HirnTumor Diskussionsforum

Hirntumorarten => Meningeom / Meningiom => Bestrahlung => Thema gestartet von: Bluebird am 24. März 2010, 20:14:23

Titel: Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Bluebird am 24. März 2010, 20:14:23


Zitat
..........Hochpräzise Strahlentherapie
Eine Möglichkeit, Tumoren nicht-invasiv zu entfernen, ist die stereotaktische Radiochirurgie, bei der mehrere, geometrisch exakt festgelegte Einzelstrahlen verabreicht werden. Ihre medizinische Wirksamkeit vergleicht der Bericht mit der der Mikrochirurgie. Speziell bei den langsam wachsenden Meningeomen kann auch eine stereotaktische fraktionierte Strahlentherapie sinnvoll sein: Die erforderliche Gesamtdosis wird dabei, anders als bei der Radiochirurgie, nicht auf einmal verabreicht, sondern fraktioniert (aufgeteilt) auf mehrere Behandlungen geringerer Stärke. Die einzelnen Bestrahlungen addieren sich dann zur Gesamtdosis.




Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen (http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/tumorlage_bestimmt_meningeom_behandlung_151432.html)


Bluebird
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Jens B am 25. März 2010, 08:31:19
Hallo Allerseits!

@ Bluebird:
Danke für den interessanten Link!
Endlich kann ich mal bisschen mehr über diese Bestrahlungsform erfahren!
Bei mir wurde nämlich auch eine stereotaktische fraktionierte Strahlentherapie vorgenommen.
Diese geschah in 27 Sitzungen. Im Zeitraum vom 16.10.2003 – 04.12.2003 und wurde ambulant durchgeführt.
Das es ambulant durchgeführt wurde, empfand ich als sehr angenehm und als großen Vorteil!!!
Zuvor wurde eine Art Gesichtsmaske mit einem Bisskeil angefertigt, um die Bestrahlung absolut exakt durchzuführen. Natürlich war ich jedes mal sehr aufgeregt. Aber ganz besonders beim 1. mal! Wie ihr euch ja sicherlich denken könnt.
Mein größtes Bedenken war, dass ich mich nicht Räuspern könnte, oder gar Niesen muss! Denn alles kann man unterdrücken, aber das Niesen nicht!
Weil der Bisskeil im Mund gewissermaßen "fixiert" wurde, hätte ich ja in diesem Falle meine Zähne beschädigt. Aber zum Glück musste ich nicht Niesen.
Vor dem Beginn mit der Bestrahlung wies ich mehrmals ängstlich auf DAS große Bedenken hin.
Die Ärzte und Schwestern konnten sich das Schmunzeln nicht unterdrücken. Sie meinten: "Da wären sie der erste Herr Bade, der bei dieser Behandlung Niesen müsste!" Ich war etwas beruhigt und meinte: "Es muss ja schließlich immer einen 1. geben!"  ;D
Im Vorgespräch klärte man mich also genauestens auf und betonte ausdrücklich, das man ganz ruhig liegen muss. Was ja eigentlich logisch ist! Daher auch meine Besorgnis mit dem Niesen ...  ;)
Es war eine Gesamtdosis von 54 Gy (100 % Isodose) und entsprach einer Einzeldosis von 2 Gy, die bei mir angewendet wurde.
Mit der Bestrahlung wollte man versuchen, auch noch den Rest des Tumors – der durch die 2 Operationen nicht vollständig entfernt werden konnte – zu beseitigen. Leider nur ein Teilerfolg. (Ich berichtete schon in Krankengeschichten: http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,2909.0.html)

LG Jens B

PS: Lacht nicht zu laut wegen meinem "Niesbericht!" Ich hör das!  ;D
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Bluebird am 25. März 2010, 09:14:53


Hallo Jens B.,

auf mich wirken Deine Bedenken  wegen des Niesens nicht lächerlich. (Ich befürchte jedes Mal in der MRT-Röhre mit meinen langen Haaren folgenschwer hängen zu bleiben). Mir verursachen zudem mögliche Folgen der Bestrahlung größere Sorgen, Aber offensichtlich ist die stereotaktisch-fraktionelle Bestrahlung für den Patienten mit weniger Belastung verbunden.

