HirnTumor Diskussionsforum

Hirntumorarten => Meningeom / Meningiom => Vorstellung => Thema gestartet von: Testudo am 21. August 2014, 17:48:26

Titel: Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 21. August 2014, 17:48:26
Hallo an alle hier im Forum ,

Möchte mich und mein Alien im Kopf kurz vorstellen.
Bin gerade 50 Jahre geworden, wohne in Hessen , bin sportlich , arbeite im Schichtdienst , und habe seit drei Wochen die Info , dass ein Alien in meinem Kopf wohnt.
Alien = 1,5 cm im rechten Tentorium cerebelli angrenzende Raumforderung mit Impression der rechtshälftigen Ponds  ,Tentorium Meningeom .
Habe mich von einem NC der Uniklinik Mainz über den Tumor aufklären lassen und stehe nun vor der Entscheidung OP oder erst einmal beobachten. Die OP Ansicht währe wohl kein Problem, wurde auch schon oft in Mainz durchgeführt . Da sich meine Gedanken in den letzten drei Wochen aber fast ausschließlich um dieses Alien gedreht haben und ich auch kaum noch richtig schlafen kann ,steht meine Entscheidung eigentlich schon fest : raus damit  >:( ich will wieder normal leben.
Habe halt nur Bammel vor dem danach, kann ich dann wieder normal leben , was kann da alles schief gehen ? Brauche ich vielleicht doch noch eine Zweitmeinung ,  ??? aber wofür , ich will das Ding doch los werden.  :o.
 Und Mainz soll doch gut sein oder  ???

Überschrift editiert Mod
Titel: Re:Testudo, bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: TinaF am 21. August 2014, 20:18:10
Hallo Testudo,

ein herzliches Willkommen bei uns im Forum, auch wenn der Anlass mehr als bescheiden ist.

Wenn Deine Entscheidung feststeht (Du schreibst "eigentlich"), dann brauchst Du nicht unbedingt eine Zweitmeinung. Ich hatte auch keine, mein Tumor kam binnen einer Woche nach Diagnose raus. Eine Zweitmeinung schadet nicht, sie ist hilfreich, wenn unterschiedliche Möglichkeiten zur Wahl stehen, wenn man mit der ersten Klinik nicht so zufrieden ist oder wenn einem gesagt wird, der Tumor sei inoperabel. Was der eine NC als inoperabel einstuft, wird von einem anderen erfolgreich operiert.

Mainz hat einen sehr guten Ruf, dort bist Du in guten Händen.

Wie es Dir danach geht, kann Dir leider keiner beantworten. Du kannst Dir aber sicher sein, dass die NC hervorragende "Handwerker" sind, denen das Wohl des Patienten das Wichtigste ist. Es ist auch klar, dass Du jetzt unsicher bist und in Deinem Kopf ein ziemliches Chaos herrscht, so ging es uns allen. Bei mir ist es fünf Jahre her, der Jahrestag naht in großen Schritten und ich weiß noch genau, wie es mir damals ging. So richtig zum Denken bin ich erst nach der OP gekommen, das war der Vorteil der Eile, die bei mir geboten war.  ;)

Wenn Du merkst, dass Dein Alien Dich nicht mehr loslässt, dann ist eine OP vermutlich die richtige Entscheidung. Treffen musst Du diese Entscheidung aber allein, die kann Dir keiner abnehmen.

Wenn Du noch Fragen hast, immer her damit, wir helfen gern, soweit wir das können.

Alles Gute für Dich!

LG TinaF
Titel: Re:Testudo, bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: haijaa am 21. August 2014, 20:50:33
Hallo testudo,
ich kann dir nur berichten, dass sich die Panik nach ein paar Wochen legt...
zumindest bei mir gelegt hat...

was spricht denn für OP (außer deiner Angst)?
und welche Nebenwirkungen hat er dir in Aussicht gestellt?
und hast du jetzt Symptome oder Ausfälle unter denen du leidest?
Titel: Re:Testudo, bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 21. August 2014, 21:17:57
Hallo TinaF,

Danke für dein herzliches Willkommen.
Ja, meine Entscheidung steht eigentlich fest, eigentlich ,weil ich für nächste Woche noch einen Termin für eine Zweitmeinung habe und diesen Termin noch nicht abgesagt habe. Ich werde diesen Termin aber wohl morgen absagen weil ich mich ja eigentlich ja schon entschieden habe.
Habe halt noch bisschen Angst vor den Nachwirkungen einer OP im Kopf.
Es hat mich allerdings schon sehr beruhigt , dass der NC mir sagte diese Art und die Lage des HT sein  Routine in der Uni Klinik Mainz. Wenn ich mein Alien los werden will ist eine OP also kein Problem , ich könne aber auch noch abwarten und das Ding beobachten lassen, es muss noch nicht operiert werden.
Titel: Re:Testudo, bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 21. August 2014, 21:34:32
Hallo haijaa,

Ich kann mich nicht damit anfreunden etwas in meinem Kopf zuhaben was da nicht hingehört.
Kleiner wird das Ding im Kopf wohl nicht werden und jünger werde ich auch nicht, also ist der richtige Zeitpunkt für eine OP ... ?
Der NC meinte  : alles Routine , kein Problem , wurde schon sehr oft entfernt .
Als Nebenwirkung nannte er mir die Möglichkeit einer halbseitigen Gesichtslähmung.
Meine jetzigen Probleme sind auftretende Taubheit/kribbeln im Fuß , Unterschenkel , Hand , Finger , Lippen , Zunge ,Gesicht (alles auf der linken Seite ) dann seit einiger Zeit Doppelbilder und schon Etwas länger Schwindel.

Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: fips2 am 22. August 2014, 15:03:03
Hi

Darf ich fragen aus welchen Großrraum du bist?
Meinen Frau wurde auch in Mainz (Keilbeinflügel-Meningeom) operiert (2006) und wir kommen aus der Nähe von KL.
Gerade so dazwischen Mainz-KL.
Meine Frau war sehr zufrieden und auch die Nachsorge ist optimal.

