HirnTumor Diskussionsforum
Hirntumorarten => Meningeom / Meningiom => Nach der OP => Thema gestartet von: Jo am 30. November 2007, 18:50:02
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Hallo,
Marvelon enthält Gestagen.
Bei Meningeomen wird ein Zusammenhang von Wachstum und Gestagengabe vermutet.
Ein gut informierter Arzt hätte wohl vorsichtiger reagiert.
Es gibt hier einiges zum Hormonthema zu lesen.
Jeder muss seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.
Ich vermeide künstliche Hormonzufuhr und verzicht auch auf pflanzliche Mittel.
Gruß, Jo
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Bei Meningeomen wird ein Zusammenhang von Wachstum und Gestagengabe vermutet.
Ich glaube, das ist schon mehr als eine Vermutung, wenn publiziert wurde, daß es eine ABSOLUTE KONTRAINDIKATION gibt von Gestagen bei Meningeom.
Siehe
http://www.mc600.de/forum/index.php?board=39;action=display;threadid=115
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Vielen Dank für eure Antworten.
Gerade heute waren meine Mutter und ich beim Hausarzt und da habe ich die Frage mit der Antibaby-Pille auch gestellt. Sie bestätigte mir die Aussage des Neurochirurgen. Weiterhin meinte sie, daß das Absetzen der Pille in diesem Zusand (so kurz nach der OP) die Hormone durcheinander bringen würde und den Gemütszustand meiner Mutter negativ beeinflussen würde.
Viele Grüße an alle.
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Diese Gutgläubigkeit.
Weder Hausarzt noch Neurochirurg haben eine große Ahnung von dem, was sie da erzählen. Und fundiert sind ihre Äußerungen erst recht nicht.
Ein Hausarzt sieht - statistisch - in seinem ganzen Berufsleben EINEN Hirntumorpatienten. Der durchnittliche Feld-Wald-und-Wiesen-Mediziner (= medicus communis) weiß weniger über Meningeome als Jo und Ciconia je einzeln. Punkt.
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Danke, Ulrich ;).
Ich darf dazu Prof. Samii zitieren aus meinem Arztgespräch:
"Vorsicht bei Hormongaben jeder Art bei Meningeompatienten"
Und auch Frauenärzte an UNI-Kliniken wissen da anscheinend oft mehr als Neurochirurgen, die wohl meisterlich ihr Handwerk verstehen und auch als die Hausärzte, die zu wenig Patienten mit der Diagnose kennenlernen.
Ich traf eine junge Patientin (damals 23 Jahre alt) mit Meningeom Grad III bei der Reha. Ihr wurde von den Frauenärzten der Uni Würzburg sofort nach der Reha eine Sterilisation empfohlen-um ihr die Einnahme der Pille und auch eine Schwangerschaft (auch hier wirken ja verstärkt die Frauenhormone) zu ersparen.
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Hab hier mal ne Frage
Meine Tochter verhütet seit 3 Jahren mit Implantat unter der Haut.
Es steht ein Wechsel des Implantats im Frühjahr an.
Im Anbetracht der Gefahr und Vorbelastung der Mutter,trägt sie sich mit dem Gedanken des Wechsels der Dauer-Verhütungsmethode obwohl sie das Implantat bisjetzt sehr gut vertug.
So weit ich weis,ist un der Spirale ja auch ein Hormonreservoir eingebaut,das kontinuierlich Hormone während der Liegezeit abgibt.
Hat hier jemand Erfahrungen damit?
Wie hoch ist hier die Gefahr gegenüber der Pille?
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Hallo fips,
Hormone sind Hormone und bleiben es auch, egal, wie verabreicht. Selbst vor den sog. Phytohormonen (den pflanzlichen) wird vielerorts gewarnt, die ja oft im Klimakterium verabreicht werden. Soweit ich mitbekommen habe, ist aber Deine Tochter nicht von Meningiomen betroffen und es gab/gibt ja auch einen Tread über die Vererbbarkeit. Auch ich habe in meiner Uni - habe 2 Töchter - danach gefragt und es wurde zurückgewiesen !?
In der heutigen Zeit reicht ja die Pille o.ä. sowieso nicht mehr aus, da man sich ja auch noch vor anderen Krankheiten schützen muß und wir sind reich an Möglichkeiten, das anders zu lösen.....
Liebe Grüße
Bri
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Danke Bri für die Antwort.
Dann wird sie wohl dabei bleiben können.
Die andren Methoden kann sie getrost,so weit ich das beurteilen kann da ich ihr ja nicht immer auf den Absätzen stehe ;D ,vergessen,da sie seit Jahren einen feste Beziehung hat und zusammen leben.
