und bekomme meine Stimmungen in den Griff, bei manchen klappt das auch, aber manchmal fordert der "Bauch" mit aller Gewalt, dass man sich mit ihm beschäftigt. mit"Bauch" meine ich die Gefühle und Erfahrungen, die man machen musste.
ich wünsche dir die Kraft, dir Hilfe zu suchen, spreche es ungeniert bei einem Arzt deines Vertrauen an, das du psychologische Hilfe brauchst.
Ganz liebe Grüße Löwenzahn
-
Manchmal kann eine Postraumatische Belastungsstörung
http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,559.0.html (http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,559.0.html)
auch verzögert auftreten.
Man glaubt einigermaßen ins normale Leben zurückgekehrt zu sein, hat aber nur verdrängt, nicht aufgearbeitet.
Gab es einen Anlaß (unklares MRT) oder Probleme beruflich oder privat?
Manchmal genügt der berühmte Tropfen um das Faß überlaufen zu lassen...
Wenn es länger anhält als ein paar Tage, solltest du dir Hilfen holen.
LG
Ciconia
-
Hallo Ciconia,
Danke für Diene so schnelle Antwort.
Nachdem ich mir das von der Seele geschrieben hatte, ging es mir ja schon etwas besser.
Ich hab den Link über Postraumatische Belastungsstörung gelesen, da trifft ja schon seit
langem einiges zu. Das private Problem sind mein Vater und meine Schwester, die meine
Situation leider sehr unterschätzen und ab und zu trifft es mich dann doch sehr.
Aber wie meine leider vor vielen Jahren verstorbene Mutter zu mir sagte: "Du bist so stark
wie ein Elefant". Also werde ich das dann auch noch schaffen. Das wäre doch gelacht!!!
LG
mmolina
-
Moin!
Das was du schreibst kenne ich auch.
Ich war schon beim Psychologen zur Gesprächstherapie. Da hatte ich allerdings nicht das Gefühl, das mir geholfen wird.
Dann habe ich Antidepressiva bekommen - ich hatte das gleiche Gefühl wie vorher bei der Therapie.
Beim Neurologen/Psychiater einen Termin zu bekommen ist hier ein Drama. Die Neurologen, bei denen man schnell einen Termin bekommt, kannste vergessen und bei denen, die einen guten Ruf haben, wartet man ca 4-6 Monate auf einen Termin!
Auch ich bin oft unwirsch und kenne mich selbst nicht wieder. Wenn die Kinder nicht so laufen wie sie sollen, flippe ich viel zu schnell aus. Hinterher tut es mir unendlich leid.
Wenn ich mich aufrege bekomme ich starke Kopfschmerzen und dann wird es noch schlimmer... Und auch ich wäre am liebsten allein. Dann könnte ich mir meinen Tag so einteilen, das es mir gut geht. Aber das ist eben nicht möglich.
Es tut gut zu lesen, das es mir nicht allein so geht. Das ich mir das nicht nur einbilde.
Ich hatte übrigens eine Reha im Anschluß an die Op vor 2 Jahren.
Gruß motte
-
Ja, wenn man NUR das Meningeom zu verarbeiten hätte ...
Aber jeder von uns hat ja auch sein Leben gelebt, das er gern so weiterleben würde. Und selbst mit einer Erkältung gehen uns die Kinder, der Haushalt, der Mann oder die beruflichen Problemchen auf die Nerven.
Wieso sollten wir eine Diagnose, die unser Gehirn betrifft, unser LEBEN (!) besser verkraften?!
Natürlich könnte man stolz darauf sein, es ohne Reha und ohne Psychotherapie zu schaffen. Aber wenn das auf Kosten unserer Reaktionen auf die üblichen täglichen Sorgen geht, wenn es so weit geht, dass uns unsere Reaktionen hinterher Leid tun, dann schaffen wir es wohl doch nicht allein.
