HirnTumor Diskussionsforum
Hirntumorarten => Meningeom / Meningiom => Nach der OP => Thema gestartet von: malu2506 am 13. Dezember 2010, 21:30:37
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Hallo,
schon wieder ne neue Frage.
Heute war 11. Tag nach OP.
Der Arzt stürzte ins Zimmer, meine Mutter wollte gerade ihre Suppe essen, sprühte das Pflaster am Kopf ein und entfernte es. Das tat schon mal weh, zumal der Arzt wohl sehr unsensibel war.
Dann wollte er noch die Klammern entfernen.
Er fing an.......bei Klammer 5 hielt es meine Mutter nicht mehr aus und "schoss dem Arzt", so krank und schwach sie gerade ist" fast eine.
Wie bitte schön sollen diese vielen Klammern, das sind ja 50,60 Stück abkommen?
Das kann man doch nicht bei vollem Bewusstsein machen? Dann hat meine Mutter ja auch noch tierische Kopfschmerzen.
Wie war das bei euch?
Der Schnitt geht von Ohr zu Ohr...also echt soooo viele Klammern.
Ich traue mich gar nicht, was uns morgen erwartet.
Wann sind eure Klammern rausgekommen?
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Hab mich mal grade mit meiner Frau unterhalten.
Also in MZ wurde weder genäht noch geklammert. So weit sie noch weis waren nur Klammerpflaster angebracht, sowie die Narbe mit einem Klebstoff verklebt. Der Schnitt verlief vom Scheitel entlang des Haaransatzes bis kurz vorm Ohr.
Sind die Klammern verkrustet?
Dann kann es etwas schmerzhaft sein, wie ich gelesen habe.
Man kann das aber vorher etwas anweichen, bzw. reinigen. Oder die Haut mit Lidocain leicht oberflächlich betäuben. In der Regel sind solche Maßnahmen aber nicht von Nöten.
Zugegeben am Kopf ist wenig Fleisch das nachgeben kann wenn der Arzt oder Pfleger beim Ziehen der Klammern, zwischen Haut und Klammer fahren muss.
Ich habe hier zwar Bilder ergoogelt wie das abläuft mit der Klammerzieherei mittels einen kleinen Biegezange, ähnlich einer Schere. Durch diese "Schere" verbiegt sich die Haut-Klammer so, dass die Krallen auseinander gehen und dann die Haut frei geben. Aber die Bilder wären für Manche vielleicht etwas, abschreckend gewesen, deshalb habe ich auf den Link verzichtet.
Fips2
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Mir tat gleich alles weh :o, als ich Deine Schilderung, Malu, las.
Ich hatte zwar dreimal auch einen solchen Schnitt von Ohr zu Ohr, aber da wurde mit Nahtmaterial genäht, das sich selbst auflöst. Einmal gab es allerdings Probleme mit der Wundheilung auf etwa 5-7cm Länge, da gab es dann schon Schmerzen >:(, und die sind nicht ohne! Die können durchaus zur Übelkeit führen!!
Fips2 hat das ja mit dem Einwachsen beschrieben, das ist so richtig.
Im Übrigen solltest Du die Klinikleitung informieren, wenn eine derartige Maßnahme im Patientenzimmer, während der Mahlzeit und also (doppelt) unsteril durchgeführt wird!! Das ist nicht einfach nur unsensibel!
Dafür gibt es extra Behandlungsräume oder zumindest günstigere Zeiten.
KaSy
( >:( Ich krieg die Schmerzerinnerung gar nicht so schnell los ...)
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Oh Mann,
mir wird es schlecht.....
Das wird noch ein hartes Ding.
Ich muss heute früh gleich ins Krankenhaus, nicht dass die meine Mutter quälen. Die müssen sich etwas einfallen lassen.
Danke Kasy für den Tipp, das werde ich machen. Sind den 11 Tage nach OP zu spät für das Klammerziehen? Es muss meiner Mutter wirklich höllisch weh tun.
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Nein Malu
Klammern können länger drin bleiben wie Fäden.Fäden sind durch die Haut und Narbe gezogen.Deshalb können sie auch fester einwachsen. Klammen greifen lediglich in die oberste Hautschicht. Kunststofffäden verbleiben in der Regel 10-12 Tage postoperativ liegen, je nach Hautzugbelastungen an der jeweilgen Stelle.
Laut Literatur können Hautklammern 15-20 Tage an den Stellen verbleiben.
Vor und Nachteile:
Eine Fadennath ist belastbarer als eine Klammernath. Eine Fadennaht trägt nicht so stark auf wie einen Klammernath, da die Klammern ja etwas erhöht abstehen. Es ergibt sich somit eine bessere/leichtere, sterile Wundversorgung.
