HirnTumor Diskussionsforum

Hirntumorarten => Meningeom / Meningiom => Vorstellung => Thema gestartet von: Trixi am 04. Mai 2013, 15:47:50

Titel: Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 04. Mai 2013, 15:47:50
Hallo , ich habe zum Glück dieses Forum gefunden. Am 30.04.13 wurde bei mir per Zufall ein Meningenom per MRT festgestellt. Es ist ca. 3 oder 4 cm groß. Weiß es nicht mehr so genau. Ich lese nun seit 3 Tagen unaufhörlich hier im Forum und bin doch etwas überfordert mit den vielen Fachbegriffen. Ich weiß bis jetzt nur das es bei mir links oben am Kopf ist. Wie nennt man dieses Gebiet?
Bei mir stellte sich schon letztes Jahr immer mal wieder so ein Kribbeln in der linken Gesichtshälfte ein. War aber nicht weiter schlimm, nervte nur. Dann bekam ich Schmerzen im Jochbein bis in die Augenhöhle. Kam und ging, also nicht dauerhaft. Habe aber keine Sehstörungen.
Zum Hausarzt ging ich erst, als ich morgens wach wurde und meine linke Gesichtshälfte taub war. Dazu kam noch das einschlafen meines linken Armes oder der Finger.
Also bekam ich Überweisungen zum HNO, Zahnarzt, Orthopäden und Neurologen. Alles in Ordnung. EEG Top. Blutwerte gut .  Der Neurologe schickte mich dann Gott sei Dank noch zum MRT.

Nun hab ich diese Diagnose.....und
Angst .....

Hab am Dienstag einen Termin in der Uniklinik Homburg, da ich aus dem Saarland bin. War von euch jemand in dieser Klinik ?

Neurologe, Hausarzt und Radiologe meinten, die Lage wäre gut zum operieren. Kann das auch durch die Nase gemacht werden ?

Wie lange wart ihr im Krankenhaus ?

Ich bin 43 Jahre alt, verheiratet und habe eine 18 Jahre alte Tochter. Bin voll berufstätig, arbeite im 3 Schichtsystem 6 Tage die Woche.

Seit 14 Tagen bin ich krank geschrieben, habe aber schon mit meinem Chef telefoniert und ihm gesagt das ich wohl ne Weile ausfalle. Von dieser Seite her brauche ich mir schon mal keine Sorgen zu machen. Meine Familie unterstützt mich so gut sie kann.
 Innerlich bin ich erschreckend ruhig.....habe meine Tasche fürs Krankenhaus schon gepackt ....und stehe vor dem Spiegel ( versuche mir vorzustellen wie schei... ich aussehe ohne meine langen Haare )

Es ist wie es ist, da muß ich wohl oder übel durch.
Eins ist für mich absolut sicher, ich werde mir auf jeden Fall Zeit nach der OP geben.

Kann man auch eine Ambulante Reha machen ?

Liebe Grüße an Alle


  



  
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: krimi am 04. Mai 2013, 16:52:41
Hallo Trixi,

ein Willkommen in diesem Forum und du wirst hier Betroffene und Angehörige finden die dich, deine Familie verstehen.

Gern werde ich noch auf dein Anliegen eingehen.

Ich selbst wurde 2011 an einem Meningeom der Konvexität li parietal operiert. Das Meningeom saß auch an der li Kopfseite.
Auch wenn der Kopf nicht so groß ist, ist  die Kopfseite li dennoch in verschiedene Partien eingeteil, sodass deine Aussage "links oben am Kopf" nicht wirklich etwas sagt.
So wie bei mir im Bericht "Konvexität li parietal", steht in deinem Bericht bestimmt auch die Bezeichnung des Meningeom.

Auf Grund welchen Verdachts wurde ein MRT gemacht? Hattest du irgendwelche Probleme?

Zu Meningeomen kann ich dir sagen, dass es ein sehr langsam wachsender Tumor ist, der von der harten Hirnhaut ausgeht.

Vielleicht magst du uns etwas mehr von deiner Geschichte schreiben.

Als Laien hier gehen wir gern auf deine Fragen ein, soweit wir es können.

Viele Grüße

Krimi
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 04. Mai 2013, 17:19:11
Hallo Krimi , lieben Dank für deine Nachricht.

Das MRT hat der Neurologe veranlasst.  Er meinte einfach nur sicherheitshalber. Meine Beschwerden kämen wahrscheinlich von der HWS.
Einen Bericht habe ich bis jetzt noch nicht bekommen, habe nur die MRT Bilder. Mit denen fahre ich am Dienstag nach Homburg.
Probleme waren und sind : Kribbeln im Gesicht, Einschlafen linker Arm oder Finger. Schmerzen im Jochbein ( irgendwie so ums Auge rum ). Alles kommt und geht, ist also nicht dauerhaft.  Habe aber keine Sehstörungen oder Schwindel. Kopfschmerzen auch nicht. Keine Übelkeit.

Soweit geht es mir ganz gut, außer das mich jetzt halt ab und zu die Angst überkommt.
Rein vom Gefühl her, merke ich aber schon längere Zeit das etwas in mir nicht stimmt.

Wie ist es dir ergangen nach der Op ???
Wird bei der Besprechung am Dienstag auch noch was untersucht ? Wird da ne Biopsie erforderlich sein ?

Liebe Grüße und vielen lieben Dank   
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Bluebird am 04. Mai 2013, 19:52:50
Hallo Trixi,

es begrüßt Dich eine Betroffene mit einem Falxmeningeom frontal links, das auch in absehbarer Zeit wegoperiert werden soll. Da war der Neurologe aber clever, dass er mit der Überweisung zur MRT-Untersuchung nicht gezögert hat.
Die Frage, wie die OP durchgeführt wird, sollte Dir der Neurochirurg ausführlich erklären. Da Dein Tumor gut zugänglich ist, so wie meiner auch, dürfte der Eingriff eher risikoarm sein.
Wie man sich nach der OP fühlt, kann ich Dir mangels eigener Erfahrung noch nicht beschreiben.
Da gibt's andere Betroffene hier, die Dir sicherlich dazu antworten werden.

Ist eigentlich Deine HWS auch per MRT gescheckt worden? Ich frage, weil üblicherweise die Beschwerden bei einem linksseitigen Tumor eher rechts auftreten. Das heißt aber nicht, dass linksseitige Beschwerden ausgeschlossen sind. Würde da mal nachhaken.

Zum Frisurstyling: sicher ist die Vorstellung, dass Haare fallen müssen für den Eingriff, nicht gerade toll. Ich habe ebenfalls langes, sogar sehr langes Haar. Es ist ja nicht so, dass gleich Glatze rasiert wird. Die zunächst kahle Stelle kann man mit Tüchern, Hüten, Kappen verstecken. Oft reicht ein breites Haarband. Wenn Du viel Haar hast. lässt sich das Ganze gut kaschieren. Nach einigen Monaten fällt es dann wahrscheinlich gar nicht mehr auf. Wichtig ist doch, dass die OP komplikationslos verläuft und der Heilungsprozess gut voran geht. Eine Amschluss-Reha ist da sicher ein guter Weg.