LG Fips2
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Bluebird am 22. August 2014, 16:03:38

Hallo Testudo,

auch von mir ein herzliches Willkommen.
ich habe den Eindruck, dass Deine Entscheidung für eine OP richtig ist.
Dein Meningeom ist noch relativ klein und somit noch gut in den Griff zu bekommen lt. NC-Klinik Mainz.  Tentorium - Meningeome können aber richtig gemein werden, wenn sie groß sind und sind dann nicht mehr so leicht und im Ganzen zu entfernen. Sollte der Tumor Grund für Deine bereits bestehenden Beschwerden sein, gibt's wirklich nicht mehr viel zu überlegen, oder?

LG
Bluebird
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 22. August 2014, 21:00:53
Moin Moin ,

Habe den Termin für die Zweitmeinung abgesagt. Der Oberarzt in der Uni meinte maximal zwei Wochen Vorlaufzeit wenn ich mich für eine OP entscheiden sollte. Also kann es jetzt bald los gehen damit ich es schnell hinter mir habe. Den genauen Termin muss ich aber noch absprechen.
Habe hier heute viel über Rezidive gelesen und bin schon wieder platt  :-\ , kommt es den öfter vor das da was nachwächst und man ein zweites mal operiert werden muss ???


Hi fips2,

Ich wohne im nahen Umkreis von Mainz Richtung FFM, daher war meine Entscheidung für die Neurochirurgischen Klinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz auch recht schnell gefallen.


Hallo Bluebird,

Ich bin hoffe nur ,dass es mir nach der OP besser geht und nichts unvorhergesehenes passiert.
Es gibt da halt zwei Meinungen bezüglich meiner Schwindel/Gleichgewichtsstörungen ,
mein Neurologe meint da laut Bericht des Radiologen der (oder das ?) Meningeom schon auf das Hirn drückt wird es durchaus Abhängigkeiten geben. Der UniKlinik Neurochirurg hält mein Meningeom für zu klein um Schwindel auszulösen, die Taubheitsgefühle und die Doppelbilder sieht er klar im Zusammenhang mit meinem Alien.
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: TinaF am 22. August 2014, 23:12:20
Hallo Testudo,

was die Rezidive angeht, so kann man sagen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Rezidives umso höher ist, je höhergradig das Meningeom war. Und dann spielt es auch noch eine große Rolle, ob der Tumor vollständig entfernt werden konnte oder nicht. Soll heißen, die Wahrscheinlichkeit eines Rezidives ist bei einem vollständig entferntes WHO-I-Meningeom geringer als bei einem nur teilweise entferntem Meningeom WHO II. Kann aber auch ganz anders kommen,  also alle Angaben ohne Gewähr!

LG TinaF
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Bluebird am 23. August 2014, 10:12:17

Hallo Testudo,

die Neurochirurgen sind sich auch in meinem Fall nicht einig, ob die einstigen Schwindelattacken vom Meningeom ausgelöst wurden.
Deine Entscheidung steht fest, einen Termin bekommst Du relativ schnell (ich hätte 4-6 Wo. Vorlaufzeit). Wie schon mitgeteilt, wird sich bei der OP und der folgenden histologischen Abklärung zeigen, wie Dein Alien einzuordnen ist. Mache Dir jetzt nicht so viele Gedanken, Du hast keinen Einfluss darauf und musst halt abwarten.

LG
Bluebird
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 23. August 2014, 11:22:10
Hallo @all,

Und wieder ein neuer Tag mit meinem Alien im Kopf   ::)

Zitat
was die Rezidive angeht, so kann man sagen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Rezidives umso höher ist, je höhergradig das Meningeom war. Und dann spielt es auch noch eine große Rolle, ob der Tumor vollständig entfernt werden konnte oder nicht. Soll heißen, die Wahrscheinlichkeit eines Rezidives ist bei einem vollständig entferntes WHO-I-Meningeom geringer als bei einem nur teilweise entferntem Meningeom WHO II. Kann aber auch ganz anders kommen,  also alle Angaben ohne Gewähr!

Also ist da erst einmal alles möglich und ich kann nur hoffen?


Zitat
Mache Dir jetzt nicht so viele Gedanken, Du hast keinen Einfluss darauf und musst halt abwarten.

Leichter gesagt ans getan , besonders wenn ich abends zu Ruhe komme drehen sich alle Gedanken nur noch um das was passiert danach noch alles mit mir ?

Nächste Woche ist mein Urlaub zu Ende und ich gehe erstmals seit dem Befund wieder zur Arbeit, ich weiss noch garnicht ob ich dort etwas sagen soll. Sollte ich lieber noch niemanden was sagen ? muss ich meinen Vorgesetzten informieren ?
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: krimi am 23. August 2014, 11:44:24
Hallo Testudo,

ich möchte dich ebenfalls in unserer Runde willkommen heißen.
Meine Vorschreiberinnen haben dir schon gute und wichtige Infos gegeben. Dem kann ich mich nur anschließen.
Ich gehöre ebenfalls zu der Fraktion Meningeom.

Was deine Frage bzgl. des Arbeitgebers angeht, so habe ich frühzeitig mit meiner unmittelbaren Chefin darüber gesprochen. Als dann mein OP-Termin feststand, bin ich auch zu meinem Chef im Fachbereich gegangen um ihm mitzuteilen, dass ich längere Zeit ausfallen werde.

Eine OP am Gehirn ist ein massiver Eingriff, der nicht mit einem Blinddarmeingriff gleich zu setzen ist, wo der Patient nach zwei Wochen wieder am Arbeitsplatz sein kann, kommt auch auf die Tätigkeit an.

Mit der OP und der Zeit danach solltest du davon ausgehen, dass du längere Zeit ausfallen wirst.
Weiß das dein Arbeitgeber früh genug, kann er sich darauf einstellen und auch dir gibt es ein besseres Gefühl. Evtl. muss eine Vertretung eingearbeitet werden oder Arbeiten für diese Zeit auf andere Kollegen aufgeteilt werden.

Mit OP und anschließender AHB und noch einige Zeit zu Hause war ich ein viertel Jahr ausgefallen. Andere haben auch länger krankfeiern müssen.
Es gibt auch solche User, die schneller wieder fit waren.

Ich wünsche dir ein angenehmes Wochenende ohne zu viele Grübeleien. Es wird alles gut gehen.