Letztendlich entscheidet aber der Chirurg, welche Nathart er für die betreffende Versorgung optimalere hält.
Fips2
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Hallo Malu,
den "Korbhenkelschnitt" - so wird er glaube ich genannt, und über 50 Klammern von einem Ohr zum anderen kenne ich nur zu gut.
Obwohl ich vor dem Entfernen viel Angst hatte, mir wurden vorher vielleicht gerade mal 4 Fäden in meinem Leben gezogen, war es überhaupt nicht schlimm, wirklich!
Der letzte Schutzverband wurde am Tag vorher mit lauwarmen Wasser ganz sanft abgelöst. Ich konnte meinen Kopft über eine Wanne halten, aber sicher gibt es auch andere Möglichkeiten.
Die Klammern wurden dann gaaaaanz behutsam, ich glaube die Schwester hatte noch mehr Sorge als ich, in 2 Etappen gelöst. Also am Tag 1 jede zweite Klammer, damit der Druck auf die Narbe nicht so groß ist. Am Tag 2 dann der Rest. Die Kopfhaut um die Narbe heraum ist ja noch taub. Bis auf ein vereinzeltes Ziepen war bei mir nichts zu spüren.
Ich wünsche deiner Mutter nun, dass es genauso problemlos vonstatten geht!
Liebe Grüße
disa
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Hallo malu2506,
ich hatte zwar auch einen Schnitt von Ohr zu Ohr, allerdings wurde ich genäht. Meine Fäden blieben ziemlich lang drin und wurden dann nur teilweise entfernt, weil an einer Stelle die Wunde nicht zugewachsen war. Die Schwester, die den ersten Faden entfernt hat, war sehr vorsichtig und ging sehr behutsam mit mir um, da habe ich fast nichts gespürt. Den zweiten Faden hat der Professor entfernt, der war etwas "rabiater", es hat also mehr weh getan. Das lag aber vielleicht auch an der gestörten Wundheilung auf der Seite und an dem recht langen Fadenverbleib.
Ansonsten finde ich es nicht gerade toll, dass sich der Arzt während der Mahlzeit an die Arbeit gemacht hat >:(. Kann mich KaSy da nur anschließen!
Gibt es denn mittlerweile was Neues? Wurden Deiner Mutter heute weitere Klammern entfernt? Wie ist es ihr ergangen?
Alles Gute,
Tina
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Hallo Malu,
den "Korbhenkelschnitt" - so wird er glaube ich genannt, und über 50 Klammern von einem Ohr zum anderen kenne ich nur zu gut.
Obwohl ich vor dem Entfernen viel Angst hatte, mir wurden vorher vielleicht gerade mal 4 Fäden in meinem Leben gezogen, war es überhaupt nicht schlimm, wirklich!
Der letzte Schutzverband wurde am Tag vorher mit lauwarmen Wasser ganz sanft abgelöst. Ich konnte meinen Kopft über eine Wanne halten, aber sicher gibt es auch andere Möglichkeiten.
Die Klammern wurden dann gaaaaanz behutsam, ich glaube die Schwester hatte noch mehr Sorge als ich, in 2 Etappen gelöst. Also am Tag 1 jede zweite Klammer, damit der Druck auf die Narbe nicht so groß ist. Am Tag 2 dann der Rest. Die Kopfhaut um die Narbe heraum ist ja noch taub. Bis auf ein vereinzeltes Ziepen war bei mir nichts zu spüren.
Ich wünsche deiner Mutter nun, dass es genauso problemlos vonstatten geht!
Liebe Grüße
disa
Danke dir!
Der Arzt versuchte ja schon, die Klammern zu lösen - 5 Stück hat er geschafft, dann "schmiss" meine Mutter den Doc raus, weil es weh tat.
Wann wurden dir die Klammern entfernt, wieviel Tage nach OP?
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Hallo malu2506,
ich hatte zwar auch einen Schnitt von Ohr zu Ohr, allerdings wurde ich genäht. Meine Fäden blieben ziemlich lang drin und wurden dann nur teilweise entfernt, weil an einer Stelle die Wunde nicht zugewachsen war. Die Schwester, die den ersten Faden entfernt hat, war sehr vorsichtig und ging sehr behutsam mit mir um, da habe ich fast nichts gespürt. Den zweiten Faden hat der Professor entfernt, der war etwas "rabiater", es hat also mehr weh getan. Das lag aber vielleicht auch an der gestörten Wundheilung auf der Seite und an dem recht langen Fadenverbleib.