Der Bericht beweist aber einmal mehr, dass viele Fragen offen sind hinsichtlich der Therapie von Meningeomen. Hoffe, dass die weiteren Studienergebnisse zum Wohle der Betroffenen ausfallen und nicht nur Ergebnis einer Kosten-Nutzen-Analyse sein werden.

LG
Bluebird
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Jens B am 25. März 2010, 15:48:23
Hallo Bluebird!

Hm, mögliche Folgen (Vor allem Spätfolgen!) nach einer Bestrahlung machen mich auch nachdenklich, skeptisch und besorgt!
Deine Worte: "Aber offensichtlich ist die stereotaktisch-fraktionelle Bestrahlung für den Patienten mit weniger Belastung verbunden." kann ich für mich nur bestätigen!
Denn, bei der stereotaktisch fraktionierten Bestrahlung hatte ich keinerlei Nebenwirkungen! Nicht einmal der vorhergesagte Haarausfall trat ein. Sondern lediglich Appetitlosigkeit und erhöhtes Schlafbedürfnis. Ich hatte es also sehr gut vertragen!
Ja es wäre schon bitter, wenn es nur eine reine Kosten-Nutzen-Analyse wäre!
Hoffen wir also, dass dieser Effekt ausbleibt & dies nicht (nur) der wahre Hintergrund ist!
Wie heißt es so schön? "Im Sinne der Gesundheit, zum Wohl des Menschen und zum Dienst der Medizin & Forschung..."  ;)

LG Jens B
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: mmolina am 25. März 2010, 16:00:37
Hallo Bluebird, Hallo Jens,

seid mal herzlichst von mir gegrüsst nach längerer Abwesenheit hier im Forum.
Ich hab mich eigentlich schon immer gefragt wann überhaupt eine Bestrahlung in Frage kommt.
Ich hab ja noch einen Resttumor-Meningeom von ca. 2.3 cm, aber eine Bestrahlung trifft wohl
bei mir nicht zu. Ich denk mal es hat was mit der Lage des Tumors zu tun. (KeilbeinfLügel).
Da lieg ich wahrscheinlich ganz richtig was!!

Liebe Grüsse
mmolina
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Spike am 25. März 2010, 16:16:00
Hallo mmolina,
ich hatte am 09.03.2010 eine Gamma-Knife Bestrahlung meines
Keilbeinflügel-Menningeoms. Es hat eine Größe von ca.1,8 cm x 0,6
Das Volumen hab ich gerade vergessen.
Ich war in Kefeld und da sagte man mir Menningeome bis zu einer GRöße von max.3 cm könnten bestrahlt werden. Klar nach Rücksprache wegen der Lage
ect. Ich frage mich, warum ich hier so viel über OP´s lese, aber kaum Leute fne, die auch eine Gamma-Knife Bestrahlung hatten.
Ich empfand das als kaum belastend und die Nachwirkungen waren minimal.
In 1/2 Jahr muß ich zur MRT-Kontrolle um zu schauen, wie das M. sich entwickelt hat. bzw. ob es aufgehört hat zu wachsen.
klar, mit dieser Methode "verschwindet" das M. nicht, aber es soll aufhören zu wachsen und im optimalen Falle schrumpfen.
Infortmieren denn die meisten Neurochirurgen nicht über diese Alternative??
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Jens B am 25. März 2010, 16:33:53
Hallo liebe Mmolina!

Sehr schön, wieder von dir zu lesen!!!  8)
Aber sag schnell, wie geht es dir? (Du kannst mich auch gerne per PN oder Mail kontaktieren!)
Du fragst warum eine Bestrahlung gemacht wird? M.M.n. ist es angedacht, wenn a) noch ein Resttumor vorhanden ist und dieser aus Risikogründen nicht operativ entfernt werden kann und b) wenn sich der Tumor ansich in ungünstiger Lage befindet!