Viele Grüße
krimi
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: TinaF am 23. August 2014, 13:24:08
Hallo Testudo,

was Du durchmachst, ist vollkommen normal, all die Ängste, die Zweifel, die Ungewissheit. Für mich ist es auch absolut verständlich, dass Du nicht einfach "auf Knopfdruck" abschalten kannst.

Ich bin Mutter, mein Sohn war damals vier Jahre alt. In dieser Zeit zwischen Diagnose und OP stellte ich mir immer und immer wieder die Frage: Werde ich mein Kind aufwachsen sehen? Werde ich mich nach der OP noch um den kleinen Mann kümmern können? Und natürlich auch: Werde ich danach noch "geradeaus" denken, laufen, sprechen können? Werde ich mein Leben wieder bekommen, das Leben wie es vorher war?

Ich habe das schon oft geschrieben, ich war in dieser Zeit wie in einer Zwischenwelt, nicht mehr wirklich hier, aber auch nirgendwo anders. Eine irgendwie unwirkliche Situation.

Was Deinen Alien angeht, so wird erst die histologische Untersuchung das endgültige Ergebnis bringen. Und erst während der OP wird sich herausstellen, ob das Meningeom vollständig entfernt werden kann. Du hast leider vollkommen recht, alles ist möglich und Du kannst nur hoffen. Keine sehr befriedigende Antwort, ich weiß, aber die einzige, die zum jetzigen Zeitpunkt möglich ist.

Ich würde an Deiner Stelle Deinen Arbeitgeber informieren. Wie Krimi schon geschrieben hat, wirst Du nicht nach zwei Wochen wieder auf der Matte stehen. Bei mir ging damals alles glatt und ich habe trotzdem erst nach gut sechs Monaten mit der Wiedereingliederung anfangen können. Die kürzeste AU-Zeit, an die ich mich hier im Forum momentan erinnern kann, waren neun Wochen. Und dann ist es oft so, dass man (zunächst) noch Unterstützung im Job braucht. Das setzt voraus, dass der Arbeitgeber über die Art der Erkrankung Bescheid weiß. Und wenn man weiß, dass man länger ausfällt, dann ist es aus meiner Sicht nur fair, rechtzeitig Bescheid zu geben.

Lass Dir einen OP-Termin geben, dann hast Du den konkreten Zeitpunkt, auf den Du Dich vorbereiten kannst. Vielleicht gelingt es Dir dann sogar noch mal, etwas abzuschalten. Übrigens, kleiner Trost am Rande, bei mir und auch bei anderen war es so, dass wir viel ruhiger wurden, als wir am Vortag der OP ins Krankenhaus eingerückt sind. Die Warterei ist dann vorbei, alles geht seinen Gang, man ist dann ein kleines Rädchen im Getriebe, muss sich um nichts mehr kümmern, nichts mehr regeln, nichts mehr erklären. Klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich unrealistisch in Deinen Ohren, ist aber wirklich so.

Schreib hier, so oft Du möchtest und es Dir gut tut. Du siehst ja, irgendeiner ist immer da, der Dir antwortet. Und wir wissen ganz genau wie es Dir geht, wir haben es ja selbst schon durchgemacht.

LG TinaF
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: frauypsilon am 23. August 2014, 14:45:06
Hallo Testudo,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.

Auch ich bin Meningeomer, meine OP liegt 11 Monate zurück. Ich kann verstehen, wie du dich im Moment fühlst. Mir ging es genauso, ich hatte erst gehofft, ich könnte noch ein wenig zur wait-and-see-Fraktion gehören, aber meine Zweitmeinungsklinik und die Befundkontrollen im Dreimonatsrhythmus haben dann doch eine OP für früher nötig erachtet.

Ich habe mich in dieser Zeit mit meinen 100.000 Fragen und den Ängsten hier im Forum sehr gut aufgehoben gefühlt und fühle mich noch immer so.

Und auch mir erging es wie TinaF: Als ich erst in der Klinik war, wurde ich erstaunlich ruhig. Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt bei den Ärzten - ich halte NC für große Künstler. Ich habe mir gesagt, ich gehe positiv an die Sache ran, es wird gut laufen und so war es auch. Ich bin nach einer Woche aus der Klinik entlassen worden.

Der Weg hinterher ist, wie die anderen schon sagten sehr unterschiedlich. Ich bin immer noch krankgeschrieben und in neuropsychologischer Behandlung und habe mit fokalen Anfällen zu tun. das muss nicht so sein. Wie gesagt, jedes Hirn ist anders, ebenso jeder Körper und jeder Mensch. Das haben mir auch die NCs in der Klinik gesagt. Der eine erholt sich sehr schnell, beim anderen dauert es; es kommt auch auf evtl. Vorerkrankungen etc. an. Das Zauberwort für uns alle heißt Geduld - ich arbeite dran.... ;-)

Dir wünsche ich alles Gute, du schaffst das!

lg
frauypsilon
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 23. August 2014, 15:54:37
Es tut so gut zu lesen , dass es auch andere gibt die die gleichen Befürchtungen hatten wie ich zurzeit.
Ich fühle mich schon wie ein Hypochonder , ich achte neuerdings auf jedes kleine Stechen in meinem Kopf  :o

Zitat
Die kürzeste AU-Zeit, an die ich mich hier im Forum momentan erinnern kann, waren neun Wochen. Und dann ist es oft so, dass man (zunächst) noch Unterstützung im Job braucht. Das setzt voraus, dass der Arbeitgeber über die Art der Erkrankung Bescheid weiß. Und wenn man weiß, dass man länger ausfällt, dann ist es aus meiner Sicht nur fair, rechtzeitig Bescheid zu geben.

Wenn es so lange dauert, sollte ich wohl wirklich vorher bescheid geben. Der NC in Mainz tat so als wenn ich nach zwei Wochen wieder fit sein könnte und zur Arbeit gehen werde. Da wollte ich nicht im Voraus eine große Sache draus machen, aber mindestens neun Wochen hört sich ja ganz anders an.
Wer ist eigentlich für die AU-Bescheinigung zuständig , ich meine im KH und eventuell während einer AHB/Reha und dann danach?