Ansonsten finde ich es nicht gerade toll, dass sich der Arzt während der Mahlzeit an die Arbeit gemacht hat >:(. Kann mich KaSy da nur anschließen!
Gibt es denn mittlerweile was Neues? Wurden Deiner Mutter heute weitere Klammern entfernt? Wie ist es ihr ergangen?
Alles Gute,
Tina
Tina, ich habe so ne Angst davor.
Ich habe heute keinen Arzt, keine Schwester daran erinnern können.
Aber ich glaube, morgen MUSS ich es machen. Obwohl, daran sollten ja die Ärzte denken, oder?
Wenn es nur schon vorbei wäre....
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Hallo !
Ich wurde auch geklammert, zwar nicht über den ganzen Kopf sondern von hinterm linken Ohr bis kurz vor in einem Grossen Bogen.
Ok, da Empfinden von Schmerzen hat jeder anders.
Genau so wie ein Mensch/Arzt die Pflaster Klammern sensibel entfernt ist eine Empfindungs Sache.
Ich möchte dazu sagen, so ganz ohne Schmerzen wird es nicht gehen.
Ein kräftiges Ziepen wird es geben. Schneller ist manchmal besser. ;)
Es sollte sich überlegt werden, ob sie es nicht einfach Entfernen lässt diese Klammern. Es wird nicht einfacher wenn sie wartet.
Was nicht so toll ist das der Arzt beim Essen ran kommt. Da kann ihm aber auch Höflich gefragt werden, ob etwas gewartet werden kann.
LG schwede
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Liebe malu2506,
ich kann gut verstehen, dass Du Angst hast und Deine Mutter wahrscheinlich noch viel mehr, denn schließlich ist ja sie diejenige, die die Schmerzen aushalten muss. Zwei, drei Tage nach meiner OP, als es mir schon wieder recht gut ging, fing bei mir die Angst vor dem Fäden ziehen an. Wahrscheinlich haben die meisten davor zumindest ein bisschen Bammel :(.
Aber wie schwede schon schreibt, irgendwann müssen die Dinger raus und dann hat sie es wenigstens überstanden und muss nicht noch tagelang Angst davor haben.
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen!
LG TinaF
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Hallo Malu,
vielleicht hat es deine Mutter ja schon hinter sich bringen können. Abgesehen von der eigenen Angst ist es für die Angehörigen mitunter immer noch schlimmer, weil sie "außer" dem moralischen Beistand (von dem wir alle wissen, wie wichtig er ist) nichts von der Angst oder den schmerzen abnehmen können.
Nun noch kurz zu deiner Frage: Meine Klammern wurden, wenn ich mich richtig erinnere, am 8. und 9. Tag nach der OP entfernt.
Ich drücke alle Daumen, dass es so schmerzfrei wie möglich abgeht. Die große Erleichterung hinterher ist gar kein Vergleich mit der Angst vorher!
Liebe Grüße
disa
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Hallo Leute,
sie hat es geschafft!!!! Ich bin so froh.
Heute morgen ergriff der Arzt die Gelegenheit. Die Schwester legte zeitgleich eine Infusion gegen Schmerzen.
Es tat weh, so meine Mutter, und sie war am ganzen Vormittag doch ziemlich fertig davon.
Aber jetzt ist es überstanden und heute Nachmittag konnten wir schon wieder gemeinsam lachen. Und das haben wir schon einige Tage nicht getan.
Es geht bergauf!
Wohl auch Dank des Absetzens von Keppra....ich bin mir ganz sicher.....diese Dinger haben auch eine große Rolle gespielt.
Vielen Dank für euer Mitfiebern. Es tut so gut, nicht alleine zu sein!
Ganz liebe Grüße
malu
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Hallo malu2506,
na, das ist doch super! Jetzt hat sie es geschafft und kann ohne Klammern nach vorne sehen, prima. Und zusammen lachen ist eh das Beste, was ihr machen könnt :D.
Weißt Du denn schon, wann sie entlassen wird? Kommt sie auf Reha?
LG TinaF
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Es geht wieder bergauf, Tina.
Meine Mutter verlies das Krankenhaus, gegen ärztlichen Rat.
Das ist schon mal ein Zeichen, dass es ihr im Köpfchen wieder besser geht und ihr Dickkopf durchsetzen möchte.
Ich hatte große Bedenken, aber ich muss zugeben, dass ich positiv überrascht bin, welche Kräfte, welch ein Willen meine Mutter hat.