LG Jens B
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Jens B am 25. März 2010, 16:53:08
Hallo Spike!

Deine Frage: "Ich frage mich, warum ich hier so viel über OP´s lese, aber kaum Leute finde, die auch eine Gamma-Knife Bestrahlung hatten."
Dazu würde ich einfach mal frech das Thema Kostenfaktor einbringen …
Zumal eine Operation auch aufwendiger, komplizierter ist und sie ganz wesentlich mehr Risiken und Nebenwirkungen birgt, sowie etwaige Einschränkungen des Patienten mit sich bringen kann, so denke ich!
Diese Faktoren stellen mir auch dieselbe Frage wie dir!  ??? 

Gruß Jens B
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: mmolina am 25. März 2010, 20:08:43
Hallo Spike,

vielen Dank für die Erinnerung, das die Grösse eine Rolle spielt. Mein Resttumor ist 32 x 25 x 22 mm, also zu gross für die Bestrahlung.
Hatte das plötzlich einfach ganz vergessen so unglaublich das auch klingen mag.

LG
mmolina
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: mmolina am 25. März 2010, 20:14:10
Hallo Lieber Jens,
danke der Nachfrage, mir geht es soweit so gut, nur eben manchmal ein wenig vergesslich, wie Du aus meiner Antwort an Spike entnehmen kannst. Hab den Kopf eben "wie ein Sieb", sagt man doch so ja!
Werde Dich per PN kontaktieren.

Bis Bald
LG
mmolina
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Jens B am 25. März 2010, 20:34:21
Hallo liebe Mmolina,

Dankeschön für die Antwort!
Ja, man sagt: "Man hat einen Kopf wie ein Sieb!" und meint damit die Vergesslichkeit.  ;)
Vergesslichkeit … damit bin ich auch mal mehr, mal weniger stark geplagt. Aber solange man nicht "seinen Kopf vergisst"!  ;D  Dies ist nämlich auch eine Redewendung bei uns.
Bin schon gespannt und sehr neugierig auf deine PN und freue mich "riiiesig"!!! Liebe Grüße eilen nach Spanien!

LG Jens B
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: mmolina am 25. März 2010, 20:41:32
Halli Hallo

dann schau doch einfach mal in Deiner Post.

Buenas Noches
mmolina
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Jens B am 25. März 2010, 20:49:06
Guten Abend liebe Mmolina!

Mache ich sofort!  8)
Ebenfalls Buenas Noches.

LG Jens B
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Spike am 26. März 2010, 08:34:27
Hallo Jens B,
tja  Kosten hin oder her, mir wurde nach dem MRT Befund auch nur gesagt, ich solle mich an einen Neurochirurgen wenden. Zum Glück hat mein Partner erstmal im Internet gesurft und ist da auf Gamma-Knife gestoßen.
Ich habe mir dann in Krefeld einen Termin geholt und -zack hab ich mich dafür entschieden. Klar die Krankenkasse muß da mitspielen!! bzw. zahlen!

Ich denke, dass die meisten M.-Patienten gar nicht über diese Form der Behandlungsmöglichkeit informiert sind ?!?.
Ich habe diese Forum ja auch erst nach meiner Bestrahlung gefunden bzw. gesucht.
Was ich hier vermisse oder evtl noch nicht gefunden habe ( oder zuwenig  :(), sind Berichte von Leuten die auch einmalige Gamma-Knife Bestrahlung hatten und über ihre Erfahrungen bzgl. evtl. Neben-und Nachwirkungen berichten
schönes WE und lieber Gruß
Spike
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: fips2 am 26. März 2010, 08:40:57
Hallo Spike
Guckstdu
Hier: http://www.hirntumor.de/forum/index.php/board,90.0.html
Und hier: http://www.hirntumor.de/forum/index.php/board,7.0.html
Und auch noch da: http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,5072.0.html