Zunächst also alles Gute für Dich und Deine Familie, die Dich so toll unterstützt.

LG
Bluebird
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 04. Mai 2013, 20:20:53
Hallo Bluebird,
danke für deine Nachricht. Zu deiner Frage mit der HWS : Ja die wurde beim Orthopäden geröntgt. Abnutzung C5, C6 und C7. Der Neurologe sagte noch das man die HWS per MRT auch gerade checken kann.
Aber bei der Befundbesprechung war keine Rede mehr von der HWS. Ich hab auch nicht mehr dran gedacht vor lauter Aufregung.
Du hast natürlich absolut Recht mit den Haaren.
Aber es sind halt im Moment alles so Gedanken die einem zusätzlich durch den Kopf gehen.
Wann und wie wurde bei dir die Diagnose gestellt ? Welche Probleme/ Symptome hattest du ?

Weißt du schon wann deine OP ist und wie lange sie dauern wird ?

Liebe Grüße und alles alles Gute für Dich. Ich hoffe du hast auch die nötige Unterstützung.
 
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: TinaF am 04. Mai 2013, 22:53:12
Hallo Trixi,

auch von mir noch ein herzliches Willkommen bei uns im Forum, auch wenn der Anlass wie immer bescheiden ist.

Mein Meningeom war links frontal, im Stirnbereich hinter dem linken Auge, meine OP war 2009. Meningeome sind im Normalfall gutartige Tumore der Hirnhaut, sie wachsen langsam und infiltrieren das Gehirn nicht, sondern verdrängen es im Laufe der Zeit. Und manche können ganz erstaunliche Größen erreichen.

Gut, dass Du einen verständnisvollen Chef und eine Familie hast, die hinter Dir steht, das sind ganz wichtige Faktoren.

Dass Du Angst und unendlich viele Fragen hast, ist ganz normal. Die Diagnose ist ein Schock, da zieht es einem erst mal den Boden unter den Füßen weg. Notiere Dir alle Fragen und lass Dir alles in Ruhe von den Ärzten erklären. Natürlich helfen auch wir Dir gern, aber wir sind halt medizinische Laien und können Dir nur von unseren Erfahrungen berichten.

Wegen der Haare solltest Du Dir keine Gedanken machen, sie sind vorerst nicht wichtig. Irgendwann werden sie wieder wichtig, aber momentan zählen andere Dinge. Und man kann mit Tüchern etc. die Übergangszeit gut überbrücken. Die Neurochirurgen wissen, wie wichtig es für die Patienten ist, so schnell wie möglich wieder normal auszusehen. Wann immer es geht, wird der Schnitt so gelegt, dass er später von den Haaren wieder verdeckt wird. Ich habe z.B. einen sehr langen Schnitt, aber nicht mal eingeweihte Freunde sehen die Narbe.

Dein Vorsatz, Dir nach der OP viel Zeit zu lassen, ist schon mal sehr gut. Dein Körper und Deine innere Stimme werden Dir sagen, was geht und was noch nicht geht. Eine ambulante Reha ist möglich, was ich von den anderen Mitgliedern so mitbekommen habe, empfanden die meisten eine stationäre Reha aber als die bessere Alternative. Ich selbst war gar nicht auf Reha, mein Sohn war damals erst vier Jahre alt, ich wollte nur zu ihm nach Hause und meine Ärzte sahen es genauso. Empfehlenswert ist das aber nicht unbedingt.

Wie lange der Krankenhausaufenthalt dauert, ist von Patient zu Patient verschieden, ebenso der Heilungsverlauf, die OP-Dauer etc. Keiner kann Dir sagen, wie Du Dich nach der OP fühlen wirst, den meisten von uns ging es erstaunlich schnell wieder erstaunlich gut. Ich wurde an einem Dienstag operiert, ab Donnerstag ging es bei mir rapide bergauf, da bin ich schon auf der Station rumgelaufen, ab Freitag war ich dann im ganzen Krankenhaus unterwegs. Aber das hängt natürlich auch vom OP-Verlauf ab und lässt sich nicht vorhersagen.

Ich hoffe, dass Du von dem Austausch profitieren kannst, wenn Du noch Fragen hast, immer her damit, hier ist immer einer, der Dir zuhört und so gut es geht hilft.

Alles Gute für Dich!

LG TinaF
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Bluebird am 05. Mai 2013, 10:51:33
Hallo Trixi,

eine MRT-Kontrolle der HWS ist sicher nicht verkehrt, da die Taubheitsgefühle ebenso dort ausgelöst werden können. Außerdem wird die HWS etwas überdehnt, wenn der Beatmungsschlauch eingeführt wird. Während der OP ist der Kopf fixiert. Vielleicht bin ich übervorsichtig, aber ich würde schon auf die Probleme in dem Bereich hinweisen, damit man Dich vor und während der OP sachte in die richtige Position bringt.
Kurz zu mir: Eigentlich sollte ich bereits im Winter operiert werden. Es ergaben sich jedoch Umstände, die erst geklärt werden mussten bzw. noch zu klären sind, als da sind: Bluthochdruck, eine leichte Herzerkrankung, ggf. allergischer Reizhusten, eine noch ausstehende MRT-Kontrolle der HWS und des Schädels.
Nun hatte ich bisher Glück, dass die OP nicht als dringlich angesehen wird. Davor drücken kann ich mich aber letztendlich nicht, das Meningeom wächst sehr, sehr langsam, aber es wächst.

Wäre ich in Deiner Situation, so würde ich ebenfalls noch die Dinge selbst klären oder abklären lassen, die für die OP relevant sind und ggf. Einfluss haben könnten.

Bis dahin,
LG
Bluebird
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: krimi am 05. Mai 2013, 11:18:01
Hallo Trixi,

du fragst was bei dem Gespräch passieren wird.

Bei meinem Vorstellungsgespräch betrachtete der Neurochirurg (NC) der mich auch operierte die Bilder auf der CD, machte einige Untersuchungen und Tests z.B. der Reflexe und der Gangsicherheit.
Wie die Unterschung und das Gespräch bei dir sein wird kann und möchte ich keine Vermutungen äußern. Eine Biopsie wird an dem Tag wohl nicht gemacht. Das ist, wenn überhaupt bei dir nötig, ein Eingriff unter Narkose und dazu muss ein extra Termin vereinbart werden.

Mein Meningeom wurde durch ein MRT festgestellt, weil ich das Bewusstsein verlor, epileptische Anfälle hatte und ich Taubheitsgefühle in der re Hand und dem re Fuß hatte.

Dass bei dir die Sensibilitätsstörungen auf der selben Kopfseite sind wie das Meningeom - ist eher ungewöhnlich, kommt aber halt darauf an wo das Meningeom sitzt.