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Ein Thema, das ich auch mit meinen beiden Töchtern habe (18 und 22). Momentan sind wir für die Kombination von Persona-Computer (Temperaturmethode+Ausrechnen) und Kondomen. Da ist man fast so sicher wie mit der Pille. Allerdings auch teurer und mit etwas Selbstdisziplin verbunden.
Weiß nicht, ob das übertrieben ist. Aber bei meiner Vorgeschichte möchte ich mich nicht auf die Aussagen der Ärzte verlassen. Wäre schlimm, wenn meine Töchter auch M. bekämen. Da will man ja alles ausschließen, was irgendwie sowas fördern könnte.
LG
Ciconia
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Hallo Fips,
ich weiß noch von einer Möglichkeit, ohne Hormone zu verhüten. Es gibt eine flexible Spirale, "Kupferkette" genannt, die lediglich Kupferionen abgibt und ohne Hormone auskommt.
Im Netz findest du dazu zahlreiche Informationen. Es gibt auch ein "Kupferkettenforum".
Eine Spirale könnte dann schwierig werden, wenn Entzündungen auftreten. Wenn einen Frau noch keine Kinder geboren hat, könnte das zum Problem werden. Ich hatte viele Jahre eine Spirale, allerdings auch Hormonspirale, und war sehr zufrieden damit und hatte nie Probleme.
Ich würde auch gern vermeiden, dass meine Töchter (17 und 14) dauerhaft Hormone nehmen.
Verhütung ist im Moment nicht notwendig, aber beide haben mit Unregelmäßigkeiten der Regel arg zu kämpfen. Wir wechseln gerade den Gynäkologen und ich bin gespannt, ob die neue Ärztin andere Wege vorschlagen kann als die "Hormonkeule".
Ich selbst nehme keine Hormone mehr.
LG
disa
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Hallo an alle,
vielen lieben Dank für eure Antworten. Diese waren sehr hilfreich. Meine Mutter hat nun die Pille abgesetzt.
Leider muß ich euch über folgendes berichten. Bei der MRT Kontrolle im Januar wurden nun wieder 2 Meningeome festgestellt. Eins ist 3 cm, der andere 1 cm (letzte OP war im November 2007 und es wurde alles entfernt).
D. h. dieses blöde Meningeom wächst wahnsinnig schnell. Der 3 cm große Meningeom ist in der Nähe des linken Sehnervs. Jedenfalls wurde meine Mutter letzten Freitag in Mainz schon operiert. Ging alles wieder ziemlich schnell.
Der Neurochirurg hat gemeint, daß die OP wieder gut verlaufen ist. Der Sehnerv wurde nicht verletzt. Meine Mutter kann gut sehen (keine Doppelbilder) und das Augenlid kann sie auch gut bewegen.
So, nun hat der Neurochirurg bei meiner Mutter im Kopf einen Katheter gesetzt, um eine eventuelle Chemotherapie zu machen. Das soll was ganz neues sein und von einem Prof. in Zürich kommen. Jedoch wie, wann und was muß noch besprochen werden.
Parallel waren wir wieder in HD wegen einer weiteren Bestrahlung. Jedoch ist der dortige Prof. noch der Meinung, daß auch jetzt nicht bestrahlt werden sollte. Sein Argument: er würde immer wieder erst operieren, statt zu bestrahlen, da Bestrahlung mehr Nebenwirkungen haben. Weiterhin ist sein Argument: man kann nicht wissen, wo die Meningeome noch hinwachsen, wenn sie z. B. im Kleinhirn oder in einem Bereich, wo sie nicht mehr operiert werden können wachsen, dann kann die Bestrahlung evtl. helfen.
Weiterhin hält er von der Katheter Lösung nicht sehr viel und würde dies nicht empfehlen.
Meine Mutter geht es den Umständen gut. Sie kann reden, erinnert sich an alles.
Nun wissen wir natürlich selbst nicht, was das richtige ist. Im Internet habe ich über diese neue Chemotherapie bei Meningeom nichts gefunden. Bin noch dabei zu schauen.
Wäre schön, wenn ihr vielleicht hierzu etwas sagen könntet.
Vielen Dank im voraus für Eure Hilfestellung.
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Hallo,
schau mal hier,Antwort 6:
http://www.mc600.de/forum/index.php?board=39;action=display;threadid=900 (http://www.mc600.de/forum/index.php?board=39;action=display;threadid=900)
Vielleicht handelt es sich um Irinotecan. Das ist aber nicht wirklich neu.
Es sollte herauszufinden sein, welche Substanz mit dem schon gesetzten Katheter denn verabreicht werden soll.
Oder versuch den Namen des Prof. aus Zürich herauszufinden, dann kann man nach Veröffentlichungen suchen.