Gruß und igB
Fips2
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Bea-RZ am 27. März 2010, 13:54:47
Hallo Spike,

bei mir wurde im Dez. 07 ein Meningeomrest mit Gamma Knife bestrahlt. Am Donnerstag war ich mal wieder zur Nachkontrolle und das Tumorvolumen ist von 8,8cm3 vor der Bestrahlung auf nun mittlerweile 5,2 cm3 geschrumpft. Das ist die gute Nachricht.
Momentan habe ich große Probleme mit meinem Gedächtnis und meiner Konzentration, vielleicht bild ich mir das auch nur ein, da ich weiß, das der Tumor ein Stück meines Gegirns das für das "verbale Gedächtnis" zuständig ist zerdrückt hat. Wie gesagt ich merke das ich Sachen die mir jemand erzählt hat einfach nicht in meinem Speicher sind und die Erinnerung daran kommt auch nicht wieder wenn mir das gleiche nochmal erzählt.  Aus diesem Grund habe ich jetzt auch eine Reha beantragt. in der Hoffnung das ich durch diverse Gedächtnis Test am Ende weiß bin ich im normalbereich oder nicht.
Laut Aussage des Artztes kann das aber keine Nebenwirkung der Bestrahlung sein.

Ich hab da noch eine Frage an alle, bei dem neuen MRT konnte man deutlich sehen, dass mein Gehirn jetzt kleiner ist als vor der Bestrahlung (den Fachausdruck dafür hab ich natürlich vergessen ???). Die Ursache dafür soll jetzt bei uns in der Uni untersucht werden. Allerdings kann ich mir da erst einen Termin holen wenn der Artzbrief bei mir angekommen ist. Hat vielleicht jemand von euch schon mal von so was gehört?
Sorry wenn meiin Text ein bischen schwierig zu lesen ist.

liebe Grüße Bea
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Bluebird am 27. März 2010, 14:18:37
Hallo Bea-RZ,

es ist ja ein toller Erfolg, dass der Tumor geschrumpft ist.

Dein Hirn ist kleiner geworden? In welchem Zeitraum? Hast Du davon etwas gespürt?
Wenn ich z.B. in der Google-Suchmaschine "Hirn schrumpft" eingebe, erscheinen seitenweise Links. Ich gehe aber davon aus, dass keiner der dort angeführten Faktoren auf Dich zutrifft.
Es handelt sich aber nicht um die häufig vorkommende Atrophie (-Gewebeschwund-)?

Nun, wenn selbst in der Uniklinik erforscht werden soll, wie es dazu kam, dann werden wir als Laien sehr wahrscheinlich keine befriedigende Antwort finden.

Halte uns aber bitte auf dem Laufenden.

LG
Bluebird
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Bea-RZ am 27. März 2010, 14:28:16
Hallo Blubird,

doch den Ausdruck leichte atrophie hat er dafür verwendet und noch die Bemerkung hinzugefügt das ich dafür eigentlich noch zu jung bin. Ich habe Dank deinem Fachausdruck mal bei Wikipedia reingeschaut und da steht das man dadurch Einschränkungen in der kognitiven Leistungsfähigkeit bekommen kann und genau das ist momentan ein sehr großes Problem für mich.
Ich Danke dir für deine Info, ich meld mich auf jeden Fall wenn ich etwas neues weiß.

Bea
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Xelya am 01. Mai 2010, 12:41:53
Hallo,

ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte das empfehlen, was Sie selbst tun können. Neurochirurgen, die operieren, empfehlen eine OP, Neurochirurgen, die mit Gamma Knife arbeiten, empfehlen Gamma Knife (soweit die Rahmenbedingungen stimmen).

Mir haben  die Ärzte einheitlich empfohlen, mit einer Behandlung abzuwarten, bis er wächst und damals war mir klar, dass ich mich NIEMALS würde bestrahlen lassen, weil mir das Risiko, in 20 oder 30 Jahren ein zu Matsch bestrahltes Hirn zu haben, zu groß war. Als dann im September 2008 festgestellt wurde, dass mein (quasi symptomloses Keilbeinflügel-M.) sich in 6 Monaten verdoppelt hatte, war mir völlig klar, dass es mir mein derzeitiges Wohlbefinden wichtiger ist als das in 30 Jahren. Ich hab mich mit Gamma Knife behandeln lassen und hab es bislang nicht bereut. Mein Tumor ist um gut 1/3 geschrumpft und ich bin unglaublich erleichtert!