Wie fühlte ich mich nach der OP? Wie einigen anderen hier auch, ging es mir überraschend gut. Am Folgetag nach der OP durfte ich schon, nachdem alle Zugänge entfernt waren auf der Station umher laufen.
Das ist aber nicht immer der Fall.
Leider hatte ich einen Tag vor meiner Entlassung einen weiteren epilept. Anfall in Form von nicht Sprechen können.

Wie die Belastbarkeit im Anschluss aussieht, ist in jedem Fall anders.

Nach dem Klinikaufenthalt hatte ich eine Anschlussheilbehandlung, die ich immer gern anderen Betroffenen empfehle. Man fühlt sich gut! Im tägl. Leben sieht es dann leider oft anders aus.

Schreibe dir für das Gespräch alles auf was du wissen möchtest und arbeite diese Notizen in Ruhe ab. Ich hoffe es kann dich jemand begleiten. Das gibt mehr Sicherheit, denn 4 Ohren hören halt mehr und du hast jemanden mit dem du anschließend sprechen kannst.

Du hattest jetzt schon einige Begrüßungen und Mutmacher.

Schreibe hier weiter auf was dich bewegt.
Wenn du noch weiterlesen solltest empfehle ich, im Bereich Meningeom zu bleiben.

Für dein Gespräch wünsche ich dir alles Gute und viel Information.

Viele Grüße

Krimi
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Igelchen am 05. Mai 2013, 11:32:47
hallo trixi,

es habn dich ja schon einige begrüßt, ich tu es auch als menni operrierte.

meine op ist schon 6jahre her, an das gefühl der boden reißt unter mir auf,ich falle rein und komm nie wieder hoch ist zwar nicht mehr im vordergrund, aber ich kann es dir nachempfinden.

du mußt sortieren viele aussagen von ärzten, mußt deine ängste beruhigen damit du klaren gedanken fassen kannst.

auch von außen prasseln eindrücke auf dich ein von familie und freunde die dich beschäftigen.

wie scho gsagt, jeder einzelne ist so unterschiedlich als mensch wie als patient.
soviele verschiedene und gleichzeitig ähnliche tumorbetroffene gibt es mit den unterschiedlichsten erfahrungen. oft ist es gut je nachdem wie einer veranlagt ist die eigenen geschichten von anderen nicht so sehr, oft zu lesen weil es dir dann ein gefühl von verunsicherung geben kann.

nimm dir eine person zu gesprächen mit die dir danach dinge mitteilen kann die dir während der arztgespäche in aller aufregung durhcgegangen ist. auch schriftliche notzen machen oder fragen für den arzt aufschreiben.

ich war nach op 2x in reha stationär je 6wochen und das war gut. der abstand abends mich mit abstand zum täglichen geschehen in meinem zimmer auszuruhen haben mir sehr gut getan, ambulant wäre es für mich schwierig geworden mich abzugrenzen um zu genesen.

die lage meines "knubbels" war vorallem tentorium mit ansatzstelle dura und kleinhirn sowie einwachsung des sinus rectus.
weitere dinge könnte ich laut op-bericht aufzählen doch dies ist mit so vielen medizinischen fachausdrücken gespickt, dass das für uns laien fachchcinesisch ist.

wichtig wird für dich, dass du mit ruhiger überlegung eine für dich richtige und passende entcheidunge triffst ob, wer und wo das "ding" entfernt wird liegt bei dir. das ist meine meinung die ich auch für mich auch getroffen habe.

für alle fragen hier für trost und allem was einen als betroffener (auch als angehörige nicht zu vergesen) hast, sind die forumsmitglieder einfach klasse!! sie haben offene ohren und herzen denen man immer wieder nur danken kann!! gell krimi, kasy, fips2, schwede, britt, unser  kücken enie-ledam, iwana die ich grad ansprech weil ich euch gestern persönlich kennenlernen durft :) :) :) hab ich wen vergesse??? sorry mein köpfle....und allen hier!!!

nice weekend (ich sollte mich mal mehr hirntechnisch fordern ;D  )
igelchen
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 06. Mai 2013, 14:46:46
Hallo Igelchen,
vielen lieben Dank. Du hast absolut Recht mit der Aussage, das man nicht zu viel lesen soll.
Ich lese auch nur über Meningenome. Habe mich auch einigermaßen beruhigt. Es gibt ja auch positive Berichte und an denen halte ich mich fest.
War heute beim Neurologen und hab meinen Befundsbericht abgeholt. Nun hat das Ding auch einen genauen Namen und nun weiß ich auch wo es sitzt.

Falxmeningeom links im hinteren hochfrontalen Bereich. 3,3 x
 3,0 x 4 cm

 Die ganzen Fachbegriffe versteh ich immer noch nicht.
Morgen früh habe ich einen Termin in der Uniklinik Homburg.
Danach verstehe ich sicher mehr.

Eins ist für mich aber jetzt schon klar. Ich will das Ding nicht und es muß raus.

Vielen vielen Dank an alle die mir bisher geschrieben haben. Ich bin so froh, das ich euch gefunden habe.
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Bluebird am 06. Mai 2013, 20:12:11


Hallo Trixi,

ich habe Deine PN gerade beantwortet.

LG
Bluebird
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Igelchen am 06. Mai 2013, 21:27:44
hallo trixi,

für morgen drück ich dir die daumen

liebe grüße
igelchen
Titel: Re:Hallo, ich bin neu und habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 06. Mai 2013, 22:45:33
Vielen lieben Dank.
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: sternchen7 am 07. Mai 2013, 17:09:55
Du hast absolut Recht mit der Aussage, das man nicht zu viel lesen soll.
Ich lese auch nur über Meningenome. Habe mich auch einigermaßen beruhigt. Es gibt ja auch positive Berichte und an denen halte ich mich fest.


Hallo Trixi,
ich gehöre zu den positiven Berichten und möchte Dir ein wenig Mut machen. Mein Meningeom musste auch raus und war ca. 2,5 x 3 cm groß. Ich bin Anfang Dezember 2012 operiert worden und ich habe eigentlich alles ganz gut überstanden. Das mit der Angst ist völlig normal und eigentlich das Schlimmste an der ganzen Sache. Sie lässt sich leider nicht auslöschen ist aber ein ganz normaler Vorgang.  Meine Narbe ist wunderbar verheilt und die Haare sind auch schon heftig gewachsen.
Also, Kopf hoch das wird schon wieder !!!!!  ;)
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und versuche Dich bis zur OP abzulenken, ich weiß es ist schwer, aber hilft ein wenig...
LG
sternchen7  ::)
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 08. Mai 2013, 09:32:17
Hallo Sternchen,
freu mich sehr für dich das alles so gut gelaufen ist. Ich habe dir noch eine PN geschickt  :)

Mein Op Termin steht nun:
24.06.2013

6 Wochen Wartezeit....

Liebe Grüße
Trixi
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 08. Mai 2013, 12:30:50
Wird eigentlich immer eine Angiographie vor der Op gemacht ???
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: fips2 am 08. Mai 2013, 13:17:16
Wenns auf den gemachten Mets nicht zu sehn ist wie die Gefäße im opbereich angelegt sind. Das ist individuell unterschiedlich. Dient der Sicherheit 
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: KaSy am 11. Mai 2013, 22:34:24
Hallo, Trixi,
ich weiß ja nicht, wieso Du eine ambulante Reha möchtest, Deine Familie wird Dir schon nicht davon laufen.
Du kannst nach einem derartigen Eingriff durchaus Zeit für Dich brauchen, vermutlich mehr als die üblichen drei Wochen, die man Dir vielleicht nur zugestehen wird.