Viel Glück für deine Mutter.
Gruß Jo
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Danke für deine Antwort Jo. Auf euch ist immer Verlass, das tröstet wenigstens ein bißchen.
Also, der Neurochirurg in Mainz sagte uns, daß es sich hier um Herrn Prof. Michael Weller handelt, der jetzt in Zürich tätig ist. Früher war er in der Uni in Tübingen. Er hat auch den Krebspreis 2007 gewonnen. Was ich im Internet gelesen habe, handelt eher über Methoden für Gliome und nicht für Meningeome.
Werde nächste Woche in Mainz hierzu mehr erfahren.
Danke im voraus für jede Antwort.
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Hallo,
hier findest du seine Dissertationen.
http://www.hih-tuebingen.de/an/research0/neuro-onkologie/dud0/ (http://www.hih-tuebingen.de/an/research0/neuro-onkologie/dud0/)
Speziell zu Meningeomen hab ich nichts gesehen, aber es mag gut sein, dass bei einer Grad 3 Histologie ähnlich wie bei Gliomen vorgegangen wird.
Gruß, Jo
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Danke Jo.
Wie ich auch lesen konnte, handelt sich hier um Gliome. Ob bei Grad III die gleiche Methode verwendet werden kann, muß ich mal den Arzt fragen.
Jedenfalls war ich heute im Krankenhaus. Meiner Mutter geht es soweit gut. MRT wird am nächsten Montag gemacht. Prof. Weller hat noch nicht geantwortet, hat der Neurochirurg gesagt. D. h. also abwarten.
Aus dem Bauchgefühl heraus, ist mir die Katheterlösung nicht geheuer.
Der Bestrahlungsarzt in Worms (wo meine Mutter die letzte Bestrahlung durchgeführt wurde), würde evtl. eine Bestrahlung durchführen, auch wenn Heidelberg erst abwarten würde.
Irgendwie wissen wir nicht, was wir machen sollen ??? ???
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Meine Mutter ist nun wieder zu Hause. Es geht ihr den Umständen gut. Keine Ausfallerscheinungen, nur ein bißchen Schwindel.
Nun müssen wir uns entscheiden, welche Therapie für meine Mutter besser wäre. Wir haben uns für die Katheterlösung mit Chemotherapie (Carboplatin und VP-16) nicht entschieden.
HD möchte nochmal den aktuellen Arztbericht und Laborbericht sehen. Danach wird entschieden, ob die Tomotherapie gemacht wird oder nicht. Nach der 5. OP hoffe ich, dass Heidelberg uns nicht wieder enttäuscht, da Meningeome Grad III bekannterweise schnell wachsen. OP November 2007, aktuelle OP Janura 2008!!!
Falls uns Heidelberg enttäuscht, was ich vermute, möchte ich es in Essen versuchen, da diese auch so ein Gerät haben.
Eine weitere Lösung wäre eine Bestrahlung in Worms, wo meine Mutter 2007 bereits bestrahlt wurde. Jedoch sind bei einer "normalen" Bestrahlung die Nebenwirkungen höher als bei der Tomotherapie.
Man ist so hilflos!!! Ich möchte für meine Mutter, die noch so jung ist (53 Jahre), eine Therapiemöglichkeit mit langfristigen Erfolg. Jedoch kann uns keiner so recht sagen, welche es ist. Bis jetzt sind die Tumore in der linken Gehirnhälfte gewachsen.
Zusammenfassend möchte ich euch allen Mut machen. Meine Mutter geht es den Umständen entsprechend, weil sie eine sehr starke Frau ist, positiv denkt soweit es geht und weil ihr ihre Famile beisteht.
Ich wünsche euch allen viel Kraft und Lebensfreude und habe großen Respekt.
Viele Grüße an alle
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Über anaplastische Meningeome gibt es hier Beiträge: http://www.mc600.de/forum/index.php?board=39;action=display;threadid=900
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Hallo an alle,
melde mich mal wieder zurück, um euch Neues zu berichten. Meine Mutter hat im Mai 2008 die Tomotherapie in Heidelberg abgeschlossen. Die Therapie hat sie sehr gut vertragen und hatte außer Schwindel keine Nebenwirkungen.
Vor 2 Wochen hatte sie die MRT Kontrolle (letzte OP im Feb. 2008). Der Schock: wieder sind drei nachgewachsen zwar nicht im Bereich wo bestrahlt wurde, aber dennoch!!!
Nun wurde sie wieder in Mainz operiert. Die OP ist gut verlaufen. Die Schädeldecke ist verdickt. Der Neurochirurg hat gemeint,dass dies ein Anzeichen auf ein weiteres Wachsen ist. Man muss also nun sofort etwas machen. Er schlägt wie letztes Mal die Chemotherapie mit der Katherderlösung am Kopf vor (Dr. WEller - Zürich).