Nochmal danke fürs das Willkommen hier.
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: TinaF am 23. August 2014, 16:22:41
Wer weiß, Testudo, vielleicht wirst Du ja unser nächster Überflieger und gehst nach vier Wochen schon wieder arbeiten. 8) Aber erlaube mir, dass ich daran meine Zweifel habe. Vielleicht meldet sich ja auch noch jemand, der noch kürzer arbeitsunfähig war, kann schon sein, ich habe jetzt nicht alle Verläufe auswendig im Kopf.

Solange Du im Krankenhaus bist, bekommst Du eine Bescheinigung vom Krankenhaus über den stationären Aufenthalt. Danach kann Dich Dein Hausarzt/Neurologe krankschreiben. Nach Ablauf der Lohnfortzahlung gibt es im Normalfall Krankengeld von der Krankenkasse. Bei AHB/Reha kenne ich mich nicht mehr aus, ich bin privat versichert und war nie auf AHB/Reha, aber ich meine, da ist der Rentenversicherungsträger zuständig. Und eine entsprechende Bescheinigung gibt es von der Reha-Klinik.

Ich habe das schon häufiger gelesen, dass von den NC gesagt wird, dass man nach kurzer Zeit wieder fit sei, keine Reha bräuchte und schnell wieder arbeiten könne. Prima, wenn das so klappt, darauf verlassen würde ich mich aber nicht. Die NC machen ihren hervorragenden Job, danach sehen sie die Patienten im Normalfall erst wieder, wenn das erste Kontroll-MRT besprochen wird. Und da gucken sie sich genau die Bilder an, schauen, ob alles "sauber" geblieben ist, was ein evtl. Resttumor macht. Ob man aber an Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen etc. leidet oder wieder fit wie ein Turnschuh ist, kann man nicht zwangsläufig auf den MRT-Bildern erkennen. Ich habe immer so das Gefühl, das ist nicht mehr die "Baustelle" der NC, darum kümmern sich dann eher die Neurologen und/oder Hausärzte. So man denn gute findet...

Es kann Dir auch nach der OP noch einige Zeit lang so gehen, dass Du auf jedes Zucken und Stechen Deines Körpers, insbesondere des Kopfes, hörst. Aber das gibt sich im Laufe der Zeit, man entspannt sich irgendwann wieder und entwickelt wieder Vertrauen in seinen Körper.

LG TinaF
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 23. August 2014, 17:13:18
Ach nee , will ja gar kein Überflieger sein   ;D  und dann drei Monate nach der OP erschöpft zusammen brechen, nur weil ich allen zeigen will wie stark ich bin. Will eben nur nicht meine ganze Umwelt verrückt machen um dann zwei Wochen später zu sagen :"ätsch da bin ich schon wieder , alles halb so wild" . Habe nicht einmal meine Eltern informiert um sie nicht zu sehr zu beunruhigen.

Werde mich dann wohl nach der OP erst einmal an meinen Hausarzt wenden , mein Neurologe meinte nur ich könne ja froh sein das es nur ein Meningeom ist, das ist ja meist recht harmlos und gut zu entfernen. Da war ich etwas verwundert , nur ein Meningeom hat sich bei ihm so abwertend angehört. Aber vielleicht wollte er mich nicht beunruhigen  ???

Ich glaube ja auch das meine Kopfschmerzen psychisch sind, vor der Diagnose hatte ich sehr selten Kopfschmerz und jetzt ständiges stechen
 
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: gaby56 am 23. August 2014, 17:47:30
Hallo Testudo,
genau dasselbe hat der Neurologe nach der Diagnose zu meinem Mann gesagt.  Ich war so entsetzt darüber, habe gedacht; "du A...., was redest du da. Mein Mann hat einen Tumor im Kopf und du sagst, es ist noch mit das beste, was ihm passieren konnte.
Heute sage ich, bloß gut, daß es nur ein Meningeom war.

Du hast super Unterstützung bisher hier im Forum erhalten, genau wie ich damals. Und eines kannst du glauben: im Daumen  drücken macht uns hier keiner was vor, darin sind hier alle sehr geübt.
Und auch wenn sich hier nicht alle zu Wort melden, so wird doch mit dir mit gefiebert, gelacht und geweint.
Auch ich werde in Gedanken bei dir sein.
Ich wünsche dir für den weiteren Weg alles gute und hoffe, daß du dich über kurz oder lang mit gutem Befinden  hier wieder melden wirst.

Bis dahin liebe Grüße  Gaby
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: frauypsilon am 23. August 2014, 18:27:23
Hallo Testudo,

der erste Neurochirurg hat auch so was zu mir gesagt, aber ein Tumor im Kopf ist eben ein Tumor und kein Spaziergang. Obwohl von aller Sch...., die man so im Kopf haben kann, haben wir bestimmt mit "das Beste". Ich habe mal den Satz gelesen und gehört, ich glaube es war im Forum: Ein Meningeom ist meist gutartig, aber niemals harmlos.

Die erste Krankschreibung hat die Klinik bei mir gemacht, dann weiter der Hausarzt. Ich hatte keine Reha, weil man in der Klinik meinte, nach einer Meningeom OP sei das nicht nötig. Du musst selber schauen, wie es dir geht und wie du dich fühlst und es dann einfach einfordern. Die Reha geht dann über den Rentenversicherungsträger und kann in der Klinik noch von einer Sozialarbeiterin beantragt werden.

Ich war "zu gut" für eine neurologische Reha und in eine psychosomatische hätte ich auch nicht gepasst. Ich habe mir aber Physiotherapie aufschreiben lassen (manuelle Therapie), um die leichten Ausfälle auf der rechten Seite zu kompensieren und nach 6 Monaten habe ich eine neuropsychologische Therapie begonnen, die wird von der Kasse übernommen - 60 Stunden - und von Psychotherapeuten durchgeführt, die eine spezielle Ausbildung für neurologische Patienten nach Hirnoperationen, Schlaganfällen, Hirnblutungen, Schädel-Hirn-Traumata haben. Dies zu beginnen war eine Superentscheidung, wir trainieren Belastbarkeit, Reaktion und arbeiten auch die psychischen Folgen auf, die die Diagnose samt OP und Folgen einfach doch bei mir hatte. Ich habe auch gedacht, ich kann locker schnell wieder auf den Acker und bin hart im Nehmen. Aber manche Dinge brauchen eben Zeit und Geduld ist leider nicht mein zweiter Name..