Frage unbedingt im Krankenhaus (KH), am besten sogar vor der OP, nach einer Anschlussheilbehandlung (AHB), sie wird vom KH aus organisiert. Einige Betroffene schreiben nämlich, dass ihnen keine AHB angeboten wurde, sie aber im Nachhinein dringend eine gebraucht hätten. Dann ist es nicht mehr so einfach realisierbar. (Mir ging es übrigens auch einmal so, aber als ich dem Arzt dafür "den Hals umdrehen" wollte, hatte er sein kurzes Gastspiel als Chef-Neurochirurg schon wieder beendet.)

Du selbst hast bereits jetzt Angst und das ist bei einer solchen Diagnose und der Aussicht, was alles auf einen zukommen könnte, völlig normal. Niemand kann Dir sagen, was das im Einzelnen sein wird. Aber vielen ging es rasch körperlich gut. Aber es ist kein Schnupfen, der da mal eben auskuriert wird. Ein Eingriff am Kopf belastet die Psyche allein schon durch die Tatsache an sich. Und das zu verarbeiten, kostet Zeit, die Du in einem geschützten Raum, mit der ständigen Möglichkeit von Arzt- und Therapeutenkontakten (auch nachts), am besten verbringst. Der häusliche Alltag hat Dich schnell genug wieder.

Zu der Bezeichnung Deines illegalen Mieters: Der wohnt auf der Wand, die die beiden Hirnhälften voneinander trennt, und zwar links auf dieser aus Hirnhaut bestehenden "Mauer". Da haben sich einige Hirnhautzellen gedacht, wir machen uns hier mal breit und vermehren uns fleißig. Naja, sehr fleißig nun wieder nicht. Du, also der Hauptmieter, hast den Fressfeind sicher bereits seit einigen Jahren unwissentlich gefüttert. Der ist so dick geworden, dass er dein Gehirn auf der linken Seite weggeschoben hat, was es sehr lange geduldet hat, denn es ist ja Dein Gehirn und möchte Dir nur Gutes tun. Aber nun kann es nicht mehr, es kriegt verdammte Platzangst und drückt den Alarmknopf, ab und zu. So nach dem Backofenmotto "Hol mich raus, sonst zerquetsche ich Dich ... also Dein Gehirn!"

Ein Zugang durch die Nase ist übrigens nicht möglich, das wird bei Tumoren gemacht, die "im Keller", also unter dem Gehirn, wohnen.
Deines wohnt "auf dem Dachboden", da wäre es von der Nase aus ein ziemlich weiter Weg durch eine Menge gut funktionierenden Gehirns durch, das willst Du gar nicht.

Übrigens kannst Du Dir ein Bildchen von der "Falx cerebri" googeln, das sieht gut aus. Kannst es auch vergrößern. Faszinierenderweise haben die Römer den Begriff Falx für eine sichelförmige Waffe verwandt und die Mediziner meinten wohl, dass die Zwischenwand im Kopf so ähnlich aussieht. Naja, ...


Ööhh, Du darfst das Ganze natürlich sehr viel ernster nehmen als ich, die ich seit 1995 "mit ohne mit ohne ..." solchen Einwohnern herumlaufe und bis Juli 2011 auch gern und fleißig kleine und große Kinder mit Mathe und Physik belustigte.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du die Wartezeit akzeptabel überstehst, die OP von den Ärzten fabelhaft durchgeführt wird und Du den frechen Bewohner ohne Folgen rausgeschmissen bekommst! Und dann denkst Du ausführlich darüber nach, wie Du Dein Oberstübchen ganz allein nutzen wirst!

Alles Gute wünscht Dir
KaSy


 

 

Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 12. Mai 2013, 14:15:06
Hallo Kasy,

vielen lieben Dank für deine Nachricht.

Da ich aus dem Saarland stamme und die Reha ziemlich heimat nah gemacht werden soll , ist die zuständige Rehaklinik gerade mal 4 Kilometer von meinem Zuhause weg.

Hab mich nun mal vorab informiert.
Ambulante Reha wäre möglich.

Da ich zuhause alle Ruhe habe die ich brauche , hab ich da keinerlei Bedenken.

Mein Op Termin steht nun auch fest...24.6

Um mich bis dahin einigermaßen abzulenken, werde ab Mittwoch wider arbeiten gehen.

Viele liebe Grüße

Trixi

 
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: KaSy am 12. Mai 2013, 23:22:54
Hallo, Trixi,
das mit dem Arbeiten finde ich gut. Ich habe das auch immer als die beste "Medizin" gesehen, da man ansonsten nur noch im Kreise denkt.
Und mit der "ambulanten" AHB - warte bis nach der OP ab und entscheide dann. Ich sehe durchaus Vorteile in der Ruhe dort bzw. im freizeitlichen Kontakt zu den Mitpatienten, die man dort kennen lernt. Es gibt sicher auch die Variante, sich für eine stationäre AHB zu entscheiden, die man immer noch in eine ambulante AHB umwandeln kann, wenn man sich absolut nicht wohl fühlt.
Ich möchte ja nur wie viele andere hier auch, dass Du auch nach der OP das Bestmögliche an Therapie erhältst.
Dass man lieber zu Hause ist, klar, kann ich verstehen. Aber vielleicht kann der Kontakt zu Betroffenen einige Deiner hunderttausend Fragen beantworten, die nach der OP eher mehr als weniger werden ...
Natürlich ist es Deine Entscheidung.
Gruß
KaSy
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 17. September 2013, 00:33:15
Hallo ihr Lieben,
Mittlerweile ist einiges passiert....
Operation 1 ist gut verlaufen, leider kam es zu einer Einblutung . Also wurde ich ein 2 mal operiert. Nach den Operationen ging es mir bis auf eine Fußlähmung rechts ganz gut. Nach 12 Tagen Klinikaufenthalt durfte ich nach Hause. 2 Wochen später ging es in Reha.

Die Reha wurde zwei mal verlängert, insgesamt waren es 6 Wochen. Es war sehr anstrengend, aber sie hat mir auch viel geholfen. Mein Fuß funktioniert wieder zu 90 % . :)
Ansonsten bin ich abends früher müde und komme viel schneller als vor der Op ins Schwitzen...  Aber damit kann ich gut leben.