Am Dienstag geht es in Reha. Und ich hoffe, danach wird alles fast normal sein :-)
Vielen Dank fürs zuhören und dass ihr mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden wart.
LG
Malu
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Hallo malu2506,
dafür sind wir doch da!
Ich hätte übrigens nicht den Mut gehabt, mich vorzeitig zu entlassen. Am Tag vor meiner Entlassung deutete eine Oberärztin an, dass der Prof mich am nächsten Tag entlassen werde, ich hatte da echt noch Bedenken, fühlte mich im Krankenhaus einfach sicherer. Aber als der Prof am nächsten Tag mir dann tatsächlich gesagt hat, dass sie mich gern "rauswerfen" würden, habe ich mich total gefreut und wollte nur noch weg ;D.
Ich hoffe, dass es mit Deiner Mutter weiterhin bergauf geht und ihr die Reha so richtig gut geht. Wohin kommt sie denn? Könnt Ihr über die Feiertage zusammen sein?
Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute!
LG TinaF
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Ich habe auch einen Schreck bekommen, als ich das vom Entlassen auf eigenen Wunsche las, aber da die Reha fast sofort folgt, ist es zu akzeptieren.
Allerdings ist es nach einer so schweren OP mit diesen vielen kleinen und großen Problemen, die immer wieder auftauchten, in meinen Augen bedenklich, weil man sich in der Schon-Atmosphäre Krankenhaus durchaus bereits fit fühlen kann, während zu Hause dann doch Hilfe erforderlich ist.
Aber ich bin mir sicher, dass Du den vierten Advent gemeinsam mit Deiner Mutti genossen hast und auch bis zum Reha-Beginn an ihrer Seite bleibst.
Ich wünsche Euch alles Gute
KaSy
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Guten Abend Zusammen,
da kann man ja mal sehen wie unterschiedlich das abläuft. Bei mir wurden die Klammern knapp 7 Tage nach der OP entfernt, und zwar 1/2 Std. vor meiner Entlassung aus dem Krankenhaus. Ich bat den Krankenpfleger, der sie entfernte, noch zu zählen wieviele es waren, genau 35. Mit den Schmerzen ist es ja auch so eine Sache, wie schwede schon meinte. Ich bin da gar nicht so schmerzempfindlich.
LG
mmolina
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Hallöchen!
Bei mir wurden die Klammern am 7. Tag nach der OP entfernt (montags OP, sonntags kamen die Klammern raus).
"Geklammert" war ich mit ca. 30 Klämmerchen, vom Ohr bis oben zur Mitte des Kopfes. Der Arzt hatte den Kopf ein bisschen eingesprüht, damit sich das Plaster gut löst und innerhalb von einigen Minuten waren die Klammern raus. Es hat ein bisschen "geziept" und an manchen Stellen etwas geblutet, aber es war echt erträglich!
LG
Juttilein
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Hallo Ihr Lieben,
also ich hatte vor den Klammern ziehen auch ne Heidenangst.Bei mir war der Aussenverband am KOpf festgetackert. An der Wunde selbst hatte ich 54 Stück, die mir in zwei Etappen gezogen wurden. Ich hatte es mir ehrlich viel viel schlimmer vorgestellt, weil die Klammern ziemlich tief sasen.Die ausführende Krankenschwester war sehr einfühlsam und wir Beide haben es so einigermassen uber die Bühne gebracht. Die Schläuche am Kopf ziehen und die Löcher anschlissend wieder zu vernähren, ohne Betäubung, das fand ich dann schon heftig.Was übrigends von nem Arzt gemacht wurde, wo sich mir der fatale Gedanke aufgetränkt hat, der hat grad noch an ner toten Schweinehälfte geübt. Da fehlte schon das gewisse Einfühlungsvermögen, was ja leider nich jeder hat.
Ich schicke an Alle die besten Wünsche. die das alle noch vor sich haben.
Liebe GRüsse von Igrainia
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Die Schläuche am Kopf ziehen und die Löcher anschlissend wieder zu vernähren, ohne Betäubung, das fand ich dann schon heftig.Was übrigends von nem Arzt gemacht wurde, wo sich mir der fatale Gedanke aufgetränkt hat, der hat grad noch an ner toten Schweinehälfte geübt. Da fehlte schon das gewisse Einfühlungsvermögen, was ja leider nich jeder hat.
Ich schicke an Alle die besten Wünsche. die das alle noch vor sich haben.
Liebe GRüsse von Igrainia
Guten Morgen Iganinia.
Es tut mir leid, dass du da Schmerzen erleiden musstest
Wo wurdest du operiert?