Dann zeugt es eher von Stärke, sich seine Krankheit als eben keinen Schnupfen einzugestehen und sich um eine Psychotherapie und(oder eine Reha zu bemühen. Das kann durchaus langwierig sein. (Ich habe vier Monate auf die Psychotherapie gewartet - und da hatte ich mich endlich durchgerungen und nun diese Wartezeit ... Und um die Reha habe ich ein Jahr gekämpft.) Aber man schaut dadurch nach vorn. Man kann auch denen, denen man ungewollt wehgetan hat, sagen, dass man sich ja bereits um Hilfe bemüht. (Ich habe sehr gelitten, weil ich gerade denen weh tat mit meinen Aggressionen, die ich am liebsten hatte.)
Es zeugt doch schon vom HILFE WOLLEN, dass man hier ins Forum schaut und sich auch äußert. Individuelle professionelle Hilfe ist dann der nächste Schritt! Man muss es aber auch wollen, also sich dem Psychotherapeuten öffnen können und wollen. Und man muss sich darüber im Klaren sein, dass der kein Patentrezept aus der Schublade holt, sondern seinen Patienten mit ihm gemeinsam auf seinem Weg voranbringt. (Ich quäle mich durch diese Gespräche regelrecht durch, weil ich wirklich will, dass es mir in meinem gesamten Leben wieder gut geht. Das ist schon ein hoher Anspruch - ist ja auch ne Krankheit, die einen ganz tief runterziehen könnte, wenn man es zuließe.)
Ich finde in diesem Zusammenhang den Spruch von Schwede äußerst passend: Nur du allein schaffst es, aber du schaffst es nicht allein.
Also - immer wieder den Kopf hoch und nach vorne schauen!
Wir schaffen das!
(Ich hab 14, 10 und 2 Jahre meine Meningeom-OPs überlebt - und immer wieder in meinen Beruf als Lehrerin hineingefunden.)
Mit optimistischen Grüßen
Karin :D
-
Hallo,
auch ich hatte heute vor einem Jahr meine Menigenom OP- angimatöses Menigenom Grad 1 am cranio-cervicalen Übergang links. Habe eigentlich alles gut überstanden. Aber seit heute nachmittag habe ich irgendwie angst, dass das blöde Ding wieder wachsen kann oder an einer anderen Stelle kommt. Ich glaube ich habe heute zuviel im Forum nur über trauriges gelesen. Hat jemand Erfahrung ob das Menigenom Grad I wieder wachsen kann obwohl alles entfernd wurde. Irgendwie habe ich voll die Panik.
Gruß TAT
-
Hallo TAT!
Ich bin mir ganz sicher, dass du noch wesentlich kompetentere Antwort(en) bekommst!
Ich bin kein Arzt und kann dir leider nichts genaues sagen!!! Sorry!
Doch einstweilen – bis Antwort auf deine Frage kommt - kann ich versuchen, sie wenigstens etwas zu zerstreuen, geringfügig zu lindern oder gar gänzlich abzunehmen!?
Ich selbst litt bzw. leide an einem Tentoriummeningeom, WHO-Grad 1. (Zwei Operationen und trotzdem noch einen Rest...) Lebe jetzt aber schon fast 7 Jahre mir dem Resttumor! (Siehe meine Krankheitsgeschichte.)
Ich will sagen, es kann wohl immer wieder was wachsen, auch bei Totalentfernung.
(Sollte ich hier was falsches behaupten, bitte ich vielmals um Entschuldigung!!! Dann kann es sicherlich von einem Moderator editiert werden, oder ich ändere es selbst schnellstmöglich!)
Ja TAT, es ist schon so, wenn man hier viel trauriges und tragisches liest, bekommt man (mehr) Angst! Lass dich davon aber bitte nicht"„runter ziehen"!