Im nächsten Monat soll ich wieder eingegliedert werden. Bin wirklich gespannt wie das funktioniert.
Vollzeit  habe ich 6 Tage die Woche im 3 Schichtsystem gearbeitet. Ob ich das schaffe, bleibt abzuwarten.

Im Oktober muß ich zum 1 Kontroll MRT. Mein Neurochirurg war bisher sehr zufrieden mit meiner Entwicklung und meinte ich brauche mir keine Sorgen zu machen.
Ich hoffe er behält Recht   ;)

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei allen hier bedanken, die mich unterstützt und aufgebaut haben. Die mir zur Seite standen und mir geduldig meine Fragen beantwortet haben.

Vielen ....vielen...lieben Dank

Gruß
Trixi
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Bonny23 am 17. September 2013, 08:02:23
Hallo Trixi,
Lese soeben deine Krankengeschichte. Es freut mich sehr das es Dir so gut geht . Das Problem mit dem Fuß wird bestimmt mit der Zeit noch besser ,ich wünsche es dir. Du machst hoffentlich noch weiter Übungen dafür .
Ich bin an einem Kavernom in der Augenhöhle operiert worden und fahre am Freitag in die AHB.
Mir geht es recht gut ,habe noch einige Nachwirkungen der OP ,hoffe das die AHB mich wieder fit macht.
Für Deinen  Wiedereinstieg in den Beruf wünsche ich dir alles Gute ,lass es langsam angehen. Der Arbeitsstress holt einem schnell wieder ein.
Sei ganz lieb gegrüßt . bonny23
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: TinaF am 17. September 2013, 08:09:34
Hallo Trixi,

willkommen zurück! Ich freue mich, dass Du die OPs gut überstanden hast und es Dir mittlerweile schon wieder so gut geht, dass Du über eine Wiedereingliederung nachdenken kannst. Das mit der Einblutung und der zweiten OP hätte nicht sein müssen, aber am Ende zählt das gute Ergebnis.

Zur Wiedereingliederung: Während der Wiedereingliederung bist Du weiterhin arbeitsunfähig. Sinn und Zweck der Wiedereingliederung ist, Dich langsam wieder an die Arbeit heranzuführen, man fängt mit wenigen Stunden an und steigert langsam. Solltest Du merken, dass es noch nicht geht, kannst Du die Wiedereingliederung jederzeit abbrechen. Ich habe damals auch im Rahmen einer Wiedereingliederung mit zwei Stunden täglich angefangen. Allerdings arbeite ich nicht im Schichtsystem, so dass ich Dir hierzu nichts sagen kann. Aber ich kann mich gern mal auf die Suche machen.

Die schnellere Ermüdung und das Schwitzen sind für mich Anzeichen, dass Du noch nicht wieder die "Alte" bist, das ist aber nach der kurzen Zeit seit den OPs kein Wunder. Mit der Zeit wird so manches sicherlich noch besser werden. Achte weiter auf Dich und höre auf Deinen Körper. Man muss immer versuchen, die Grenze zwischen fordern und überfordern zu finden, was nicht immer ganz leicht ist. ::)

Für Dein erstes Kontroll-MRT drücke ich Dir ganz fest die Daumen. Wenn Dein NC sehr zufrieden ist, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen. Ich hoffe, Du gibst uns dann wieder Bescheid.

LG TinaF
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Fee am 17. September 2013, 18:33:58

Hallo Trixi,

ich hatte ein Meningeom und bin auch operiert worden. Nach der Reha kam die Wiedereingliederung. Ich arbeite wie du in 3 Schichten.  In der Wiedereingliederung habe ich nur vormittags 4 Stunden gearbeitet. Schrittweise dann wieder ganze Tage. Aber nur Frühschicht. Nach der Wiedereingliederung habe ich dann wieder Spätdienste gemacht. Nachtdienste mache ich keine mehr, obwohl ich es versucht habe. Aber ich konnte einfach nicht mehr ausreichend schlafen und da ich auch einen Krampfanfall 4 Monate nach der Op bekam,  hatte ich Angst dass mir das irgendwie nochmal alleine aus Schlafmangel passiert. 

Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung.

LG Fee  :D
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Igelchen am 17. September 2013, 20:30:01
hallo trixi,

leider war da jetzt eine 2 op bei dir. wie du aber schreibst ist es alles in allem doch gut gegangen.
schön das dein nc sehr zufrieden mit dir ist. ich möchte dir trotzdem ans herz legen achtsam mit dir umzugehen.

wie die anderen dir ja auch schon geraten haben, langsam angehen!!! so schriftlich alleine kann ich mir ja kein richtiges bild über deinen körperlichen (meins net böse aber psychisch muss man manchmal auch sehen ob es net plötzlich was einschleicht....eigene erfahrung) zustand machen.

im 3 schichtbetrieb nach 2 hirntumor-op's in für mich so kurzer zeit in den beruf wieder einzusteigen???? aber das musst du ganz genau mit dem arzt der die wiedereingliederung mit dir plant besprechen. nur als beispiel habe ich mich bereitgefühlt und wollte unbedingt wieder arbeiten (und ich hatte geduld weil meine ärzte es nachdem ich 3 monate nach op einen fokalen anfall hatte den termin danach erst 5 monate später das ok gegeben haben), habe mit 2 stunden normalschicht angefangen, dann sollte 1 monat später auf 3 erhöht werden....ich habe es dann bei 2 stunde belassen, es ging nicht.

dann machte ich mir druck und dachte, man das muss doch gehen und bin im 3. monat auf 3 stunden gegangen. dies mußte ich dann endgültig nach 2 wochen beenden.

ich kann mir vorstellen, dass deine wiedereingliederung gerade für den schichtbetrieb gut überlegt sein sollte.

ich wollte dir mit meinem beispiel auch zeigen, dass es dich falls es bei deiner eingliederung noicht so laufen sollte wie du es dir wünschst, du nicht so sehr enttäuschst bist.
genau abwägen im vorfeld ist immer besser als dann zu spüren es geht doch noch nicht.

auf jeden fall ist es toll, dass auch die beeinträchtigung mit deinem fuss schon sich so gut gebessert hat!!!! vieles wird sich weiterhin bessern!!


herzliche grüße

igelchen
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 18. September 2013, 21:27:25
Hallo Bonny23,
Lieben Dank für deine Nachricht. ich wünsch die alles gute für die AHB. Sie wird dir sicher weiterhelfen.
Die machen dort so viel Gutes . Nimm so viel wie möglich für dich mit. Ich hab freiwillig 2 mal verlängert.
Und die Übungen mache ich jetzt noch Zuhause .

auch Hallo an TinaF, Fee und Igelchen  :)