Ich drücke dir alle Daumen, wie auch ganz viele andere hier
lg
frauypsilon
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 24. August 2014, 18:10:14
Hallo Gaby56 , Hallo frauypsilon,

Kann auch sein,dass mein Neurologe etwas anderes als "harmlos" sagte und ich habe ja auch hier im Forum von den anderen HT-Arten gelesen und ja ich habe es mit einem Meningeom noch recht gut getroffen ,aber zurzeit bin ich noch sehr (zu?) empfindlich. Andererseits sollte er so etwas in seinem Job auch wissen und berücksichtigen.

Der NC in der Uni meinte zu mir, dass ich nach der OP wahrscheinlich keine Reha brauchen werde. Ich habe aber hier im Forum schon oft gelesen,dass es einem im KH noch recht gut geht doch kaum wieder zuhause,seine Defizite recht deutlich bemerkt.
Kann der NC eigentlich seine Zustimmung zu einer AHB verweigern? Und wenn ja, was mache ich dann?
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: TinaF am 24. August 2014, 19:03:13
Hallo Testudo,

zu mir sagte eine Gutachterin wortwörtlich: "Das ist ja nicht mal Krebs!" Inhaltlich richtig, menschlich eine Katastrophe... >:( Diese Aussagen braucht man nicht, nicht vor der OP, nicht nach der OP. Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Begegnung. ::)

Wie gesagt, meine OP ist fünf Jahre her, aber was das angeht, bin ich immer noch mehr als empfindlich.

Was die Reha angeht, kann ich nur sagen, dass sie den meisten sehr, sehr gut getan hat. Besprich das am besten gleich mit dem sozialen Dienst im Krankenhaus.

LG TinaF
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Bluebird am 24. August 2014, 19:25:12
Hallo Testudo,

bei mir kam's noch schlimmer. Mein erster Neurologe hatte gegenüber einem Versorgungsträger das Meningeom und die WS-Erkrankung schlichtweg vergessen zu erwähnen, statt dessen irgendwas von einer depressiven Phase geschrieben. Resultat: Ablehnung der Leistung, da zunächst medikamentös Besserung erzielt werden sollte.

Mein Rat: mache dem Sozialdienst, den behandelnden Klinikärzten nachdrücklich klar, dass Du eine Anschlussrehabilitation brauchst. Nur Du kannst beurteilen, wie Du Dich nach der OP fühlst und wieviel Zeit Du benötigst, wieder einigermaßen alltagstauglich zu werden. Ansonsten direkt ab zum Neurologen mit Einschaltung eines Sozialverbandes VdK z.B. Anschlussrehabilitation muss innerhalb von 14 Tagen nach Entlassung aus der Klinik angetreten werden.

Viel Glück
Bluebird
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: frauypsilon am 24. August 2014, 19:37:15
Hallo, Testudo,

nein, du bist sicher nicht zu empfindlich. Das ist eine Diagnose, die das Leben erstmal auf den Kopf stellt. Und da hat man dran zu knacken und ich knacke noch immer. Und ein Meningeom ist eben nicht harmlos, auch wenn es meist gutartig ist.

Du solltest, wie bluebird sagt, schon in der Klinik nach dem Sozialdienst verlangen (ich bekam ihn gar nicht zu sehen) und eine Reha anstossen. Ich habe mich in der Klinik nach Bäumeausreißen (naja, fast zumindest) gefühlt. Als ich dann nach Hause kam und das Kortison langsam ausgeschlichen wurde, ging es bergab mit meinen Kräften. Ich hatte Superunterstützung durch Mann und erwachsene Tochter und wollte auch in keine Reha. Wäre das ganze von der Klinik aus schon veranlasst worden, hätte es vielleicht anders ausgesehen.

Wie meine Vorschreiber sagten: Du allein kannst nur beurteilen, wie es dir geht. Und ich habe die Erfahrung gemacht, man muss alles einfordern, was man möchte und braucht. Es wird einem nicht serviert, leider.

Alles Gute,
frauypsilon
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 31. August 2014, 14:12:34
Hallo Ihr Lieben,

Habe diese Woche einiges erledigt.
War nach meinem HT Befund vor drei Wochen die erste Woche arbeiten und die Ablenkung hat mir gut getan.
Habe meine Vorgesetzten über mein Meningeom informiert und auch gesagt ,dass ich nach der OP für unbestimmte Zeit ausfallen werde.
Habe mir einen OP Termin in der KW 40 besorgt , wollte eine Woche früher einen Termin haben ,ging aber leider nicht.
Eine neue Einweisung vom Hausarzt für's Krankenhaus habe ich mir auch schon besorgt.
Da ich demnächst mal wie zum Frisör müsset, bin ich am überlegen wie kurz ich mir die Haare (für die OP ) schneiden lassen sollte. Bin für alle Vorschläge offen, der Zugang zu HT soll wohl hinter dem Ohr gemacht werden.
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Bluebird am 31. August 2014, 15:30:49
Hallo Testudo,

na, dann ist es ja bald soweit, Du hast aber noch Zeit, Dich gut einzustellen und zu organisieren.
Bist Du mit der Reaktion Deines Arbeitgebers zufrieden?
Was den Frisörbesuch betrifft, so würde ich sagen, es hängt davon ab, wie lang Dein Haar derzeit ist.
Wenn der Zugang hinter einem Ohr liegt, besteht ja die Möglichkeit, mit Haaren von der anderen Seite einiges zu verdecken.
Ich würde dem Frisör die üblichen Anweisungen geben und die Leutchen im OP machen lassen. Meist sieht's nach der OP doch anders aus als gedacht. Es sind halt Chirurgen und ihre Helfer, keine Stylisten. :D

LG
Bluebird
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: frauypsilon am 31. August 2014, 16:10:51
Hallo Testudo,

ich wünsche dir alles Gute für die OP.

Zum Friseur: Ich trage meine Haare eh kurz, also viel zu Verbergen ging gar nicht nach der OP. Daher habe ich sie vor der OP noch kürzer als normal schneiden lassen. Die Ärzte haben dann nur eine ganz feine Schneise hineingeschnitten und ich habe die ersten Wochen nach der OP zum Schutz einfach eine Mütze getragen. Ging wunderbar und ich habe mich mit der Mütze auch irgendwie sicherer gefühlt.

