HirnTumor Diskussionsforum

Hirntumorarten => Glioblastom / Gliosarkom => Thema gestartet von: Mudu am 23. November 2011, 17:44:35

Titel: Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: Mudu am 23. November 2011, 17:44:35
Hallo,
suche Angehörige von Aphasikern, also von Menschen, die durch Gehirn-OP bzw. Gehirnentzündung, sehr schlecht sprechen können. Manchmal weiß ich nicht mehr, wie der Austausch ohne Worte gehen soll.
LG, Mudu
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: fips2 am 23. November 2011, 19:47:31
Hallo Mudu
Schon mal an Netbook oder Laptop gedacht?
Es gibt sogar Kommunikationscomputer für Sprachbehinderte von der Krankenkasse auf Verordnung.
In diesen Teilen sind häufig anfallende Spachfloskeln aufgeführt die der Behinderte anwählen kann. Das elektronische Helferlein zeigt entweder den Text an oder gibt auch den Text als Sprachausgabe heraus.
Von Mac/Apple gibt es sowas für normale Laptops als Programme:
http://www.computerwoche.de/heftarchiv/1983/23/1179054/

Hier ein Hersteller solcher Hilfsgeräte:
http://www.rehamedia.de/

Ich würde es vorerst mal mit einem normalen kleineren Laptop oder I-Phone versuchen.

Gruß Fips2
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: Life01 am 23. November 2011, 21:34:53
Hallo Mudu!
wir haben leider das gleiche Problem wie du :(
Meine Schwiegermutter hat ein Glio am Sprachzentrum und nachdem sie im April 11 zum zweiten Mal operiert worden ist, war das sprechen erst wieder besser, verschlechtert sich aber momentan von Tag zu Tag. Manchmal findet sie die Wörter nicht, seit ein paar Tagen kommt eine sehr verwaschene Aussprache hinzu. Oftmals ist es ein einziges Raten, was sie wohl meint....
Die Idee von Fips ist bei uns leider auch nicht umzusetzten, da Schreiben leider auch nicht mehr möglich ist, da sie auch in diesem Bereich die Wörter nicht richtig zusammensetzten kann und mittlerweile leider die rechte Hand völlig taub ist und sie sie nicht mehr gebrauchen kann. Abgesehen davon, kennst sie sich mit Computer etc kein bisschen aus....
Habe wie du auch grosse Angst davor, dass sie sich irgendwann garnicht mehr äußern kann.
haben leider auch noch keine Lösung gefunden. Das einzige, was ich immer mache ist ihr ganz ganz viel Zeit lasse, wenn sie nach Wörtern sucht. Wenn sie unter Druck oder zeitstress kommt, geht nämlich garnichts mehr :(  So kann sie leider auch bei den Ärzten nie das sagen oder fragen, was sie gerne würde.....
Wenn ich ihr vorsage, dass ich Zeit habe auch zu warten, findet sie oftmals die Wörter, die sie brauchen will.
Manchmal, wenn man helfen will, tut sie mir sooo leid. Man hat das Gefühl man würde ihr vorm Mund her reden oder dass sie sich doch wie ein Baby fühlen muss und irgendwie nie genau das sagen kann, was ihr wichtig ist oder was SIE wirklich will.

Konnte dir also leider auch nicht wirklich weiter helfen :-[ Sorry!
Trotzdem liebe Grüße
Life
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: chucks am 23. November 2011, 22:57:39
Hallo Mudu,

was ist mit Gebärdensprache. Wäre es nicht möglich für Euch, die zu erlernen? Das würde vielleicht sogar vom Training des Gehirns und des Gedächtnisses gut sein!

LG

Chucks
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: fips2 am 24. November 2011, 13:13:28
Hallo mudu
Wende dich doch mal,unter Bezug des Artikels und Schilderung der Lage an Apple Deutschland direkt. Vielleicht suchen die Probanden? Fragen kostet ja nichts.
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: Mudu am 22. Mai 2012, 12:40:08
Hallo,
nachdem mein Mann die letzten Monate sehr intensiv Logopädie gemacht hat und es auch ganz langsam etwas besser wurde, geht seit letzter Woche fast gar nichts mehr. Als hätte ihm irgendwas die Sprache verschlagen. Wir hatten auch viel Streß um die Ohren. Vielleicht war das der Auslöser?
 
Wenn es nicht besser wird die nächsten Tage, werden wir zum Doc gehen. Er wollte letzte Woche nicht. Es ging dann wieder ein bißchen besser und seit Sonntag wieder schlechter.
 
Hoffentlich ist es kein Rezidiv oder wieder so eine schlimme Herpes-Encephallitis.
Ach, diese scheiß Angst wird wohl nie aufhören.

LG Mudu
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: Mudu am 27. Mai 2012, 22:51:10
Hallo ihr Lieben,
mein Mann liegt im Krankenhaus auf der Neuro. MRT zeigt keinen erneuten Tumor. Dann Spezialuntersuchung, Verdacht auf Schlaganfall hat sich auch nicht bestätigt.
Habe eine große Angst, daß es wieder eine Herpes-Encephallitis ist. Lumbal-Punktion ist am Freitag erfolgt. Aber damals, 2010, war nichts zu erkennen aufgrund den Untersuchungen.
Mist! Er kann fast gar nichts mehr sagen.
Gute Nacht, werde morgen sehen, wie´s weiter geht.
Mudu
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: Eva am 27. Mai 2012, 23:39:08
Liebe Mudu,

ich denke an Euch und drücke die Daumen.

LG Eva
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: chucks am 29. Mai 2012, 16:39:47
Die Daumen sind gedrückt, dass es hilft Mudu!
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: BumbleBee am 29. Mai 2012, 20:11:50
Ich drücke auch fest die Daumen!!!
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: agnes am 30. Mai 2012, 21:32:46
Liebe Mudu!
Ich schicke Dir ganz viel Kraft!!
Ich habe großen Respekt vor Dir, wie Du das alles all die Jahre schaffst, wenn immer wieder solche Rückschläge kommen.

Liebe Grüße
Hilde
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: Tanja am 31. Mai 2012, 21:49:42
Liebe Mudu,

schicke Dir mal ein ganz großes Kraftpaket. Drücke ganz fest die Daumen, das sich alles wieder zum guten wendet.

Viele lieben Grüße
Tanja
Titel: Re:Glioblastom und Aphasie
Beitrag von: Mudu am 04. Juni 2012, 13:15:44
Danke euch von Herzen für die guten Worte.

Mein Mann ist wieder zu Hause. Es geht ihm besser. Ein paar Wörter sind wieder gekommen. Habe den Eindruck, daß Logopädie zu anstrengend für ihn im Moment ist. Er will es erzwingen, das Sprechen. Aber mit soviel Druck klappt das nicht. Lassen jetzt mal Ruhe einkehren diese Woche.

Alles Liebe, Mudu.