Euch Danke ich auch für eure Antworten.
Ich muß gestehen, das ich mir mit der Widereingliederung nicht sicher bin. Auf einmal geht mir das alles zu schnell. Aber mein Hausarzt meinte er wisse nicht wie er eine erneute Krankmeldung bei mir vor der Krankenkasse begründen solle  :-\
Ich habe noch bis Ende September Fahrverbot, dann soll oder muß ich wieder arbeiten gehen.
Ehrlich gesagt fühle ich mich bei ihm nicht wirklich gut aufgehoben. Er wusste von Anfang an nicht wirklich viel über mein Meningiom. Schrieb sogar nen falschen Diagnoseschlüssel auf meinen Krankenschein.Er wirkt ziemlich hilflos. Egal was ich frage, es kommen recht seltsame Antworten....
Z.B mir fallen im Moment viele Haare aus ( war bei meiner Mutter auch nach ihrer Op so) mein Hausarzt meint : das kann nicht sein!!!
Habe mir heute mal nen Termin bei meinem Neurologen geholt. Mal sehen was er meint. Am Freitag geh ich hin. Auf meine Außenwelt erscheine ich wohl topfit  :-\
Selbst der Neurochirurg sagte sie können wider arbeiten.
Aber wenn ich hier lese, das es Monate nach der Op noch zu Anfällen kommen kann, dann bekomme ich Angst. Mit diesem Thema habe ich mich die ganze Zeit nicht befasst. Es gibt da ja so vielen verschiedene Arten . Wie hat sich das bei euch geäußert ??? Kann man das per EEG feststellen?
Diese Widereingliederung soll auch laut meinem Hausarzt nach 6 Wochen vorbei sein.

Liebe Grüße

Trixi
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: krimi am 18. September 2013, 22:58:58
Hallo Trixie,

ich habe eben gelesen, dass du die OPs überstanden hast und auch erfolgreich eine AHB hattest. Jetzt ist die „Berufliche Wiedereingliederung“ (BEM) ein Thema für dich.

Die Aussage deines Hausarztes verstehe ich nicht, dass die Wiedereingliederung nach 6 Wochen abgeschlossen ist.

Ich mache mir auch gerade diese Maßnahme zu Nutze um in den Beruf zu finden. Ich hatte auch erst an eine kurze Wiedereingliederungszeit gedacht, da ich im Gegensatz zu dir Teilzeit arbeite. Mein Arbeitgeber war über diese kurze Zeit erstaunt. Jetzt, nach knapp 2 Wochen weiß ich, dass ich länger brauchen werde.

Bei dir im Schichtdienst solltest du mindestens über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten nachdenken. Hier ein Link für dich mit guten Tipps.
http://www.sozialblog.com/blog/2008/03/stufenweise-wiedereingliederun.html
http://www.einfach-teilhaben.de/DE/StdS/Ausb_Arbeit/ArbPl_sichern/Wiedereingliedern/wiedereingliedern_inhalt.html?nn=277242

Sprich auch deine Krankenkasse darauf an. Sie können dir dort weiterhelfen.

Du schreibst, dass selbst dein Neurochirurg sagt du könnest wieder arbeiten. Die NCs sind die Spezialisten in Sachen OP am und im Gehirn, aber nicht was die physische Arbeitstauglichkeit betrifft. Das sagt dir dein Kopf, dein Körper. Sie zeigen dir klar wann du deine Grenze erreichst. Und es ist wichtig für dich, dass du dann auch darauf hörst.

Überfordere dich nicht. Damit gewinnst du bei deinem Chef keinen Pokal. Er möchte dich auf Dauer wieder einsetzbar haben und nicht mit Gewalt für eine kurze Zeit. Du tust dir nichts Gutes wenn du dich überforderst.

Zu Anfällen:

Du schreibst selbst, dass du gelesen hast „…Monate nach der Op noch zu Anfällen kommen kann,“ . Lege hier die Bedeutung auf kann.
Auch wenn manche nach Monaten einen Anfall bekamen bedeutet es nicht, dass es bei dir ebenso sein muss.

Du hast Freitag einen Termin bei einem Neurologen. Sollte er nicht von sich aus ein EEG machen, dann frage ihn darum und erzähle ihm von deiner Befürchtung evtl. einen Anfall zu bekommen.
Es ist aber nicht sicher, dass irgendwelche Anzeichen für einen evtl. kommenden Anfall gefunden werden.

Ich habe durch mein Meningeom Epilepsie bekommen und bin z.Zt. gut durch Medikamente eingestellt. Mein Neurologe macht und machte alle 3 Monate ein EEG und das ist immer sauber, obwohl ich zwischendurch kleine fokale Anfälle, Auren und sogar Grand Male hatte.

Wenn du dich noch nicht fit genug fühlst, dann sag es deinem Arzt. Zwei Eingriffe im Kopf sind kein Pappenstiel, auch wenn du eine mehrwöchige AHB hattest.

Ich wünsche dir alles Gute.

krimi
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: TinaF am 19. September 2013, 09:01:13
Hallo Trixi,

ganz ehrlich? Such Dir einen neuen Hausarzt!

Ich wurde am 01.09.09 operiert und habe erst Mitte März 2010 mit der Wiedereingliederung angefangen. Meine Hausärztin sagte klipp und klar, dass ich entscheide, wann ich mich wieder so fit fühle, dass ich es mit der Arbeit versuchen möchte. Es gibt leider auch unter den Ärzten diese Typen, die nur auf das Äußere achten. "Die Patientin sieht wieder normal aus, also kann sie auch arbeiten." Hier im Forum gibt es das schöne Bild der "Krücke, die wir leider nicht am Kopf tragen". Soll heißen, nach einer gewissen Zeit sieht man uns nichts mehr an, was aber noch lange nicht bedeutet, dass da auch nichts mehr ist. Du schreibst selbst, dass Du abends schneller müde wirst, schneller anfängst zu schwitzen. Natürlich ist es nicht schlimm, abends früher ins Bett zu gehen, aber es ist ein Zeichen Deines Körpers, dass da was noch nicht "stimmt".


Ich habe ca. zwei Jahre nach meiner OP bei einer Veranstaltung meine Oberärztin (NC) getroffen. Wir sind ins Gespräch gekommen und sie hat sich sehr dafür interessiert, wie es mir denn gehe. Wir haben uns lang unterhalten und sie meinte, dass es für sie richtig gut gewesen sei, mit einer Patientin längere Zeit nach der OP zu sprechen, da sie normalerweise nach der Entlassung aus dem KH keinen Kontakt mehr zu den Patienten habe. Mein Prof, den ich ab und an mit den Bildern vom Kontroll-MRT besuche, meinte dagegen, es sei nicht ungewöhnlich, dass es nach einem Eingriff am Gehirn zu Einschränkungen komme und dass diese wiederum von verschiedenen Faktoren wie Lage, Größe etc. abhingen und auch von Patient zu Patient unterschiedlich seien. Über die Arbeitsfähigkeit entscheidet ein Neurochirurg dagegen nicht, zu mir hat man damals gesagt, das sei Sache des Hausarztes, evtl. des Neurologen.