LG Jens B
-
Hallo Tat,
warum hast Du plötzlich diese Befürchtung, gibt es neue Beschwerden? Wenn ein Meningeom WHO Grad I komplett entfernt werden konnte, dann bestehen gute Aussichten, dass man geheilt ist. Natürlich kenne ich die Studien, die besagen, dass in ca. 15 % aller Fälle doch ein Rezidiv entsteht, und sicher kennst Du die Beiträge der Mitglieder, bei denen es so eingetroffen ist.
Die vielen anderen Betroffenen, die Ruhe haben, wollen sich mit dem Thema oftmals nicht mehr auseinandersetzen und schreiben hier nicht mehr. Du wirst sehen, wenn die ersten MRT-Kontrollen ohne Befund waren, wirst Du wieder sicherer. Glaubst Du, dass Deine Angst so schlimm ist, dass Du psychotherapeutische Hilfe benötigst? Dann solltest Du Dich nicht scheuen, darüber zunächst mit dem Hausarzt/Neurologen zu sprechen. Ängste und auch Depressionen kennen viele Hirntumorerkrankte. Bei der einen Gruppe treten sie bereits nach der Diagnose in Erscheinung, bei anderen sind sie posttraumatisch vorhanden. Da muss man nicht alleine durch, da gibt es professionelle Begleitung.
Aber vielleicht hilft es Dir schon, wenn Du über Deine Befürchtungen hier schreibst und Dich austauschen kannst. :)
LG
Bluebird
-
Hallo, TAT,
ich glaube ja, dass Deine momentanen Sorgen damit zusammenhängen, dass Du diesen Tag als einen Besonderen empfindest, weil Du vor genau einem Jahr diese Operation hattest. Du wusstest damals nicht genau, was passiert, wie Du danach aufwachst, wie das Leben weitergeht.
Es ging gut weiter, besser als in Deinen vielfältigen Sorgen, wo Du Dir bestimmt auch viel Schlimmeres ausgemalt hast.
Aber diese Vorahnungen, diese Sorgen waren nun mal damals in Deinem Kopf und je näher der gleiche Zeitpunkt in diesem Jahr rückt, da denkt man unbewusst und nach und nach ein wenig bewusster an die Zeit vor einem Jahr zurück - und schon sind die (wahrscheinlich) Phantomschmerzen da. Psychisch ausgelöst, meine ich.
Ich glaube, wenn Du diesen Tag als Deinen zweiten Geburtstag ansiehst, der Dir Dein Leben erhielt, der Dich als der Mensch, der Du warst, weiterleben ließ, der Dir die Schönheit des Lebens näher gebracht hat und Dich vielleicht auch bewusster, aktiver leben ließ, dann kannst Du Dein Denken vielleicht in eine positive Richtung motivieren.
Mir geht es vor den MRT-Terminen und den damit zusammenhängenden Arztbesuchen auch oft so. Ich glaube, da ist was, dann sagt man mir, dass da nichts ist und ich sage, aber ich bin psychisch nicht so gut drauf, kann es nicht doch sein..... Und dann bin ich manchmal über die einfach nur positiven Äußerungen der Ärzte verwundert.
Ja, so eine negative Erwartungshaltung kann einem schon einen Streich spielen.
Ich glaube, dass Meningeome zu den Hirntumoren gehören, die man sehr lange überleben kann.
Ich würde Dir raten, Dich nicht von der Panik überrumpeln zu lassen. Wenn sie schlimm ist, lass es abklären und lebe dann optimistisch und froh über Dein geschenktes Leben weiter! Eine positive Einstellung zum Leben und auch zur Krankheitsbewältigung ist das, was man selbst gegen Hirntumore tun kann. Und mach Dich nicht heiß, falls es wirklich noch mal passiert - Du hast es doch schon einmal gut geschafft, Du schaffst es auch wieder, dem Monster im Kopf die lange Nase zu zeigen!! :P
Wenn Du meine Beiträge liest, wirst Du sehen, dass ich trotz einiger Rückschläge nicht aufgebe!