Was die Nebenwirkungen angeht, so gibt es bei GK angeblich keine, mir ging es nach der Behandlung aber trotzdem schlecht, ich hatte die Symptome eines klassischen Strahlenkaters (wurde mir im Nachhinein gesagt) und das einige Monate lang.

Meine Krankenkasse hat einer Kostenübernahme erst nach Androhung von Kündigung meinerseits zugestimmt, es gibt aber mittlerweile Rahmenverträge einzelner KKs mit den GK-Zentren.

Bei einem relativ symptomlosen M. wäre für mich die GK-Bestrahlung für mich immer das Mittel der Wahl, bevor ich mich ohne Not einer Kopf-OP unterziehen würde. Treten bereits Einschränkungen auf, sieht das sicherlich anders auf. Auch die Nebenwirkungen, selbst wenn man so mimosig veranlagt ist, wie ich, sind beim GK sicherlich geringer.

Viele Grüße
Xelya

Hallo Jens B,
tja  Kosten hin oder her, mir wurde nach dem MRT Befund auch nur gesagt, ich solle mich an einen Neurochirurgen wenden. Zum Glück hat mein Partner erstmal im Internet gesurft und ist da auf Gamma-Knife gestoßen.
Ich habe mir dann in Krefeld einen Termin geholt und -zack hab ich mich dafür entschieden. Klar die Krankenkasse muß da mitspielen!! bzw. zahlen!

Ich denke, dass die meisten M.-Patienten gar nicht über diese Form der Behandlungsmöglichkeit informiert sind ?!?.
Ich habe diese Forum ja auch erst nach meiner Bestrahlung gefunden bzw. gesucht.
Was ich hier vermisse oder evtl noch nicht gefunden habe ( oder zuwenig  :(), sind Berichte von Leuten die auch einmalige Gamma-Knife Bestrahlung hatten und über ihre Erfahrungen bzgl. evtl. Neben-und Nachwirkungen berichten
schönes WE und lieber Gruß
Spike

Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Bea-RZ am 03. Mai 2010, 22:27:59
Hallo,

mein Neurologe (zu dem gehe ich seit 3 Monaten)hat sich jetzt die MRT CD von vor der Bestrahlung und von jetzt angesehen und sagte mir, dass er keine Hirnatrophie sehen konnte und mir mein Neurochirurg (Dr. Bundschuh) Mist erzählt hat. Ja und ich sitze jetzt hier und hab keine Ahnung was ich tun soll. Zumal der Neurologe meinen Reha Antrag ausgefüllt hat und daraufhin hat meine RV für mich eine psychosomatische Reha bewilligt. Ich wollte aber eine neurologische Reha in der hauptsächlich kognitive Leistungstest durchgeführt werden, damit ich endlich weiß, in wie weit ich mich noch auf meinen Kopf verlassen kann. Der neurochirurg hat auch in seinem Artzbrief geschrieben, dass eine Neuropsychologische Testung bei mir durchgeführt werden soll nur der Neurologe ist halt der Meinung ich hab meine Krankheit nicht verarbeitet. Meine Psychologin meint übrigens ich bin bei Ihr verkehrt meine Probleme können nicht psychisch sein.
Hat jemand eine Idee, wie ich doch die neurologische Reha bekommen kann? Ach so doe Reha soll in der Hardtwaldklinik in Bad Zwesten sein, kennt das jemand?

liebe Grüße
Bea
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: fips2 am 04. Mai 2010, 08:10:05
Hallo Bea

Du bist jetzt wegen einer falschen Diagnose beim Antrag in einer Zwickmühle, aus der du nicht mehr herauskommst.
Du wirst wohl oder übel die Inkation so annehmen müssen obwohl es offensichtlich ist, dass diese falsch ist.