Was die Haare angeht, so ging es mir ähnlich. Für die OP wurde nur ein ganz schmaler Streifen ausrasiert, aber nach etlichen Wochen fielen mir plötzlich alle Haare auf dem Oberkopf aus. Mein Hautarzt erklärte mir, dass durch das Zurückschieben der Kopfhaut die Haarwurzeln geschädigt worden seien und deshalb alle Haare ausfallen würden. Im OP-Bereich konnte man damals kaum noch was sehen, aber da ich keine Haare mehr oben auf dem Kopf hatte, bin ich noch sehr lange mit Tüchern durch die Gegend gelaufen. Es war mitten im Winter, es war kalt und es schneite, als ich zum ersten Mal wieder ohne Kopfbedeckung unterwegs war. Fast alle Leute hatten eine Mütze auf, nur ich habe mir den Schnee so auf den Kopf fallen lassen und ich war rundum happy. ;)

Was die Anfälle angeht, so kann auch ich Dir nur sagen, dass sie auftreten können, aber nicht müssen. Ich habe vier Jahre lang keine bekommen, andere schon. Auch das ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein EEG kann Aufschluss geben, es kann aber auch sein, dass beim EEG gar nichts zu sehen ist und es trotzdem zu Anfällen kommt. Versuche Dir nicht allzu viele Gedanken über Anfälle zu machen. Ich habe mich damals an einem Satz meiner Oberärztin "festgehalten", der da lautete: Je mehr Zeit seit der OP vergangen ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass keine Anfälle auftreten. Ausnahmen gibt es immer wieder, klar, aber Du hast die ersten Monate ohne Anfälle überstanden und das ist schon mal richtig gut.

Die stufenweise Wiedereingliederung ist nicht gleichbedeutend mit dem BEM (betriebliches Eingliederungsmanagement). Zum BEM kannst Du Dich hier informieren: http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a748-betriebliche-eingliederung.pdf?__blob=publicationFile
Die stufenweise Wiedereingliederung beträgt in der Regel zwischen zwei Wochen und sechs Monaten. Wie Dein Hausarzt also auf sechs Wochen kommt, erschließt sich mir nicht. Und das Ende des Fahrverbots ist auch nicht automatisch das Ende der Arbeitsunfähigkeit. Ich würde diese Punkte unbedingt mit Deinem Neurologen besprechen, der sollte zumindest von Hirntumoren mehr Ahnung haben.

Lass Dich zu nichts drängen, wenn Du Dich noch nicht fit genug fühlst, dann lass Dich weiter krankschreiben. Und wie gesagt, such Dir einen neuen Hausarzt, Dein bisheriger scheint mit der Situation überfordert zu sein und ist damit für Dich kein geeigneter Ansprechpartner mehr.

Weiterhin alles Gute für Dich!

LG TinaF

Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 20. September 2013, 10:03:44
Hallo TinaF,

Ich komme gerade von meinem Neurologen :-\ und rege mich tierisch auf.
Leider ging auch er nicht auf mich ein, im Gegenteil. Er meinte mit so einer Sache kommen sie nicht in Rente.
Davon war meinerseits absolut keine Rede. Dafür bin ich noch zu jung und das will ich auch gar nicht.
Da ich im Oktober mein erstes Konroll Mrt habe, hat er mich bis dahin krank geschrieben. Wenigstens etwas :-\
Es gab kein EEG, geschweige denn mal einen Blick auf meine Narbe. Auf mein Befinden wurde auch nicht reagiert.
 Das mit meiner Widereingliederung hat sich nun verschoben bis zum Termin in der Uniklinik.
Neurologe sagt , der Neurochirurg soll das entscheiden. Super, NC sagt Hausarzt oder Neurologe.

Im Moment fühle ich mich ziemlich verloren :(
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: TinaF am 20. September 2013, 10:22:53
Liebe Trixi,

das tut mir leid. Erst der Hausarzt und jetzt auch noch der Neurologe. >:( Hast Du ihm wenigstens gesagt, dass es Dir nicht um die Rente geht, sondern darum, dass Du noch ein bisschen mehr Zeit brauchst, bis Du wieder anfängst zu arbeiten? Oder konntest Du gar nichts mehr sagen und wolltest nur noch weg?

Wie wichtig gute Ärzte sind, das merkt man gerade dann, wenn man mehr als einen Schnupfen oder einen verstauchten Knöchel hat. Wenn man etwas hat, für das man wirklich ganz dringend gute Ärzte braucht.

Zumindest hast Du jetzt noch etwas mehr Zeit gewonnen. Dass der NC über Deine weitere Arbeitsunfähigkeit bzw. die Wiedereingliederung entscheidet, wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht kann er Dir einen Neurologen empfehlen? Wenn alle Stricke reißen, dann beginnst Du mit der Wiedereingliederung und wenn es nicht gehen sollte, dann brichst Du sie eben wieder ab. Die Zeit bis Oktober würde ich auf jeden Fall für die Suche eines neuen Hausarztes nutzen!

Ich glaube Dir, dass Du mich momentan ziemlich verloren fühlst. Hast Du schon mal in unserer Ärzteliste nach Neurologen gesucht? Vielleicht sind ja welche aus Deiner Nähe dort aufgeführt. Ich drücke Dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen, dass sich eine gute Lösung für Dich findet.

LG TinaF
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Bea am 20. September 2013, 10:24:56
Hallo Trixi,

nach Deinem Post bin ich doch entsetzt. Es darf eigentlich nicht sein, dass Du verschiedenen Ärzte aufsuchst, zu denen man Dich schickt, um immer wieder verwiesen zu werden.
Es bleibt Dir nichts anderes übrig, als ganz fest aufzutreten und zu sagen, was Du willst. Ggf. solltest Du nicht alleine gehen.

Ob es mal zu einem Rentenantrag kommen kann, das weiß heute niemand. Und wie Du schon sagst, darum geht es heute gar nicht.

Die Narbe kann sich auch der Hausarzt anschauen und ob die Uni bezüglich der Wiedereingliederung zuständig ist, bleibt ja dann abzuwarten. So geht es nicht.

Such Dir einen anderen Neurochirurgen. Du benötigst definitiv jemanden, der sich auskennt und kümmern mag. Genau danach würde ich bei einer Terminvereinbarung fragen.

Auch wenn Du durch die Krankmeldung ein wenig Zeit hast, diese solltest Du nutzen. Nimm Dir einen Zettel und schreibe Dir alles auf was Du möchtest, was Du wissen willst und auch, wo Deine Beschwerden sind. Alles, auch wenn es Dir erst einmal banal erscheint. Und diesen Zettel kannst Du weiter füllen, wann immer Dir etwas einfällt.
Mit dem Zettel im Gepäck gehst Du dann zum Arzt. Und Deinem Hausarzt, der anscheinend nicht wissen will, worauf er Dich noch krank schreiben soll, sagst Du ganz klar, dass Du auch durch diese Verunsicherungen mit den Nerven am Ende bist.