Gruß KaSy
-
Hallo Ihr Lieben.
Was Bluebird schreibt erleichtert mich. Ich habe psychologische Hilfe. Nehme auch die Reihshi-Kapseln. Mir ging es eigentlich ganz gut bis ich gestern vieles trauriges gelesen habe. ICh habe zwar einmal in der Woche Kopfschmerzen aber sonst geht es mir körperlich echt super. Eigentlich müßte ich total zufrieden sein wie es mir geht. Aber die traurigen Geschichten ziehen mich echt runter. Jeder Arzt sagt auch zumir wenn ich über meine Ängste rede Sie sind gesund das müssen sie wissen. Trotz all dem hat mich das blöde Ding komplett aus meiner Bahn geworfen.
Ganz liebe Grüße an euch alle die so einfühlsam sind.
TAT
-
Hallo TAT!
Gut so, dass du psychologische Hilfe in Anspruch nimmst!
Natürlich ist es oftmals gut und äußerst hilfreich, wenn man über seine Ängste, Sorgen & Probleme spricht. Aber manche können oder wollen dies nicht! Sie belasten sich mit den anderen Krankheitsgeschichten usw. noch mehr.
Wenn du also das Gefühl hast, dass dich die Geschichten und Beiträge hier im Forum "runter ziehen", dann belaste dich nicht noch (zusätzlich) damit, setze dich nicht noch diesem psychischen Stress & Druck aus!
Aber wisse, dass wir – das gesamte Forum – immer (!) für dich da sind!!!
Ich wünsche dir viel, viel Kraft, Optimismus, Stärke und alles, alles Gute!
LG Jens B
-
Hallo,
mir hat es damals geholfen alles aufzuschreiben und ich habe
viel geschrieben.
Manchmal hole ich mir die Bücher hervor und lese alles nach und
dann bin ich immer erstaunt und unsagbar dankbar , weil ich
das alles geschafft habe. Manches ging nur in kleinen
Schritten, aber es ging.
Das eine Mal haben mich traurige Geschichten aufgebaut, weil
ich mir sagen konnte - den hat es noch viel schlimmer getroffen-
und dann wieder hat es mich doch sehr runtergezogen.
Mal schaffst du es allein und mal brauchst du einen kleinen
Schubs - nimm einfach alle Hilfe die du kriegen kannst und
wenn dir nach weinen ist, dann tu das einfach.
Ich sag dann immer einfach, das sind die Medikamente.
Nimm einfach jeden Tag neu in Angriff, mehr kannst du nicht machen.
LG
Birgit
-
;) Hallöchen!
Gruß aus der Reha! Bin in der 4.Woche und werde immer besser,nächste Woche wollte ich eigentl die Sportabteilung übernehmen und die ganzen "Hüften" (Hüft-Ops) mal ordentlich aufs Laufband zerren...
Hi hi,bin da das Küken und die einzige mit "Kopp" (Kopf-op),ist ehrlich gesagt schon anstrengend,vorallem bin ich ja sehr streng mit mir selber und es klappt halt noch nicht alles,was mich rasend macht!Da mach ich nun soviel Sport da (also,alles was ich kann und nicht so doll wackelt) und ess ziemlich gesund und wenig,aber scheinbar haben meine Tabletten (Carbamazepin) reichlich Nebenwirkungen: Ich mutiere zum Moppel!!Waaa,das ist so ungerecht!
Da kämpft man sich durch so ne Op und die Nach-op-zeit,und dann kommt noch sowas dazu,das ist ungrecht.
Natürlich freu ich mich,das es mir so gut geht,8Wochen nach der Op,aber muß ich jetzt auch noch ne Wampe kriegen,ohne sie mir wenigstens lecker angefuttert zu haben???
Gnnnmmmpf...
-
Hallo Gerda!