Mein Schnitt war praktisch wie ein Seitenscheitel von der Lage und Länge her. Hat der Operateur sehr gut hinbekommen. Wie bluebird sagte, lass den Friseur einfach machen und die Ärzte finden sich dann schon zurecht.

lg
frauypsilon
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: TinaF am 31. August 2014, 17:17:29
Hallo Testudo,

bei mir kam es nach der OP zu einer Wundheilungsstörung aufgrund derer ich meine Haare verdammt lange nicht waschen durfte. Aufgrund dieser Erfahrung, die Du aber ja nicht zwangsläufig auch machen musst, würde ich mir die Haare so kurz wie möglich schneiden. Mit dem Zugang hinterm Ohr ist Deine Situation aber eine ganz andere als bei mir.

Die Chirurgen bemühen sich sehr, so wenig wie möglich "optischen Schaden" anzurichten, da sie durchaus wissen, wie wichtig es für Patienten ist, so bald wie möglich wieder so normal wie möglich auszusehen.

Alles Gute für die OP, meine Daumen werden für Dich gedrückt sein.

LG TinaF
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: krimi am 31. August 2014, 18:05:48
Hallo Testudo,

was einen Haarschnitt betrifft - welchen Rat zum Schnitt kann man wirklich geben.

Mein Meningeom saß in der Konvexität links, heißt es ist die Krümmung am Kopf von der Seite auf den Oberkopf.
Bei dem Vorgespräch hat mir der NC gesagt, er werde den Schnitt waagerecht ansetzen. Ich trug damals schon eine kürzere Frisur, also habe ich vor dem OP-Termin den Friseur meinen Haarschnitt so machen lassen, dass die Haare später den Schnitt verdecken würden.
Als ich wach wurde, war vom NC der Schnitt aber senkrecht gemacht worden. Vom Ohr senkrecht hoch bis fast zur Kopfmitte. Das war dann ja nichts mit verdecken.

Wenn du also zum Friseur gehst, lass dir einen Haarschnitt machen bei dem du dich wohlfühlst. Für die OP  wird nur so viel wegrasiert wie nötig.
Und zu aller Verwunderung anderer, durfte ich noch in der Klinik meine Haare waschen. Die Schwester hatte auf die OP-Stelle noch den Sprühverband erneuert und ich durfte mir vorsichtig mit lauwarmen Wasser die Haare ohne Shampoo waschen. Später zu Hause sollte ich dann mildes Babyshampoo verwenden, was ich auch tat.

An deinem OP-Tag schließe ich mich den anderen im Daumen drücken an.

Alles Gute.
krimi
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 31. August 2014, 20:12:25
Hi  ;) ,
ich werde meine Haare wohl beim nächsten Frisörtermin etwas kürzer als sonst schneiden lassen.
Aber das ist ja eigentlich nur ein sehr kleines Problemchen. Ich versuche jetzt halt alles noch zu Regeln was ich vor der OP noch erledigen kann und freue mich ansonsten schon darauf mein Alien los zu werden.
Ich hoffe nur, dass ich nichts wichtiges vergesse.

@ Bluebird ,
Mein Arbeitgeber war sichtlich betroffen und meinte nur ich solle mir keine Gedanken machen und das wichtigste sei, dass ich wieder gesund werde.
Ich habe es auf der Arbeit auch sonst noch niemanden erzählt, ich kann nämlich immer noch nicht darüber sprechen ohne sofort einen Kloß im Hals zu haben. Ich habe vor es meinem Team erst am letzten Arbeitstag vor der OP zu sagen.
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: krimi am 31. August 2014, 23:42:00
Hi Testudo,

denke auch an die Zeit im Krankenhaus nach der OP.
Lesestoff oder Hörbücher als mp3 oder Musik auf deinem mp3-Player.
Vielleicht auch etwas zu schreiben, um deine Eindrücke festzuhalten.

Die Zeit kann ganz schön lang werden.

Ich wünsche dir alles Gute. Und denke auch über eine AHB nach.
Die sollte dann schon im Krankenhaus vom Sozialen Dienst beantragt werden.

krimi
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Bea am 01. September 2014, 10:09:21
Hallo Testudo,

den Hinweisen meinen Vorrednern kann ich mich nur anschließen. Habe nach der OP auch gerne gelesen und konnte zum Glück schon sehr schnell wieder aus dem Zimmer.

Was Deine Haare angeht; für mich war es nachher wichtig. Und da es meine zweite OP war, habe ich mir die Haare diesmal nicht kürzen lassen. Zum Glück. Es wurde wesentlich weniger rasiert als bei der ersten OP.

Mit meiner Friseurin hatte ich das Abkommen, dass sie auch zu mir nach Hause kommen würde, falls ich es wünsche. Aber ich war sehr schnell in der Lage selbst hin zu gehen.

Meine Daumen sind fest gedrückt und ich wünsche Dir, dass Deine Sorgen sich in Sicherheit wandeln und wünsche Dir alles erdenklich Gute und ganz viel Kraft.

Bea
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 28. September 2014, 11:18:47
Hi @ all
Jetzt wird es allmählich ernst, morgen geht's ab ins Krankenhaus und übermorgen bin ich mein Alien wahrscheinlich schon los (wenn alles gut geht)
Diese Woche habe ich mir Urlaub genommen und noch mal richtig genossen einfach nur gemacht was mir Spaß macht.
War shoppen , Steak Essen, zu ersten mal auf dem 18 Loch Platz eine Runde Golfen, den Frisörsalon habe ich auch besucht, mein Auto noch mal "artgerecht" ausgefahren , den Garten winterfest gemacht usw.
Wenn ihr jetzt noch alle für Dienstag ( geplanter OP Termin ) die Daumen drückt kann eigentlich nichts mehr schief gehen. ;)

Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: TinaF am 28. September 2014, 17:39:17
Hallo Testudo,

selbstverständlich drücke ich dir die Daumen! Ich musste damals auch am Montag einrücken und wurde am Dienstag operiert. Prima, dass du dir eine schöne Woche gemacht hast.

