HirnTumor Diskussionsforum

Hirntumorarten => Meningeom / Meningiom => Bestrahlung => Thema gestartet von: ar_pepino am 23. Dezember 2009, 14:51:59

Titel: Meningeom - Gamma Knife Behandlung in Krefeld abgeschlossen
Beitrag von: ar_pepino am 23. Dezember 2009, 14:51:59
Hallo zusammen,

ich habe nun meine Gamma Knife Behandlung abgeschlossen. (Meningeom 2 cm) Das Team im Gamma Knife Zentrum war vor der Bestrahlung, als auch während und nachher, mehr als freundlich. Alles wurde ausführlich erklärt. Ich habe die Bestrahlung im Rahmen eines stationären Aufenthaltes im Helios Klinikum durchgeführt.

Die Bestrahlung hat bei mir rund 1 Stunde gedauert und ich habe nichts dabei gemerkt. Es war einfach "relaxing", da im Hintergrund bei der Bestrahlung beruhigende Musik lief.

Das Aufsetzen des stereotaktischen Rahmens tat im Grunde nicht weh, da die vier Befestigungsstellen am Kopf vorab lokal betäubt wurden. Nachdem der Rahmen abgenommen wurde schmerzte es allerdings die ersten 30 Minuten sehr, so dass ich kaum gerade gehen konnte.

An Nebenwirkungen habe ich bislang Kopfschmerzen.

Die Behandlung ist nun erst einmal vorbei und in 6 Monate werde ich zur Nachkontrolle gehen. Allerdings bin ich jetzt in ein großes seelisches Tief gefallen. Klingt mehr als merkwürdig, ist aber so. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen?

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Michael
Titel: Re: Meningeom - Gamma Knife Behandlung in Krefeld abgeschlossen
Beitrag von: Bluebird am 23. Dezember 2009, 16:27:16

Hallo Michael,

es ist gut zu lesen, dass Du die Behandlung als solches gut vertragen hast. Bleibt zu hoffen, dass die Bestrahlung den gewünschten Erfolgt bringt.
Posttraumatische Depressionen wurden im Forum öfters diskutiert, da bist Du nicht auf weiter Flur allein.
Hier einige verlinkte Beiträge:

http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,559.msg1025.html#msg1025


http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,2064.msg11132.html#msg11132

http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,2064.0.html

http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,1523.0.html

Scheue Dich nicht, professionelle Hilfe eines Psychotherapeuten anzunehmen. Die wird einem Hirntumorpatienten in jedem Fall seitens der KK bewilligt.

Ich wünsche Dir zunächst ein erholsames Weihnachtsfest

Viele Grüße
Bluebird



Titel: Re: Meningeom - Gamma Knife Behandlung in Krefeld abgeschlossen
Beitrag von: ar_pepino am 27. Dezember 2009, 16:57:12
Danke dir von ganzem Herzen sehr - wie immer !!!!
Titel: Re: Meningeom - Gamma Knife Behandlung in Krefeld abgeschlossen
Beitrag von: Christine am 04. Januar 2010, 13:28:41
Hallo Michael,

ein seelisches Tief hatte ich nicht, aber es war irgendwie alles ganz komisch, ich kann es gar nicht beschreiben...
Mit der Zeit wurde aber alles wieder normal :-)
Jetzt ist es fast vier Jahre her und ich denke nur mehr sehr selten an mein Meningeom.

Ich würde an deiner Stelle auch prof. Hilfe in Anspruch nehmen, sofern sich die Lage in den nächsten Wochen nicht bessert.