Sehr nett, dass du dich extra aus der Reha meldest und prima, dass es so gut da läuft!
Hm, es ist ungerecht, wenn die Medikamente solche Nebenwirkungen haben und dein Training und Fitness wieder zunichte machen. Aber bleibe am Ball, schließlich geht es nicht nur ums Abnehmen!
Außerdem, ohne dem eisernen Fitness, würdest du sicher (Verzeihung!) noch mehr "moppelig" werden. Also, halte durch und sag weiterhin (!) den Pölsterchen den "Kampf" an.
Viel Erfolg, Durchhaltevermögen und weiterhin alles Gute für die gesamte Reha!
LG Jens B
-
Ich schicke Dir liebe Grüße in die Reha, Gerda!
Deine Töne klingen schon wieder wie vor der OP!
Na, besser rund und gesund... es wird schon wieder. Da bist Du also in eine ambulante Therapie geraten, die sich hauptsächlich um die Hüftgelenkoperierten, also meist die gesetzteren Herrschaften, kümmert. Sicher sind die Therapeuten dann besonders um Dein Wohlbefinden bemüht ;)., sozusagen als " Huhn im Korb ".
Was die Nebenwirkung der Medikation betrifft, so lässt sich vielleicht in Rücksprache mit dem zuständigen Arzt eine Verbesserung erzielen? Unter Übergewicht oder dem sog, " Mondsgesicht " leiden viele Kopfoperierte vor allem wegen der Cortisongaben. Aber immer schön langsam, alles braucht seine Zeit und auch das Gewicht wird sich wieder einpendeln. Hauptsache, Du fühlst Dich wieder besser und es geht gesundheitlich stetig bergauf.
Bis bald
LG
Bluebird
-
Hallo Gerda,
Carbamazepin kann Gewichtszunahme verursachen.
Google mal die beiden Begriffe, du bekommst viele Treffer.
Ich erinnere mich an diesen Satz:
Haben ein paar kleine Meningoeome drin lassen müßen.
und daran dass deine Histologie noch nicht da war und niemand richtig mit dir gesprochen hatte, wie es weitergeht.
Hat sich da inzwischen etwas geklärt? Hoffe Du hast kompetente Ansprechpartner gefunden.
Viel Erfolg in der Reha,
Jo
-
also ich hatte wochenlang ein sehr! rundes gesicht, das cortison hat mir auf 5 kg auf die hüften geschmissen- wisst ihr was? sch.. drauf sorry für die wortwahl- empfinde ich aber so
was nützt mir wenn ich schlank bin aber krank, nein- ich brauch schokolade als energiequelle-
nur gesund werden ist wicHtig
um mein gewicht oder sonstiges aussehen( na ja friseur war ich schon um narbe etwas zu verdecken) kann ich mich nicht kümmern nur ich allein bin wichtig und das ist gut so
tja aber mit dem loch versteh ich habe keine 3 monate hinter mir und nun hab ich schlechte zeiten..... :-\
-
Hallo Enola!
Weißt du was? Ich finde deine Einstellung dufte! "was nützt mir wenn ich schlank bin aber krank"
Nach deinen Sorgen & Problemen …
Sehr selbstbewusst, Kompliment!
Alles, alles Gute.
LG Jens B
-
Hallo Zusammen,
ich möchte mich gerade zu diesem Thema SCHWARZES LOCH wieder hier im Forum"zurückmelden". Seit letztem Jahr habe ich mich total rar gemacht bzw. machen müssen wegen meines eigenen schwarzen Loches, in das ich geplumst war und lange, lange Zeit nicht mehr hinauskam.
Vorab möchte ich daher jedem empfehlen, der sich mit einem schwarzen Loch wie auch immer konfrontiert sieht, Hilfe anzunehmen.
Hilfe entweder über Medikamente und/ oder Therapeuten oder was auch immer.