Die Ärzte werden ihr Bestes geben, da kannst du dir ganz sicher sein. Ich wünsche dir, dass die OP gut verläuft und du schnell wieder auf die Beine kommst, wobei schnell natürlich relativ ist. Lass dir die Zeit, die du brauchst, dein Körper zeigt dir schon, was geht und was noch ein bisschen dauert. Ich freue mich jetzt schon darauf, irgendwann wieder von dir zu lesen.

Alles Gute für dich!

LG TinaF
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: flamme111 am 28. September 2014, 18:46:46
Alles Gute für Dienstag...
Meine Daumen sind Dir sicher...

Gruß Flamme
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: frauypsilon am 29. September 2014, 06:41:27
Hallo Testudo,

auch meine Daumen sind gedrückt! Alles Gute für dich!
Wir freuen uns, wieder von dir zu hören,

lg
frauypsilon
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Bluebird am 29. September 2014, 08:29:09

Hallo Testudo,

eine OP zu Wochenbeginn hat was Gutes, denn ich bin sicher, dass Du nächstes Wochenende schon wieder recht gut drauf bist.
Ich wünsche bestes Gelingen und ein topfittes OP-Team.

LG
Bluebird
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: krimi am 29. September 2014, 08:53:13
Hallo Testudo,

Daumen für die OP sind gedrückt.
Ich wünsche dir ein ausgeruhtes OP-Team.
Könner in ihrem Fach sind sie auf jeden Fall.

Viele Grüße
krimi
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Xelya am 29. September 2014, 14:03:55
Hallo Testudo,

hier waren bzw. sind noch ein paar gedrückte Daumen für Dich am Start.

Alles Gute Dir!
Xelya
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 04. Oktober 2014, 22:31:37
Hallo Testudo,
hier waren bzw. sind noch ein paar gedrückte Daumen für Dich am Start.
Alles Gute Dir!
Xelya
Danke an alle Daumendrücker,
Euer daumendrücken hat mir sehr geholfen und hat sogar zwei Tage angehalten .Mir geht es nach der Operation die auf Mittwoch verschoben wurde schon wieder recht gut. Bin am Montag eingerückt und nach dem Gespräch mit dem Narkosearzt war recht schnell klar das aus der geplanten OPERATION am Dienstag nichts wird.
Der Narkosearzt wollte unbedingt noch einen aktuellen Untersuchungsbericht vom Kardiologen haben und der war am selben Tag nicht zu bekommen.Bin also nach einem CT wieder nach Hause geschickt worden und hatte den Kardiologischen Termin am Dienstag morgen bekommen, also am Dienstag wieder zur Universitätklinig ne Stunde auf meinen Kardiologen Termin gewartet ,danach zur Neurochirurgischen Abteilung. Dort habe ich auch bald mein Zimmer bekommen und die OP wurde mit mir besprochen ,habe da auch erfahren das der Schnitt jetzt doch besser vor dem Ohr gemacht wird und das der Prof. Persönlich mit operiert. Anscheinend hat alles recht gut geklappt , mein Alien ist rausgeflogen ,zurzeit ist meine rechte Gesichtshälfte noch etwas gefühllos weil der Nerv gereizt wurde und mein rechtes Ohr ist auch noch taub ( wird sich am Montag der HNO Arzt anschauen ) da sind wohl diverse hirnflüssigkeiten und Blut reingelaufen und mit etwas Glück ist das Ohr nur verstopft. Kann schon wieder recht sicher umher laufen und fühle mich nach zwei Tagen Schlaf recht fit, na ja den Umständen entsprechend .
Die OP hat übrigens gute sechs Stunden gedauert und das Ding saß doch nicht an so einer einfachen Stelle.
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: TinaF am 04. Oktober 2014, 22:44:05
Hallo Testudo,

willkommen zurück, es ist immer wieder schön, wenn sich die Mitstreiter nach der Operation mit guten Nachrichten melden.

Für die HNO-Kontrolle sind die Daumen auch wieder gedrückt. Bis dahin wünsche ich dir gute Besserung und denk immer daran: In der Ruhe liegt die Kraft!

LG TinaF
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderungae
Beitrag von: fips2 am 04. Oktober 2014, 23:26:08
Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Kündigungsklage gegen deinen unfreiwilligen Untermieter. So wies aussieht hattest du wohl einen fähigen Anwalt und wohlgesonnenem Richter ;D

Lass dir Zeit zur Genesung und wenn du angeboten bekommst, nimm die Reha unbedingt wahr. Du kannst auch ruhig den Arzt bei der visit darauf ansprechen. Als Kopfoperierter Tumorpatient steht dir gesetztlich eine Reha zu.

Gründe:
 1. bist du, auch wenn es sich für dich im Moment anders anfühlt, bei weitem nicht so belastbar.
2. Egal wie, du wirst durch die Erfahrung, dass man von einer lebendsbedrohlichen Erkrankung betroffen war, lernen müssen damit umzugehen. Diese Aufarbeitungstechniken lernt man am ehesten während dieser Reha, ohne heruflichen Leistungsdruck.Dort lernt man auch seine Grenzen neu auszuloten und zu akzeptieren, bzw. Nein zu sagen, wenn man von aussen über diese Grenzen hinausgedrängt wird.  Wieder beim Job musst du 100% bringen. Morgends 100% und nach 3 Stunden nur noch 50% zieht unweigerlich Ärger mit dem AG nach sich.

Es wird dir für deine kommende Zeit eine wichtige Hilfe sein.
Ich spreche selbst aus dieser Erfahrung, die ich leider sammeln musste. Ich habe mich vor der Reha weit überschätzt und war laufend auf 150% meiner eigentlichen Leistungsfähigkeit. Dieser Raubbau bescherte mir eine weitere Erkrankung, die mich nun auf "0" drängte.
Evtl. hätte ich es mit der Taktik die ich nun gelernt habe vermeiden können. Davor, den selben Fehler wie ich zu machen, will ich dich mit meinem Rat bewahren.