Ich musste das auch schmerzlich erfahren.
Die Mühlen der deutschen Rentenversicherung Bund sind langsam und unflexibel.
Bei mir wurde der Antrag auf Reha erst auf Bandscheibenprobleme gestellt. Es stellte sich dann heraus, dass meine Beinschmerzen nicht von den Bandscheibe her rührten, sondern eine Gefäßverkalkung der Grund war. Obwohl ich der DRV-Bund Sofort mitteilte, dass meine bereits genemigte Reha von derr Indikation falsch sei und ich in eine Rehaklinik für Gefäßkrankheiten solle, bekamen sie das nicht gebacken. Die neuen Befunde wegen der Arteosklerose hatte ich UMGEHEND ebenfalls an den zuständigen Sachbearbeiter geschickt.
Ich wurde sogar in eine andre Rehaklinik, aber wieder mit falscher Indikation geschickt. Angeblich weil ich die erste abgelehnt hatte, weil ich diese wegen stationärem Krankenhausaufenthalt nicht antreten konnte.
Meine Frau hatte sofort, ich lag ja in der Klinik, nach Bekanntwerden des Krankenhausaufenthalts und neuer Indikation den Sachbearbeiter per Fax informiert.
Ich wurde von der 2. Rehaklinik nach einem Tag wieder nach Hause geschickt wegen der falschen Indikation. Vom Arzt wurde die DRV über die Falschinhikation im Entlassungesbericht informiert und zur überweisung an einen Gefäßklinik geraten.
Der Hammer an der Entlassung war noch. Ich war sofort arbeitsfähig, da ich orthopädisch keine Erkrankung hatte, aber die arbeitsunfähigkeit wegen der Gefäßerkrankung von dieser Klinik nicht bewertet werden durfte.
Man schickt eien patienten in die falsche Klinik und schon ist er genesen. O Wunder.  Derabsolute Hammer.

Jetzt kommts.
Ich habe also wieder beim SB angerufen und gefragt, ob ich kliniken und Rehaort aussuchen dürfte. Wurde bejat. Also 3 potezielle Gefäß-Kliniken ausgesucht und schriftlich beantragt.
Ich bekam zwar eine Reha an einem Wunschort genemigt, aber von den Kliniken die dort ansässig waren wieder an eine orthopädische Klinik. :(
Wieder beiom SB angerufen.
Antwort. "Sie haben jetzt schon zwei Kliniken abgelehnt" Häää ??? "Wenn sie diese Klinik jetzt auch ablehnen bekommen sie lebenslang keine Reha mehr genemigt."

Mein Tipp, nach meinem Verlauf den ich schriftlich belegen kann.

Nimmst zähneknirschend an, ziehs durch und mach das Beste draus. Stelle wieder einen Antrag nach 4 Jahren. Dein behandelnder Arzt in der Klinik wird ebenfalls versuchen, so war es zumindest bei mir, dass man das Maximum für dich herausholt. Die Ärzte wissen genau was das für ein schwerfälliger Verwaltungs-Apparat in Berlin ist und wie wenig man nachträglich noch sinnvoll ändern kann.
Mein Reha-Arzt meinte. Als es noch BfA und LVA war, waren solche Dinge kein Problem.Das wurde unbürokratisch am Telefon geregelt und man hätte mich in die benachbarte Gefäßklinik verlegt. Aber jetzt.....?
Erhol dich einfach während der Zeit, oder versuchs zumindest. Mehr geht halt nicht obwohl es sehr unbefriedigend ist.Pick dir einfach aus der Therapie die Rosinen raus die für dich am ehesten passen.

Bei weiteren Fragen kannst du mich gern per PN kontaktieren

Fips2
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Bluebird am 04. Mai 2010, 08:43:38
Hallo Bea-RZ,

um es klar zu sagen: ich finde es unmöglich, wenn ein Arzt über den anderen behauptet, er habe Quatsch erzählt. Das hat mein langjähriger Neurologe über seinen Urlaubsvertreter auch von sich gegeben, was ihn mir nun nicht vertrauénswürdiger macht.