Es ist äußerst selten dass Wunddrainagen am Kopf gelegt werden. Zumindest bist du bis jetzt die erste Patientin von der ich davon höre.
Wurde diese Maßnahme erklärt, warum das gemacht wurde?
Spritzen am Kopf sind wegen des geringen Fleischanteils der Haut auch sehr schmerzhaft. Es ist die Frage was schlimmer ist. Vorm Nähen mehrere Betäubungsspritzen setzten , oder die Narbe mit einem Stich ohne Betäubung zu nähen?
Chirurgen sind nun halt mal berufsbedingt Menschen, welche es verkraften, andren Menschen notwendige Schmerzen zuzufügen um ihnen zu helfen.
Hab da etwas Nachsicht.
Ich kenne einen sehr guten Professor der Neurologie, der mal sagte: "Ich bin Neurologe geworden, weil ich Menschen keinen Schmerz zufügen kann. Die zwangsläufige Praktikantenzeit als Arzt war der Greul für mich. Noch nicht mal eine Spritze kann ich setzen ohne zu zittern. Dafür habe ich Personal, dass das viel besser kann als ich selbst."
Fips2
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@ fips2: Ich hatte auch eine Kopfdrainage, die wurde am Abend des zweiten postoperativen Tages gezogen. War allerdings nicht schmerzhaft, hat sich nur irgendwie "merkwürdig" angefühlt. Genäht wurde bei mir nicht, das Loch ist von allein zugewachsen. Sieht man heute noch sehr gut, weil dort ja keine Haare mehr gewachsen sind. Und Wunddrainagen hatten sehr viele neurochirurgische Patienten bei uns.
@ Igrainia: Wie geht es Dir denn mittlerweile? Die Erfahrung mit einfühlsamen Krankenschwestern und weniger einfühlsamen Ärzten habe ich auch beim Fädenziehen gemacht. Bei mir mussten die Fäden auf zwei Etappen gezogen werden. Die Krankenschwester, die es beim ersten Mal gemacht hat, war toll, ich hatte kaum Schmerzen. Beim zweiten Mal sah das anders aus...
LG TinaF
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Hallo Tina
Danke für die Aufklärung.
Anscheinend machen es doch viele Kliniken.
In den Kliniken in denen ich schon war hab ich's nicht gesehen und hier war es auch der erste Fall bei dem es geschildert wurde. Deshalb dachte ich es wäre eine Ausnahme gewesen.
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Guten Abend,
den Kopfdrain gab es bei mir auch, wurde ebenfalls am zweiten oder dritten Tag gezogen, war etwas unangenehm, aber erträglich. Leider war die Wundheilung dann kompliziert und vielleicht ist deshalb die Delle am Kopf größer und immer noch empfindlich. Wie übrigens die ganze Gegend um Deckel und Naht.
Die Unterschiede beim Fäden bzw. Klammern ziehen kenne ich auch. Natürlich hängt es von der Struktur des Gewebes ab, aber ich glaube auch, daß manche Leute eben einfach ein glückliches Händchen haben und auch einfühlsamer oder auch nicht sind...
LG
menno-meningo
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Hallo zusammen,
auch ich hatte eine Kopfdrainage...Der Schlauch wurde glaub ich auch am 3. Tag gezogen und dann mit einem kleinen Stich genäht. Ich habe die kleine Flasche immer als mein Gucci-Täschen benannt.
Das Fädenziehen war bei mir auch nicht schlimm. Vielleicht lag das aber auch an der Lage der Naht. Ich hatte am Oberkopf einen ziemlich großen U-förmigen Schnitt. Dort ist auch heute noch (und wird wohl auch nie mehr verschwinden) meine Schädeldecke eingedellt. In die Delle passt gut der Bereich unterhalb des Daumens (wie nennt man dieses Teil?). Der Schnitt darum war deutlich größer.
Liebe Grüße
Andrea
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Hallo!
Ich weiß aus den Vor-OP-Arztgesprächen auch, dass es durchaus in Betracht gezogen wird, eine Wunddrainage zu legen, wenn es sich als notwenig erweisen sollte. Ich selbst hatte keine.
Ich hatte aber zwei Jahre lang eine Liquorbeule über dem OP-Gebiet und da wurde als eine von mehreren Möglichkeiten sogar eine Dauerdrainage erwogen, wo das Hirnwasser in den Bauchraum geleitet wird.
(Ich könnte mir auch vorstellen, dass bei Hirntumoren, die mehr im Inneren des Gehirns liegen, Wunddrainagen lebensnotwendig sein könnten. Das ist aber nur eine Vermutung.)
Gruß
KaSy