Ich habe das beides erst nicht getan, dann zu spät getan und bin immer tiefer und tiefer in diesem Loch versunken, bis nur eine Zwangseinweisung meinen Fall gebremst hat.
Ich hatte letztes Jahr hier noch über meine depressive Phase nach der erfolgreichen OP berichtet und auch über mein eigenes Unverständnis über diese depressiven Emotionen. Ich habe hier viele wertvolle Tipps erhalten, inbs. zum Thema posttraumatischen Belastungsstörung.
Mein Problem damals bestand u.a. darin, mir selbst einzugestehen, dass ich die Themen "Tod/OP/Erblindung/etc" allein nicht verarbeiten konnte, zumal ich eine zeitlang davon überzeugt war, ich hätte das erfolgreich getan. Ich habe mich stattdessen als totaler Versager gefühlt, weil sich eben nach der OP das neue positive Lebensgefühl noch nicht einmal ansatzweise eingestellt hatte. Das Thema Versagensangst ist bei mir auch ein großes Thema. Dem Verstand war damals durchaus klar, dass ich dankbar sein kann und eigentlich fröhlich durchs Leben hüpfen müsste etc., doch die Gefühlsebene hat damals was ganz anderes empfunden und mich spüren lassen. Die Ebenen waren nicht "matchbar".
Im Sommer letzten Jahres habe ich mich dann endlich überwunden, mich "Fremden" anzuvertrauen und um Hilfe zu bitten. Hausarzt, MDK, Neurologe hatten u.a. mittelschwere Depression festgestellt mit Tendenz zur Verschlechterung. Es gab div Anti-Depressiva und weiterhin die sowieso schon dickmachenden Epilepsietabletten. Cymbalta hat mir nach einigen Wochen geholfen, die ich neben anderen Anti-Depr. heute noch nehmen muss.
Eine Gesprächstherapie hatte ich auch erst abglehnt, da die Bereitschaft, Tabletten als Hilfe anzunehmen, für mich schon sehr schwer war. Und dann auch noch einen Therapeuten?! Für mich war das alles schlimm, da ich damals mich ua. als Alleinkämpfer gesehen habe, der keine fremde Hilfe braucht.... Dass das nicht sehr clever war, hat meine Zwangseinweisung in die Psychartrie für eine stationäre Psychotherapie ohne Ausgang exakt drei Tage vor Weihnachten gezeigt.
Nach vielen Wochen folgte dann eine teilstationäre Psychotherapie, bei der ich dann wenigstens abends und über Nacht zu Hause sein durfte.
Kaum war die abgeschlossen, wurde mir die bereits im Sommer letzten Jahres beantragte Reha-Maßnahme genehmigt, die ich dann umgehend angetreten habe und aus der ich gerade eine gute Woche zurück bin.
Alles in allem war das ein sehr langer Weg.
Mir geht es heute so gut, dass ich mit einer Wiedereingliedung in das Arbeitsleben beginnen kann. 2 Stunden tägl. darf ich arbeiten, erst einmal für die nächsten 2 Monate, dann drei etc..
Ich sehe es heute defintiv so, dass mir sicherlich einiges erspart geblieben wäre, wen ich früher um Hilfe gebeten hätte. Wenn mir klar gewesen wäre, dass das Gefühlchaos kein Anzeichen für Schwäche oder Versagen ist. Und so vieles mehr. Ich kann heute mein neues Leben spüren, empfinde tatsächlich Lebensfreude und nehme Dinge bewusster war. Letztes ist allerdings erst vor c. 4 Wochen eingetreten und kam einfach über Nacht. Als ob jemand einen Schalter umgelegt hätte. Wie auch immer, ich bin sehr froh darüber.
Natürlich gibt es noch Dinge, Situation etc, bei denen ich wieder drohe, leicht abzurutschen, doch heute habe ich Hilfsmittel, Methoden an der Hand, um das aktiv zu verhindern. Zudem bin ich weiterhin in ambulanter Psychotherapie.