Alles Gute!
LG, Christine
Titel: Re:Meningeom - Gamma Knife Behandlung in Krefeld abgeschlossen
Beitrag von: Spike am 15. März 2010, 14:34:52
Hallo Michael,
ich war auch in Krefeld, habe die selben guten Erfahrungen dort gemacht!
Mich würde es interessieren, wie es dir inzwischen geht.
Meine Behandlung war erst vergangene Woche und ich bin wieder am arbeiten. Die einzigen Beschwerden z.Zt. sind ein Schmerz auf dem Kopf - nicht an den "Bohrstellen" sondern links oben, so als würde mir ständig jemand an den Haaren ziehen, besonders, wenn ich liege, das kann ich nicht gut auf der Seite liegen. Hattest du ähnliches?
Titel: Re:Meningeom - Gamma Knife Behandlung in Krefeld abgeschlossen
Beitrag von: Xelya am 01. Mai 2010, 12:52:15
Hallo Michael,

ich hoffe, du hast dein seelisches Tief überwinden können.

Ich habe mein M im Dez. 2008 in Krefeld behandeln lassen und verstehe gut, was du damit meinst. Vorher hatte ich jahrelang darauf vertraut, dass mein M. wenig oder gar nicht wachsen würde und fühlte mich von meinem Körper "verraten". Dazu kam, dass ich gerne alles unter Kontrolle habe und diese Tumorgeschichte ja nicht unbedingt willentlich kontrollierbar ist. Solange der Tumor nicht wesentlich wuchs, war das egal, aber dass die Behandlung nötig wurde, hat mir sehr deutlich gezeigt, dass ich im Prinzip gar nichts tun oder gar kontrollieren kann und das hat mich ganz schön runtergezogen.

Gelernt habe ich daraus, dass es keinen Unterschied macht, ob ich mir einen Knoten ins Hirn denke :-) oder nicht... nur dass es mir ohne viele Grübeleien, Sorgen und Ängste einfach viel besser geht. Ich hab diese Phase dann genutzt, um mal mein Leben zu überdenken, arbeite wesentlich weniger, lebe relaxter und hab meine Prioritäten in meinem Leben neu gesetzt. Der Tumor ist mittlerweile stark geschrumpft und ich hoffe, er wird auch so bleiben.

Meine Behandlung war erst vergangene Woche und ich bin wieder am arbeiten. Die einzigen Beschwerden z.Zt. sind ein Schmerz auf dem Kopf - nicht an den "Bohrstellen" sondern links oben, so als würde mir ständig jemand an den Haaren ziehen, besonders, wenn ich liege, das kann ich nicht gut auf der Seite liegen. Hattest du ähnliches?
Mir wurden beim "Anbohren" des "Helms" die Gesichtsnerven angebohrt, so dass ca die Hälfte meiner Kopfhaut taub war, aber eben nicht ganz... an manchen Stellen tat es auch weh, als wären noch andere Nerven gereizt. Die Kopfschmerzen können aber auch durch eine vorübergehende Schwellung des Hirns nach der Bestrahlung entstehen, das ist wohl normal und kann auch schnell wieder vorübergehen. Wie geht es dir denn jetzt?

Viele Grüße
Xelya
Titel: Re:Meningeom - Gamma Knife Behandlung in Krefeld abgeschlossen
Beitrag von: Spike am 05. Mai 2010, 12:52:39
Hallo Xelya
nun sind 2 Monate vergangen und ich fühl mich gut.
Die anfäglichen "Schmerzen" auf dem Kopf haben nachgelassen und ich habe
keine Beschwerden.
Bin mal gesapnnt, was das MRT im Sept. aussagt!
Ich weiß nicht mehr bei wem ich eben gelesen habe, das er/sie Schwierigkeiten mit dem Gedächnis hat.- Es komt mir so vor, als hätte ich da ein wenig Schwierikeiten. Bisher tue ich das immer damit ab, das Frau halt so viel im Kopf hat. Und das Alter spielt ja sicher auch eine Rolle. Ich werde dies zwar weiter beobachten, aber mir deshalb nicht den Kopf zerbrechen. Ich denke, dass man nach solch einer Diagnose immer viel merh in sich hinneinhorcht, als unter "normalen" Umständen. Das soll allerdings nicht heißen, dass er/sie da nicht konkrete Probleme hat. Bitte nicht falsch verstehen.
lg. Spike