Jedoch sind hierzu nicht viele Berichte zu finden. Nach der 6. OP innerhalb von 2 Jahren wissen wir nicht, was wir machen sollen...
Wer kann hierzu etwas sagen???
Vielen Dank.
Roro
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Weller - Zürich war früher in Tübingen (wenn ich mich nicht ganz furchtbar täusche). Über Weller - Tübingen haben wir einiges im Forum (wenn mein Gedächtnis mich nicht trügt).
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Hallo Roro,
vielleicht ist die Therapie nach Prof. Dr. Weller eine Chance? Die anderen Behandlungen haben ja leider wenig Erfolg gezeigt. Vielleicht entscheidet Ihr Euch für diese Möglichkeit, bevor es heißt "austherapiert "?
Deine Mutter gehört leider zu den sehr seltenen Patienten mit hochgradigen Meningeomen.
Gruß
Bluebird
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Vielen Dank für Eure Antworten.
Wir müssen dies halt abwägen. Eine andere Adresse ist Prof. Wick in Heidelberg. Da haben wir am kommenden Mittwoch einen Termin.
Parallel möchte ich mich in Udine Italien informieren. Da habe ich auch eine sehr gute Adresse bekommen.
Meiner Mutter geht es den Umständen entsprechend nach der 6. OP. Sie ist ganz schön mitgenommen und verwechselt die Wörter. Trinken möchte sie auch nicht viel.
Sobald es etwas Neues gibt, werde ich euch es mitteilen.
Liebe Grüße an alle
Roro75
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Hallo,
Heidelberg ist ebenfalls eine ausgezeichnete Adresse wenn es um innovative Behandlungsmöglichkeiten geht. Ist abzuwägen, ob Deine Mutter dafür in Frage kommt.
Hoffen wir es mal.
Gruß
Bluebird
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In einer Zeitschrift habe ich gelesen, dass es neue Therapien gibt, die jedoch im Rahmen einer Studie durchgeführt werden können.
Es geht hierbei um die Nano-Krebs-Therapie. Dabei werden Nanopartikel aus Eisenoxid in den Tumor gespritzt. Ein Wechselmagnetfeld bringt die Eisenspäne zum Schwingen. Die Zellen werden dabei aufgewärmt (41 - 45°C), wodurch sie für Strahlen-/Chemotherapie sensibler werden, oder bis 70°C wo sie den Hitzetod erreichen.
Studien laufen für Prostatakrebs und Glioblastom. Ich werde mich informieren, ob es auch für Meningiom III gilt.
Weitere Informationen auf www.magforce.com. Hier kann mach sich auch den Film ansehen.
Gruß
Roro75
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Über diese Eisenteilchen-Geschichte diskutieren wir hier schon seit fünf Jahren. Das ist also für die älteren Leser (pardon: die, die schon länger dabei sind) nichts Neues mehr.
http://www.mc600.de/forum/index.php?board=10;action=display;threadid=359
http://www.mc600.de/forum/index.php?board=64;action=display;threadid=2051
http://www.mc600.de/forum/index.php?board=10;action=display;threadid=2471
Ich hab' meine Zweifel, ob das je bei Meningeomen funktioniert, aber bitte: bleibe am Ball...
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Hallo zusammen,
wir haben heute mit dem Arzt gesprochen. Er empfiehlt in 2 bis 3 Wochen eine Chemotherapie anzufangen (Carboplatin und UP 16). Dies wird stationär für 1 Woche in Mainz gemacht und dann in Zyklen nach Gesundheitszustand in 4 bis 6 Wochen nochmal wiederholt.
Nächste Woche bekommen wir Bescheid. Parallel haben wir uns auch in Heidelberg informiert. Mal sehen, ob sie die gleiche Therapie vorschlagen.
Jedoch haben beide gesagt, dass es keine Erfolgsgarantie gibt.
Den Histologiebericht habe ich auch vorliegen. Es waren 3 Meningiome Grad III.
Meine Mutter ist trotz der 6. OP relativ fit. Ihr Glauben hilft ihr dabei so stark zu sein.
Alles Liebe
Roro75
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Hier ein Link zu Carboplatin:
http://de.wikipedia.org/wiki/Carboplatin (http://de.wikipedia.org/wiki/Carboplatin).
Drück deiner Mutter die Daumen, dass es anschlägt!
Aber was genau ist UP16? Kannst du vielleicht einmal den ausführlichen Namen herausfinden. Es ist sehr interessant, wenn M. mit einer Chemo angegangen werden, da bislang noch rel. selten.
LG
Ciconia