Mein Fazit und Tipp für Betroffene: Rechtzeitig um Hilfe bitten und annehmen und gemeinsam gestärkt gegen das schwarze Loch vorgehen.
Ich wünsche Euch Kraft und Zuversicht und ganz viel Freude!
Herzlichst Kat
-
Hallo Kat,
Danke für dein Statement!
Es ist sehr schön, dass du das mal "auf den Punkt bringst"! Denn viele überschätzen sich & ihre Stärke einfach. Sie wollen sich partout nicht eingestehen, dass sie zwar wollen, aber (noch) nicht können!
Da ist es wirklich angebracht, sich professionelle Hilfe zu holen und vor allem anzunehmen!
Wie du schon völlig richtig gesagt hast: "Ich sehe es heute definitiv so, dass mir sicherlich einiges erspart geblieben wäre, wenn ich früher um Hilfe gebeten hätte."
Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg, bei der Wiedereingliedung!
Des weiteren wünsche ich dir & euch allen, alles Gute & viel Kraft! Vor allen Dingen, dass ihr ganz "ehrlich" zu euch selbst seid und "mit offenen Augen & Ohren, ganz hellhörig, in euch hinein blickt & hinein hört"!
LG Jens B
-
Hallo Kat,
so wie Du Deine Situation schilderst, stand die Uhr tatsächlich auf 5 vor 12, vor dem großen Knall!
Ich kann mir vorstellen, dass diese Zwangseinweisung in die Psychatrie und die dortige Unterbringung zunächst wiederum einen Schock ausgelöst haben. Jedenfalls schilderte mir das eine Patientin im Wartezimmer meines Neurologen. Aber offensichtlich war es der einzige Weg, Dich vor Schlimmeren zu bewahren. Dass Du verständnisvolle Psychotherapeuten angetroffen hast, ist so selbstverständlich nicht. aber natürlich wunderbar. Du hast also zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Menschen getroffen, die wussten, was zu tun ist. Eine Psychotherapie ist hart - Du hast die Chance genutzt und bist gestärkt hervor gegangen. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du ab jetzt in der seelischen Balance bleibst und während der Wiedereingliederung ebenfalls Unterstützung findest sowie Vorgesetzte und Kollegen mit Verständnis.
Alles erdenklich Gute und vielen Dank für diesen sehr persönlichen, ehrlichen Beitrag!
Bluebird
-
muss hier auch was dazu sagen
bin ja im grunde genommen sehr positiv musste mir aber in den letzten 4 wochen eingestehen doch nicht stark zu sein und ich habe mir schon hilfe geholt und die gibts bei uns reichlich....
ix mit antidepressiva brauch ich ned
habe regelmäige gespräche bei der krebshilfe- die sind gaaanz toll
und seit ner woche zusätzlich nun ne therapeutin die ausschlisslich mit krebskranken arbeitet- da fühl ich mich gut aufgehoben
es ist ja nur so dass man ne andre blickweise ( input von aussen bekommt und um die dinge wie sie sind zu akzeptieren.
ich weiss jetzt dass das leben anders weitergeht und ich arbeite dran- nie aufgeben ist das motto! und die guten dinge die einem widerfahren annehmen und auf irgendeine weise wieder zurückzugeben... :)
it`s my life- now or never.... so leb ich grad ;D
-
Hallo Enola,
richtig so, dass du Hilfe geholt und auch angenommen hast!
Es beweist die wahre Stärke, wenn man selbstkritisch bzw. auch total realistisch zu sich selbst ist! Denn nur das bringt einen weiter & sicher ans Ziel!
Dafür wünsche ich dir auch weiterhin viel Kraft & alles Gute, sowie weitere gute Gespräche mit der Krebshilfe und viel Erfolg bei der Therapie. Alles Gute!
LG Jens B
PS: Dein Motto: "nie aufgeben ist das motto" finde ich großartig!