Der Antrag ist nun genehmigt, und die Klinik auf Deinen Aufenthalt eingerichtet.
Bei der Deutschen Rentenversicherung kurzfristig etwas zu erreichen, halte ich für aussichtslos.

Einzige Chance, um zumindest eine Verzögerung für weitere Verhandlungen/medizinische Berichte einzuholen: die jetzt geplante REHA kommt nicht zustande, weil Du nicht reisefähig bist, z.B. wegen eines massiven Magen-Darmvirus.

Weitere Möglichkeit: zu den Klinikärzten werden Neurologen zählen, die Deine Aufnahmen und Befunde anders bewerten und Dich als Patientin für diese Maßnahme als ungeeignet einstufen.

Ansonsten hörte ich von Leuten, die eine psychosomatische Kur machten, dass dort viele Aktivitäten stattfinden, die sehr hilfreich sind.

LG
Bluebird


P.S.: Mir erging es ähnlich wie fips2 vor einigen Jahren. Ich wollte eine Kur machen wegen orthopädischer Probleme. Bin dann in einem Rehazentrum gelandet, wo hauptächlich Patienten nach hirnchirurgischen Eingriffen therapiert wurden sowie im angrenzenden Gebäude psychosomatisch Erkrankte.
Das hat mich damals sehr runtergezogen...aber alles hat irgendwie einen Sinn...heute bin ich selbst betroffen mit einem Meningeom   :-[
Titel: Re:Tumorlage bestimmt Behandlung bei Meningeomen
Beitrag von: Xelya am 17. Mai 2010, 00:26:30
Hallo Bea,

wenn mir zwei Ärzte so unterschiedliche Sachen erzählen, würde ich dringend weitere Arztmeinungen einholen.... und evtl darüber nachdenken, den Neurologen zu wechseln.
Bei der überwiegenden Zahl von Neurologen habe ich festgestellt, dass sie keinen blassen Schimmer von Hirntumoren haben und dann auftretende Probleme, die für sie nicht erklärbar sind, als psychosomatisch benennen...

Ich weiss nicht, wo du wohnst, aber bei uns in der Uniklinik (Münster) gibt es eine neurologische Tagesklinik, in der alle möglichen neurologischen Untersuchungen (und eben auch neuropsychologische) teilstationär (morgens kommen, 16 Uhr nach Hause) durchgeführt werden. Vielleicht gibt es so etwas auch in deiner Nähe. Einweisung erfolgt durch den Neurologen oder Hausarzt mit Verdachtsdiagnose, wenn du also einen Hausarzt hast, dem du vertraust, kann der das ja übernehmen.

Vielleicht bist du ja auch gerade in der Reha und alles hat sich geklärt, ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute
Liebe Grüße
Xelya



Hallo,

mein Neurologe (zu dem gehe ich seit 3 Monaten)hat sich jetzt die MRT CD von vor der Bestrahlung und von jetzt angesehen und sagte mir, dass er keine Hirnatrophie sehen konnte und mir mein Neurochirurg (Dr. Bundschuh) Mist erzählt hat. Ja und ich sitze jetzt hier und hab keine Ahnung was ich tun soll. Zumal der Neurologe meinen Reha Antrag ausgefüllt hat und daraufhin hat meine RV für mich eine psychosomatische Reha bewilligt. Ich wollte aber eine neurologische Reha in der hauptsächlich kognitive Leistungstest durchgeführt werden, damit ich endlich weiß, in wie weit ich mich noch auf meinen Kopf verlassen kann. Der neurochirurg hat auch in seinem Artzbrief geschrieben, dass eine Neuropsychologische Testung bei mir durchgeführt werden soll nur der Neurologe ist halt der Meinung ich hab meine Krankheit nicht verarbeitet. Meine Psychologin meint übrigens ich bin bei Ihr verkehrt meine Probleme können nicht psychisch sein.
Hat jemand eine Idee, wie ich doch die neurologische Reha bekommen kann? Ach so doe Reha soll in der Hardtwaldklinik in Bad Zwesten sein, kennt das jemand?

liebe Grüße
Bea