Weiterhin gute Besserung und immer gute Befunde.
Fips 2
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: frauypsilon am 05. Oktober 2014, 07:33:54
Hallo Testudo,

es freut mich, von dir zu hören. Schön, dass alles gut gelaufen ist! Alles Gute für die weiteren Untersuchungen und auch von mir der Rat: Lass es langsam angehen! Man denkt nach der OP schnell, man könne wieder Bäume ausreißen und überfordert sich u.U.

Nimm dir die Zeit und Ruhe, die du brauchst und hör auf deinen Körper, er wird dir die Grenzen zeigen.

Gute Besserung,
lg frauypsilon
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Bluebird am 05. Oktober 2014, 09:03:09
Hallo Testudo,

schön, dass Du wieder da bist. Bleib vernünftig und beherzige die vielen Ratschläge.

Alles Gute
Bluebird
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: krimi am 05. Oktober 2014, 09:16:29
Hallo Testudo,

auch von mir gute Wünsche und ein Willkommen nach der OP.
Ich schließe mich meinen Vorschreibern an, vor allem dem was Fips geschrieben hat.

Viele Grüße
krimi
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 05. Oktober 2014, 20:09:20
Der erste Rückschlag ist schon da, ich sehe die Doppelbilder wieder .
Der Doc meint aber kein Grund zur Panik ,kann vorkommen , Cortison gabe wird verlängert und dann verschwinden die Doppelbilder auch bald. Brauche meine Augen nicht schonen, soll ganz normal weiter lesen, fernsehen ,Internet surfen.... Nur wenn ich selber merke es wird zu viel mal eine Pause einlegen.
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Xelya am 11. Oktober 2014, 13:39:26
Hallo Testudo,

schön, dass alles gut gelaufen ist.

Wahrscheinlich ist es wichtig, sich immer wieder klar zu machen, dass die Heilungsprozesse im OP-Gebiet nicht so schnell laufen wie die Erholung des Körper von der Vollnarkose.

Ich drück Dir die Daumen, dass die Doppelbilder schnell wieder verschwinden und Du Dich in aller Ruhe erholen kannst.

Ich muss mich bei JEDER OP (egal on Kopf oder nicht) daran erinnern, dass eine Schwellung nun mal Zeit braucht, um zu verheilen. Nach meiner OP am Mastoid (Schädelknochen hinterm Ohr) konnte ich auch wochenlang erst nichts und dann nicht gut hören, weil alles noch so angeschwollen war und so viel Wundflüssigkeit sind im Ohr befand.

Das ist nach knapp zwei Monaten dann auf den Zustand wie vor der OP zurückgegangen. Der Arzt hat mich damals auch regelmässig daran erinnern müssen, dass vor allem Zeit ein wichtiger Faktor bei der Regeneration ist.

Alles Gute weiterhin
Xelya


Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 12. Oktober 2014, 12:42:46
Hallo an alle,
Bin wieder zuhause und lasse mich von meiner Frau verwöhnen. Am Dienstag wurde ich entlassen , Freitag noch mal hin zum Fäden ziehen dort auch den Befund vom Tumor bekommen, es war ein Meningeom typ 1 . In drei Monaten soll ich mit aktuellen CT Bildern zur nachkontrolle kommen.
Ein Antrag für eine AHB wurde am Dienstag gestellt, habe aber noch nichts weiter gehört wann und wo das ganze stattfinden wird.
Meine rechte Gesichtshälfte ist immer noch gefühllos allerdings kann ich auf dem rechten Ohr wieder etwas besser hören. Alle weitern Symptome die ich vor der OP hätte sind verschwunden ( Doppelbilder, eingeschlafene Finger Lippen Füße ... ,Schwindel ) sogar meine altersweitsichtigkeit die sich dieses Jahr verstärkt hatte ist verschwunden, ich brauche seit der OP keine Lesebrille mehr  :o  damit hatte ich ja überhaupt nicht gerechnet.
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: TinaF am 12. Oktober 2014, 13:26:30
Hallo Testudo,

schön, dass Du wieder zu Hause bist und es Dir schon wieder ein Stückchen besser geht. Ich hoffe, dass mit der AHB alles klappt und Du davon profitieren kannst. WHO I bietet Dir die besten Chancen, ich freue mich mit Dir.

Und noch immer gilt: In der Ruhe liegt die Kraft! ;)

LG TinaF
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: Testudo am 26. Oktober 2014, 19:07:33
Hi,
Bin jetzt in Reha alles hat bis jetzt gut geklappt , hätte ich dass bloß alles vorher schon gewusst .
Aber ich habe bei allem mit dem schlimmsten gerechnet und mir selbst voll Panik gemacht.
Ich werde hier bis jetzt hauptsächlich wieder körperlich fitt gemacht und habe täglich bis zu 4 x Sport.
Meine rechte Gesichtshälfte ist immer noch betäubt aber meinem rechten Ohr geht es schon besser.
Wenn ich mich bei der Sporttherapie zu sehr anstrenge oder keine ausreichende Pause zwischen den Einheiten habe ,bekomme ich noch recht schnell starke Kopfschmerzen und merke wo meine Grenzen sind.
Titel: Re:Vorst. Testudo ( Betroffener), bin neu hier Meningeom mit Raumforderung
Beitrag von: krimi am 26. Oktober 2014, 20:32:17
Hallo Testudo,

schön etwas von dir aus der Reha zu hören.
Genieße diese Zeit, in der du dich fit machen lassen kannst.

Die AHBs und Reha die ich bis jetzt hatte waren immer genau das was ich nach einer OP oder Therapie brauchte und mir gut tat.

Du hast das Recht zu sagen, wenn und wann etwas für dich zu viel wird. Die Therapeuten stellen sich auf dich ein.
Sag es den Ärzten und Therapeuten, dass du Pausen dazwischen brauchst. Das ist keine Schande, sondern Selbstfürsorge.
Kopfschmerzen aufgrund von Überanstrengung müssen nicht sein.

Du musst dir nichts beweisen.

Außerdem kannst du auch danach fragen, ob du außer Sport auch andere Anwendunge erhalten kannst. Anwendungen die auch der Psyche gut tun.

Wie sieht es zusätzlich mit Hirnleistungstraining aus? Zur Feststellung evtl. kognitiver Defizite.

Ich wünsche dir weiter einen erfolgreichen Rehauafenthalt.

Viele Grüße
krimi