Mag ja sein, dass dann auf der nächsten Krankschreibung eine andere Ziffer steht, die zur Folge hat, dass es sich um eine neue und nicht um eine fortlaufende Krankmeldung handelt. (Du weißt, dass das auch andere Voraussetzungen zur Lohnfortzahlung hat?)

Wenn das alles nicht funktioniert, gibt es noch den Weg der Beratung. Auch beim sozialen Dienst, aber nicht nur dort.

Mir bleibt leider nichts anderes als Dir erst einmal ganz viel Kraft zu wünschen und auch Menschen, die Dich auf diesem Weg begleiten.

Alles Liebe,
Bea
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: Trixi am 20. September 2013, 14:03:12
Hallo TinaF und Bea,

Danke für eure Antworten.

Ich habe dem Neurologen heute morgen ganz klar gesagt, das ich noch etwas Zeit brauche.
Ich hatte mir auch einen Zettel mit Fragen mitgenommen , aber Antworten bekam ich keine!

Bea:

Mag ja sein, dass dann auf der nächsten Krankschreibung eine andere Ziffer steht, die zur Folge hat, dass es sich um eine neue und nicht um eine fortlaufende Krankmeldung handelt. (Du weißt, dass das auch andere Voraussetzungen zur Lohnfortzahlung hat?)

Was meinst  du genau damit? Lohnfortzahlung erhalte ich ja nicht mehr. Bin im Krankengeld.

TinaF:
Wo finde ich denn die Ärzteliste ?

Liebe Grüße

Trixi
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: TinaF am 20. September 2013, 19:33:09
Hallo Trixi,

ich habe Dir eine PN geschickt!

LG TinaF
Titel: Re:Hallo, ich bin neu habe hundertausend Fragen. Vorst. Trixi(Betroffene)
Beitrag von: KaSy am 03. Oktober 2013, 20:54:51
Liebe Trixi,
es ist schön, dass Du die beiden OP überstanden hast und die AHB gründlich und mit Verlängerungen genutzt hast.

Zu Deinen 100 000 Fragen:

1. Ich kann es nur auch bestätigen - erst wenn Du Dich arbeitsfähig fühlst, solltest Du an eine Wiedereingliederung denken.
Aber woher weiß man das, wenn man nicht mit der Eingliederung begonnen hat?

Ich rate Dir, wirklich auf Dich selbst zu hören. Wenn Du zu Hause mit allem wieder klar kommst, alles so schaffst, dass auch noch Zeit für Dich bleibt, wenn Du merkst, Du langweilst Dich, Du brauchst mehr Beschäftigung, Dir fehlt der "Input" von außen, dann könntest Du so weit sein.

2. Ganz klar ist der Hausarzt derjenige, der Dich weiter krank zu schreiben hat. Natürlich hat bei der relativ geringen Anzahl von HT-Patienten kaum ein Hausarzt überhaupt mit dieser Krankheit und ihren so unterschiedlichen Verläufen zu tun. Er wäre also auf Deine Aussagen angewiesen. Erzähle ihm mehr davon, was Dich einschränkt, denn der Fuß ist es ja nicht nur. Sollte er sich aber weiterhin uneinsichtig (ich vermeide noch das Wort "überheblich") zeigen, dann ist ein Wechsel angezeigt. Aber eigentlich kann er nur von Dir lernen.

3. Das gleiche kann für den Neurologen gelten, der sich auch nicht zwangsläufig mit HT auskennen muss. Er ist aber eher verpflichtet, sich darüber zu informieren. Immerhin hat er Dich weiter krank geschrieben.

4. Der NC hat mit einer Krankschreibung nichts zu tun, lediglich für die Zeit des KH-Aufenthaltes, wo die Krankschreibung aber auf Grund der KH-Einweisung durch die Patientenverwaltung des KH erfolgt.

5. Während der Krankschreibung erhältst Du Krankengeld. Wenn die 6 Wochen Lohnfortzahlung in der KH- oder AHB-Zeit endeten, erhältst Du bis zum Ende der AHB ein Übergangsgeld. (Sollte das nicht geschehen sein, so frage lieber erst hier im Forum nochmal nach, bevor Du Dich an die dafür zuständige Krankenkasse wendest. Auf mich traf das im Jahr 1995 zu. Seit 1998 geht es mir nämlich so, wie Bea versehentlich schrieb, dass ich als Beamtin tatsächlich für die Dauer der Krankschreibungen Lohnfortzahlungen erhalten habe.)

6. Für die Ärzte in Deiner Umgebung wäre die Krankenkasse der richtige Ansprechpartner. Bei uns wird jährlich auch in einer "Kostenlos-Zeitung" eine Ärzteliste veröffentlicht. Auch das Telefonbuch bietet mitunter extra Ärzteseiten. Auf das Internet würde ich mich nicht verlassen, da bei weitem nicht jeder Arzt im Internet präsent ist. Allerdings gibt es jede Menge Anbieter, die Ärzte auflisten, die jedoch mitunter überhaupt nicht mehr dort oder überhaupt tätig sind.

7. Du solltest die Wiedereingliederung keinesfalls nach 6 Wochen beenden!
Wie Fee Dir geschrieben hat, solltest Du nur mit der Schicht beginnen, die Dir am liebsten ist.
Das solltest Du rechtzeitig vor dem Beginn mit Deinem Arbeitgeber besprechen. Er muss es ja einrichten, dass Du zunächst nur wenige Stunden (auch weniger als 4 pro Tag - das bestimmst Du!) und nur in einer Schicht arbeitest. Das kann in einem BEM-Gespräch geschehen, wozu Arbeitgeber bei längerfristig Erkrankten und regelmäßig bei Schwerbehinderten verpflichtet sind.
Du solltest Dir überlegen, wie viele Stunden Du arbeiten und wie Du sie steigern möchtest - verteilt auf 6 Monate. Das besprichst Du mit dem Arbeitgeber und dem Hausarzt, d.h. Du legst es ihnen vor und sagst: "So möchte ich es, weil ich es nur so kann." Es steht Dir zu! Solltest Du Dich früher so fit fühlen, dass Du wirklich schneller steigern möchtest, dann hindert Dich sicher niemand daran. Aber denke auch immer daran, dass Du die WE jederzeit abbrechen kannst oder später als zunächst vorgesehen steigern möchtest.

8. Es hängt überhaupt nicht vom Ergebnis des MRT im Oktober ab, ob Du arbeitsfähig bist!! Lass Dir das ja nicht einreden!

9. Lass Dich nicht unter Druck setzen, arbeiten gehen zu müssen, wenn Du Dich noch nicht arbeitsfähig fühlst. Das schadet Deiner Psyche, die - wie ich hoffe - einigermaßen unbeschadet durch die OP gekommen ist.

10. Alles, alles Gute und ein selbstbewusstes Vorgehen in Deinem Interesse und Deinem weiteren erfolgreichen (auch Berufs-)Leben wünscht Dir

KaSy