Hintergrund: Hirneigene Tumoren fallen unter die zehn häufigsten zum Tode führenden Malignome. Obwohl es keine Screening- oder Vorsorgeuntersuchungen gibt, beeinflusst eine rechtzeitige und effektive Diagnostik und Therapie den weiteren Verlauf der Gliome. Die Therapie wird idealerweise von hoch spezialisierten Zentren durchgeführt. Die Weichen hierfür stellen jedoch der Hausarzt oder Fachärzte verschiedener Gebiete. Eine Aktualisierung des Basiswissens zu diesem Thema scheint erforderlich, weil sich in den letzten Jahren das Grundlagenwissen und die diagnostisch-therapeutischen Möglichkeiten wesentlich erweitert haben. Methode: Selektive Literaturrecherche (PubMed und Cochrane Library) und Verwendung der Leitlinien der Deutschen Gesellschaften für Neurochirurgie, Neurologie und Strahlentherapie Ergebnisse und Schlussfolgerung: Die neuroradiologische Diagnostik mit Hilfe der Magnetresonanztomographie liefert neben der hochauflösenden morphologischen Darstellung zusätzliche biologische und funktionelle Informationen, kann jedoch weiterhin nicht die histologische Diagnosestellung ersetzen. Eine weitgehende Tumorresektion bringt deutliche Vorteile für das Gesamtüberleben der Patienten. Neue molekulare Marker ermöglichen eine pro-gnostische Abschätzung des Krankheitsverlaufes. Die Chemotherapie hat einen festen Platz in den Therapiekonzepten der unterschiedlichen Tumoren. Die Prognose ist mit einem medianen Überleben von zum Beispiel 14,6 Monaten beim Glioblastom weiterhin schlecht.